Alain Prost über Fernando Alonso: «Das ist unmöglich»

Von Mathias Brunner
Formel 1
​Fernando Alonso musste beim WM-Auftakt in Bahrain aufgeben – Bremsen überhitzt. Der Spanier glaubt, dass Alpine erheblich mehr zeigen kann. Alpine-Sonderberater Alain Prost sagt, was unmöglich ist.

Fernando Alonso ist bei seiner Rückkehr in die Formel 1 aus den Top-Ten ins Rennen gegangen (als Neunter), und gut möglich, dass der Weltmeister von 2005 oder 2006 ohne die überhitzten Bremsen (Sandwich-Papier im Lufteinlass) Bahrain mit WM-Punkten im Gepäck verlassen hätte.

Der 32fache GP-Sieger meinte anschliessend: «Was ich jetzt brauche, das ist zusätzliches Vertrauen ins Auto, ich kann noch viel mehr aus dem Wagen holen, in Sachen Abstimmung und auf der Bremse, ich kann auch besser starten. Das war ein solider Anfang, aber da muss mehr kommen von meiner Seite. Wir sind gut dabei, und ich bin optimistisch, dass wir eine schöne Saison erleben werden.»

Alpine wird schon in Imola Verbesserungen am Wagen haben. Was jedoch auffiel: Am GP-Wochenende von Bahrain waren die metallic-blauen Renner von Alonso und Esteban Ocon nicht so schnell wie beim Wintertest. Renault-Direktor Marcin Budkowski führt das auf die wärmeren Umgebungstemperaturen zurück. «Dem müssen wir auf den Grund gehen. Und generell fehlen und noch drei bis fünf Zehntelsekunden, um mit jenen Rennställen zu kämpfen, mit welchen wir es 2021 aufnehmen wollten.» Will heissen: McLaren, Aston Martin, AlphaTauri, Ferrari.

Alpine-Sonderberater Alain Prost (66) weiss, dass Fernando Alonso geduldig sein muss. Gegenüber dem Figaro sagt der vierfache Champion: «Fernando ist ein Perfektionist, welcher dem Team alles abverlangt. Gleichzeitig ist ihm völlig klar – es wird 2021 unmöglich sein, regelmässig ein Wörtchen mitzureden um Siege. Aber es sollte möglich sein, in jedem Rennen zu punkten.»

Alonso selber hatte dazu gesagt: «Ich werde das Projekt als Erfolg ansehen, wenn wir es schaffen, zusammen als Team und Fahrer zu wachsen und eher früher als später wieder vorne mitkämpfen können. Ich weiss, dass ich 2021 mit Renault kaum eine Siegchance haben werde. Aber es ist eine tolle Herausforderung, sich in ein Projekt reinzuhängen, damit 2022 unsere grosse Stunde schlägt.» Dann, wenn die Formel 1 eine neue Modellgeneration erhält.

Bahrain-GP in Sakhir

01. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:32:03,897 h
02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +0,745 sec
03. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +37,383
04. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +46,466
05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +52,047
06. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +59,090
07. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1:06,004 min
08. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +1:07,100
09. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1:25,692
10. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1:26,713
11. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1:28,864
12. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
13. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1 Runde
14. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
15. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
16. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
Out
Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda (Fahrzeug nach Kollision beschädigt)
Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes (Turbolader)
Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault (Bremsen)
Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari (Unfall)

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