Im Rahmen einer Pressekonferenz zeigt sich der Russe Nikita Mazepin tief verletzt über die Trennung vom GP-Rennstall Haas gesprochen. Sein Sponsor Uralkali will von Haas jetzt Geld zurück.
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Am 5. März hat der US-amerikanische Formel-1-Rennstall Haas bestätigt: Das Sponsoring-Abkommen mit Uralkali ist beendet worden, und es wird keine weitere Zusammenarbeit mit dem russischen Piloten Nikita Mazepin geben.
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Inzwischen hat sich Sponsor Uralkali zu Wort gemeldet, in einer Stellungnahme wird betont, das Abkommen mit Haas sei aus Sicht des Geldgebers in unangemessener Art und Weise beendet worden: "Sport sollte immer frei von Politik sein und frei von Druck durch Faktoren von aussen. Der grösste Teil des Sponsorgeldes an Haas ist bezahlt worden, aber Haas kommt jetzt seinen Verpflichtungen nicht nach. Wir behalten uns daher rechtliche Schritt vor, um unser Geld zurück zu bekommen." In der GP-Saison 2021 bestritt Mazepin für dem Rennstall des Werkzeugmaschinen-Herstellers Gene Haas 21 WM-Läufe, mit Rang 14 in Baku als Highlight. Mick Schumacher, ebenfalls in seiner ersten Formel-1-Saison, war bei Haas der klar bessere Mann.
Der 23-Jährige kündigte an, in einer Videokonferenz in seiner Heimatstadt Moskau alle Fakten auf den Tisch zu bringen, und diese Konferenz hat nun stattgefunden. Nikita Mazepin hat dabei erklärt: "Ich habe die Stifung ’We Compete As One’ gegründet. Sie soll sich um Athleten kümmern, die aus politischen Gründen ihren Sport nicht ausüben können."
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Zur Trennung von Haas sagt Nikita: "Die FIA hatte beschlossen, dass Piloten aus Russland und Weissrussland unter bestimmten Umständen antreten können. Ich war bereit, als neutraler Sportler anzutreten. So wie das Andrei Medvedev im Tennissport tut. Aber dann wurde mein Vertrag beendet. Später gab es von der FIA bestimmte Verhaltensregeln und ein Dokument, das ich als Fahrer unterzeichnen sollte. Aber dieses sehr umfangreiche Dokument habe ich nicht mal zu Ende lesen müssen – weil ich zu diesem Zeitpunkt keinen Vertrag mehr hatte." Wie hat Mazepin von der Entlassung gehört? "Ich erhielt einen Brief von den Anwälten des Rennstalls, wonach mein Vertrag mit sofortiger Wirkung beendet sei. Dabei wurde ignoriert, dass ich gemäss FIA meinen Beruf weiter ausüben dürfte. Natürlich finde ich das unfair." Würde Mazepin in Betracht ziehen, mit einer Rennlizenz eines anderen Landes zu fahren? "Das habe ich mir nicht angeschaut, weil es hier nicht um ein Problem mit der Lizenz geht, sondern um die Tatsache, dass ich keinen Vertrag mehr habe." Mazepin fühlt sich verletzt und sagt, er wolle sich alle Optionen offen halten – also rechtliche Schritte gegen Haas oder den Gang vors FIA-Büro für Vertragsangelegenheiten in Genf. Eine Rückkehr zu Haas wird es nicht geben. Nikita: "Aber ich werde nicht an einen Ort zurückgehen, wo ich nicht erwünscht bin, dieses Vertrauen ist weg. Die Formel 1 ist für mich kein geschlossenes Kapitel. Ich werde mich auch rennfit halten – und eine Gelegenheit ergreifen, sollte sie sich bieten. Ich plane nicht, in einer anderen Serie zu fahren." "Ich finde, ich hätte von Haas mehr Unterstützung erhalten sollen. Denn es gibt keine rechtliche Grundlage, meinen Vertrag einfach so zu beenden. Ich bin sehr enttäuscht davon, wie das seitens Haas gehandhabt wurde. Ich sprach das letzte Mal mit Teamchef Günther Steiner beim Barcelona-Test, dann kam von Haas nur noch der Brief der Anwälte und dann Schweigen."
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"Der Brief kam zeitgleich mit der Ankündigung der Trennung in den Medien, es gab keine Vorwarnung. Das ist alles sehr schmerzhaft und kam unerwartet. Ich werde Zeit brauchen, um das zu verdauen. Ich will nicht über Haas hinter ihrem Rücken reden, ich würde gerne mit ihnen direkt reden. Aber dazu hatte ich keine Gelegenheit." "Beim Barcelona-Test war ich überzeugt davon, dass ich in Bahrain und darüber hinaus fahren kann – weil die FIA das Piloten unter neutraler Flagge erlaubt. Ich habe 18 Jahre lang davon geträumt, Formel-1-Fahrer zu werden. Dieser Traum ist nun geplatzt."
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