Kimi Räikkönen (Alfa Romeo): «Das ist ganz schwierig»

Von Mathias Brunner
Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen

​Alfa Romeo hat in Bahrain eine solide Leistung gezeigt, die aber unbelohnt blieb – Kimi Räikkönen Elfter, Antonio Giovinazzi Zwölfter. Der Finne ist in Sorge, was den weiteren Saisonverlauf angeht.

WM-Auftakt in Bahrain: Mit einem Rennwagen, der an sich schnell genug wäre, um in die Top-Ten zu fahren, wurden Kimi Räikkönen und sein italienischer Stallgefährte Antonio Giovinazzi am Ende Elfter und Zwölfter, damit null Punkte für die Mannschaft aus der Schweiz.

Es war nicht das Wochenende von Kimi Räikkönen. Im dritten freien Training zum Bahrain-GP war der Formel-1-Champion von 2007 im Alfa Romeo noch Siebtschnellster gewesen, aber im Abschlusstraining schied er schon im zweiten Quali-Segment aus – Startplatz 14.

Im Laufe des Rennens kam es am Funk zu einigen Diskussionen zwischen dem 21fachen GP-Sieger und seinem Renningenieur Julien Simon-Chautemps. Es ging darum, wie sehr «Iceman» das Tempo forcieren sollte, um sich eine Chance zu wahren, in die Punkte zu fahren. Der französische Ingenieur wollte vorsichtig vorgehen, weil er glaubte, dass bei zu forschem Speed die Reifen zu stark abbauen könnten. Am Ende fehlten Kimi knapp zwei Sekunden auf den zehnten Platz von Lance Stroll.

Kimi wusste: Da wäre mehr möglich gewesen. Das Modell C41 ist konkurrenzfähiger als der Vorjahres-Alfa Romeo. Die Aerodynamik ist effizienter, dazu arbeitet im Heck ein kraftvollerer Ferrari-Motor.

Der Mühlstein am Bein ist dieses Mal etwas Anderes: die heikle Wechselwirkung mit den Pirelli-Reifen. Räikkönen sagt: «Wir könnten schneller sein, aber wir müssen zu sehr auf die Reifen achtgeben. Das ist ein ganz schwierig, denn wenn du zu heftig attackierst, dann besteht die Gefahr, dass die Walzen zu früh abbauen. Daran müssen wir arbeiten. Es ist alles in allem nicht übel gelaufen, aber wir hätten mit diesem Auto Punkte holen müssen.»

Vielleicht ein gutes Omen für den kommenden WM-Lauf in Imola (18. April): Im Autodromo Enzo e Dino Ferrari sind Räikkönen und Giovinazzi am 1. November 2020 auf den Rängen 9 und 10 ins Ziel gekommen.

Bahrain-GP in Sakhir

01. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:32:03,897 h
02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +0,745 sec
03. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +37,383
04. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +46,466
05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +52,047
06. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +59,090
07. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1:06,004 min
08. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +1:07,100
09. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1:25,692
10. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1:26,713
11. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1:28,864
12. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
13. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1 Runde
14. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde
15. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde
16. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
Out
Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda (Fahrzeug nach Kollision beschädigt)
Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes (Turbolader)
Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault (Bremsen)
Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari (Unfall)

Provisorischer Formel-1-Kalender 2021

28. März: Sakhir, Bahrain
18. April: Imola, Italien
02. Mai: Portimão, Portugal
09. Mai: Barcelona, Spanien
23. Mai: Monte Carlo, Monaco
06. Juni: Baku, Aserbaidschan
13. Juni: Montreal, Kanada
27. Juni: Le Castellet, Frankreich
04. Juli: Spielberg, Österreich
18. Juli: Silverstone, Grossbritannien
01. August: Budapest, Ungarn
29. August: Spa, Belgien
05. September: Zandvoort, Niederlande
12. September: Monza, Italien
26. September: Sotschi, Russland
03. Oktober: Singapur, Singapur
10. Oktober: Suzuka, Japan
24. Oktober: Austin, USA
31. Oktober: Mexiko-Stadt, Mexiko
07. November: São Paulo, Brasilien
21. November: Melbourne, Australien
05. Dezember: Dschidda, Saudi-Arabien
12. Dezember: Yas Marina, Abu Dhabi

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