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Mercedes 2022 ohne Sieg, aber Aero-Konzept bleibt

Mercedes-Benz hat seit Anfang Dezember 2021 keinen Grand Prix mehr gewonnen, damals triumphierte Lewis Hamilton in Dschidda (Saudi-Arabien). Mercedes-Ingenieur Andrew Shovlin über den Stand der Dinge.

Formel 1

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Wir erleben etwas, das es seit mehr als zehn Jahren nicht gegeben hat: eine Saison ohne Mercedes-Sieg. Der letzte GP-Triumph der Silbernen geht zurück auf die Nacht von Dschidda am 5. Dezember, damals siegte Superstar Lewis Hamilton. Mit einem schwierig abzustimmenden Mercedes W13 fahren die Silbernen – in der Turbohybrid-Ära der Formel 1 seit Anfang 2014 jedes Mal Sieger im Konstrukteurs-Pokal – einem GP-Erfolg hinterher, der Wechsel auf die neue Generation von Flügelautos ist misslungen.

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Der leitende Ingenieur Andrew Shovlin zieht zur Sommerpause Zwischenbilanz: "Dieses Auto ist besonders ärgerlich, weil immer wieder Schimmer der Hoffnung mit viel Speed zu erkennen sind. Wir wissen, das Potenzial ist da. Daher glauben wir auch an das Aero-Konzept mit diesen extrem kleinen Seitenkästen."

"Aber natürlich stinkt es mir als Techniker, dass wir nicht regelmässig das Beste aus dem Wagen holen. Es ist ein tückisches Rennauto. Wir brauchen mehr Abtrieb, wir brauchen mehr Leistung. Aber wie sich die Saison entwickelt, das zeigt auch, dass wir Fortschritte machen."

"Wir hatten in Frankreich und Ungarn beide Fahrer auf dem Podest und konnten mit George Russell auf dem Hungaroring die erste Pole-Position der Saison erobern. Davon hätten wir beim Saisonstart nur träumen können. Das macht uns Mut."

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"Wir haben auch in den Rennen mit solidem Speed gesehen, dass unser Konzept funktioniert – wenn der Wagen im besten Arbeitsfenster ist. Ich halte es dabei für effizienter, damit zu arbeiten, was wir haben, als auf ein Konzept unserer Gegner zu wechseln. Die Form der Seitenkästen lenkt davon ab, woran wir wirklich arbeiten mussten."

"Vor wenigen Rennen hüpfte der Wagen wild herum, in Monaco, in Baku, in Montreal. Nun reden unsere Fahrer nur noch von Bouncing, wenn sie eine Bodenwelle erwischen. Wir konnten das markant verbessern, und das ist ein gutes Zeichen."

"Ein Grund für unsere Fortschritte ist die Tatsache, dass unsere Fahrer endlich Vertrauen ins Auto fassen. Zuvor hatten Lewis und George gesagt, dass sie nicht das notwendige Gefühl vom Wagen erhalten, wenn sie ihn richtig fliegen lassen wollen. Das Auto vermittelte vielmehr den Eindruck, dass sie es im Grenzbereich aus der Kontrolle verlieren. Das erste Mal, als auch wir den Eindruck hatten, dass ein Fahrer den Wagen wie gewünscht um die Ecken werfen kann, das war diese Wunderrunde von Russell auf dem Hungaroring."

"Das muss an den Verbesserungen liegen, aber ganz ehrlich – wir haben noch nicht im Detail verstanden, wieso das auf einmal möglich ist. Wir lernen an jedem Rennwochenende mehr über dieses Auto. Aber es wäre vermessen zu glauben, dass wir den W13 nach der Sommerpause jedes Mal ins optimale Arbeitsfenster bringen."

Ungarn-GP, Hungaroring

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:39:36,533 h

02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +7,834 sec

03. George Russell (GB), Mercedes, +12,337

04. Carlos Sainz (E), Ferrari, +14,579

05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +15,688

06. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +16,047

07. Lando Norris (GB), McLaren, +1:18,300 min

08. Fernando Alonso (E), Alpine, +1 Runde

09. Esteban Ocon (F), Alpine, +1 Runde

10. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +1 Runde

11. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1 Runde

12. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1 Runde

13. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +1 Runde

14. Mick Schumacher (D), Haas, +1 Runde

15. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +1 Runde

16. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde

17. Alexander Albon (T), Williams, +1 Runde

18. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde

19. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +2 Runden

Out

Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, Motor

WM-Stand (nach 13 von 22 Rennen)

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Fahrer

01. Verstappen 258 Punkte

02. Leclerc 178

03. Pérez 173

04. Russell 158

05. Sainz 156

06. Hamilton 146

07. Norris 76

08. Ocon 58

09. Bottas 46

10. Alonso 41

11. Magnussen 22

12. Ricciardo 19

13. Gasly 16

14. Vettel 16

15. Schumacher 12

16. Tsunoda 11

17. Zhou 5

18. Stroll 4

19. Albon 3

20. Latifi 0

21. Nico Hülkenberg (D) 0

Konstrukteurspokal

01. Red Bull Racing 431 Punkte

02. Ferrari 334

03. Mercedes 304

04. Alpine 99

05. McLaren 95

06. Alfa Romeo 51

07. Haas 34

08. AlphaTauri 27

09. Aston Martin 20

10. Williams 3

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Fahrer

Team

Punkte

1

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Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

100

2

George Russell

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

80

3

Charles Leclerc

Scuderia Ferrari HP

59

4

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

51

5

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

51

6

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

43

7

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

26

8

Oliver Bearman

MoneyGram Haas F1 Team

17

9

Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

16

10

Liam Lawson

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

10

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