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Vorwürfe an Lewis Hamilton: Verhalten unkollegial?

​Mercedes-Star Lewis Hamilton hat nach dem verpatzten Rennen von Monaco und seinem siebten Platz nicht mit kritischen Worten für sein Team gespart. Le Mans-Sieger Jan Lammers findet das unkollegial.

Formel 1

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Noch während des Monaco-GP meldete sich Weltmeister Lewis Hamilton am Funk und fragte: "Wie konnte das passieren?" Der Engländer war baff, dass er aufgrund der Mercedes-Strategie nicht vorrückte, sondern vielmehr Ränge verlor. Auch nach seinem ernüchternden siebten Platz fand er kritische Worte für Mercedes. So sagte er bei den niederländischen Kollegen von Ziggo Sport unmittelbar nach dem Grand Prix: "Ich persönlich habe aus diesem Rennen keine Lehren zu ziehen, mein Team aber schon."

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Der frühere Formel-1-Fahrer Jan Lammers, heute Sportdirektor des Grossen Preises der Niederlande in Zandvoort, fand das zuhause vor dem Fernseher nicht in Ordnung. Der Le Mans-Sieger sagt meinem Kollegen Erwin Jaeggi von der niederländischen motorsport.com: "Ich fand das inkonsequent von Hamilton. Du gewinnst und verlierst immer als Mannschaft. Er lobst seine Mannschaft ja auch ständig, wenn er ein gutes Ergebnis erreicht hat. Ich hätte es also für angemessen gehalten, so ehrlich zu sein und zu sagen – tut mir leid, aber ich habe aus dem Qualifying nicht das Beste gemacht. Denn abgesehen vom ersten Training war er das ganze Wochenende über langsamer als Valtteri Bottas."

Lammers weiter: "Hamilton hat im wichtigsten Qualifying des Jahres einfach keine gute Leistung gezeigt. Es mag banal klingen, aber es ist nun mal so – als Spitzensportler musst du im entscheidenden Moment deine Leistung auf den Punkt bringen können. Aber er war das ganze Wochenende über nicht auf jenem Speed, den wir von ihm gewohnt sind. Und dafür muss er sich selber an der Nase nehmen. Er macht es sich zu einfach, dem Team Vorwürfe zu machen."

Auch Lammers hat sich über die Strategie von Mercedes gewundert: "Ich fand es seltsam, dass sie ihn so früh reingebracht haben. Gerade in seiner Position hätte er so lange als möglich fahren sollen. Ich bin von Hamiltons Reaktion enttäuscht, und ich finde, dass Max Verstappn in diesem Jahr bei Niederlagen sportlicher reagiert hat."

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"Daniel Ricciardo hatte auch ein ganz schwieriges Wochenende. Aber der Australier hat sich selbstkritisch vor die Mikrofone gestellt und gesagt: ‘Das war ein Rennen, das ich so schnell als möglich vergessen will.’ Das kam von Herzen. Bei Lewis ist es oft so: Wenn es nicht so läuft, wie es ihm passt, dann fängt er an, am Funk zu meckern."

"Wenn Lewis am Funk fragt, wieso er auf einmal hinter diesen Piloten fahre, dann müsste ihm das Team eigentlich antworten: ‘Wenn das Qualifying besser gewesen wäre, dann hätten wir dieses Problem nicht.’ Es war eben ein schlechtes Wochenende von Hamilton. Ich fand die Strategie von Mercedes auch nicht ideal, aber Lewis hat es dem Team mit seiner Leistung im Training wirklich schwierig gemacht."

Am Sonntagabend, mit etwas Abstand, sagte Lewis Hamilton: "Es tut schon nicht mehr weh. Und ich werde jetzt auch nicht über diesem siebten Platz brüten. Natürlich gibt es eine Menge, das besser hätte laufen sollen. Aber wir gewinnen als Team, und wir verlieren als Team, und wie oft in solchen Situationen werden wir aus den Vorkommnissen unsere Lehren ziehen, um beim nächsten Mal stärker aufzutreten. Wir haben das schon früher geschafft, also lasse ich mich davon nicht beunruhigen."

Monaco-GP, Monte Carlo

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:38:56,820 h

02. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 9,114 sec

03. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 22,117

04. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 23,963

05. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 51,115

06. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 54,045

07. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:06,361 min

08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde

09. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1 Runde

10. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde

11. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde

12. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde

13. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1 Runde

14. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde

15. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde

16. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde

17. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +3 Runden

18. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +3 Runden

Out

Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, Antriebswelle gebrochen *

Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, Radmutter

* nicht zum Rennen gestartet

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WM-Stand nach 5 von 23 Rennen

Fahrer

1. Verstappen 105 Punkte

2. Hamilton 101

3. Norris 56

4. Bottas 47

5. Pérez 44

6. Leclerc 40

7. Sainz 38

8. Ricciardo 24

9. Gasly 16

10. Ocon 12

11. Vettel 10

12. Stroll 9

13. Alonso 5

14. Tsunoda 2

15. Giovinazzi 1

16. Räikkönen 0

17. Russell 0

18. Latifi 0

19. Schumacher 0

20. Mazepin 0

Konstrukteure

1. Red Bull Racing 149

2. Mercedes 148

3. McLaren 80

4. Ferrari 78

5. Aston Martin 19

6. AlphaTauri 18

7. Alpine 17

8. Alfa Romeo 1

9. Williams 0

10. Haas 0

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Team

Punkte

1

Kimi Antonelli

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

100

2

George Russell

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

80

3

Charles Leclerc

Scuderia Ferrari HP

59

4

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

51

5

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

51

6

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

43

7

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

26

8

Oliver Bearman

MoneyGram Haas F1 Team

17

9

Pierre Gasly

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Liam Lawson

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