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Christian Horner: «Diese Strafe kostet Rundenzeit»

Red Bull Racing ist für die Verletzung des finanziellen Reglements 2021 bestraft worden: 7 Millionen Dollar Busse, zehn Prozent weniger Windkanalstunden. RBR-Teamchef Christian Horner: «Diese Strafe ist sehr hart.»

Formel 1

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Red Bull Racing hat mit dem Autosport-Weltverband FIA ein so genanntes "Accepted Breach Agreement" (ABA) unterzeichnet, mit dem die Übertretung der Budgetgrenze vom Team anerkannt wird.

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Der Weltverband kam zum Schluss, dass die von Red Bull Racing angegebenen Kosten nach Meinung ihrer Experten zu niedrig gewesen seien. Moniert wurden von der FIA ungenau angegebene Kosten beim Catering, bei den Mitarbeiter-Sozialbeiträgen sowie bei den Reisekosten.

Die FIA erklärt weiter, dass RBR die Budgetobergrenze um 2,2 Millionen Dollar überschritten habe (das entspricht 1,6 Prozent). Wenn eine Steuergutschrift korrekt berücksichtigt worden wäre, wäre dieser Betrag auf 500.000 Dollar gesunken (0,37 Prozent). Das Strafmass wurde aufgrund dieser halben Million angesetzt.

Die wichtigsten Konsequenzen für Red Bull Racing: Eine Strafe in Höhe von 7 Millionen Dollar und eine Verringerung der Windkanal-Teststunden für zwölf Monate (ab ABA-Abschluss) um zehn Prozent.

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Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner hat im Fahrerlager des Autódromo Hermanos Rodríguez Stellung bezogen zum Urteil der FIA. Der 48-jährige Engländer sagt: "Die Geldbusse ist erheblich, und zehn Prozent weniger Windkanalzeit, das ist eine sehr harte Strafe."

"Wir haben unsere Zahlen im April 2021 eingereicht. Dann lag der Ball bei den Experten der FIA. Die Arbeit ist gewaltig: Mehr als 75.000 Einzelposten müssen geprüft werden. Wir hörten dann für Monate nichts. Im September kam die FIA auf uns zu und bat um die Klärung einiger Punkte. Das haben wir getan. Dann kamen wir nach Singapur und waren schockiert, welche Unterstellungen unsere Rivalen über uns in die Welt setzten. Wir waren noch immer davon überzeugt, dass wir alles richtig gemacht hatten. Ein Beispiel: Wir gingen davon aus, dass die Verpflegung des Teams nicht unter den Kostendeckel fällt, aber die FIA ist offenbar anderer Ansicht."

"Ich betone nochmals – die Verletzung des Kostendeckels hatte null Auswirkungen auf unsere Leistungen auf der Strecke. Kein einziger dieser Posten hatte etwas mit dem Rennwagen zu tun."

"Wir haben in der Folge eng mit der FIA gearbeitet, und die Regelhüter kamen zum Schluss, dass es sich um eine geringfügige Verletzung des Kostendeckels handelt. Die finanzielle Strafe ist erheblich, aber die sportliche Strafe ist sehr hart. Diese Anzahl weniger Windkanalstunden wird für uns bedeuten – bis zu fünf Zehntelsekunden Verlust pro Runde. Diese Einschränkungen im Windkanal haben direkte Auswirkung aufs 2023er Auto und wird zwölf Monate so stehen bleiben."

"Der Budgetdeckel und seine Reglementierung sind für alle Neuland, für die Teams und auch für die FIA. Wir halten die Regeln für unreif. Da gibt es noch sehr viel zu tun. Sind Fehler gemacht worden? Ja, aber von allen Seiten. Wir waren nie unehrlich, wir haben nicht geschummelt."

Aber wir sind deshalb eine Einigung mit der FIA eingegangen, weil wir ein monatelanges Hin und Her verhindern wollten. Da kursierten so viele Spekulationen und Unterstellungen, das wollten wir beenden."

"Nochmals: Wir finden die Strafe hart, und sie wird Auswirkungen auf unsere Leistungen haben. Aber wir tragen es mit Fassung, und wir wollen das hinter uns lassen, daher das ABA. Das im Interesse aller Parteien."

Christian Horner gibt sich kämpferisch: "Wir haben 10 Prozent an Windkanalstunden verloren, aber wir haben 25 Prozent an Motivation gewonnen."

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