Lando Norris mental schwach? McLaren-Star wehrt sich
McLaren-CEO Zak Brown findet: «Manchmal geht Lando Norris mit sicher selber zu hart ins Gericht.» Aber der Formel-1-WM-Leader aus England sagt, wieso das für seine geistige Gesundheit wichtig ist.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Schon während der Saison 2024, als McLaren-Fahrer Lando Norris gewaltig Boden gutmachte auf WM-Leader Max Verstappen, da fiel auf – in entscheidenden Momenten (beim Start, in Quali-Runden, im Zweikampf) zeigt der Engländer immer wieder Fehler. Klar kam bereits damals die Frage auf: Ist der Brite mental zu schwach für solche Hochbelastungs-Momente?
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Nun haben wir 2025, der McLaren-Rennwagen ist noch stärker geworden, aber erneut haben wir Fehler von Norris erlebt, und wenn das so weitergeht wie in Bahrain, dann wird Lando die WM-Führung an seinen Stallgefährten Oscar Piastri verlieren, vielleicht passiert das schon am kommenden Wochenende in Jeddah. Wieso konnte Norris auf dem Bahrain International Circuit nicht so glänzen wie sein Stallgefährte? Lando nach dem Grand Prix: "Ich wünschte, ich wüsste es. Ich wünschte, ich würde den Finger drauflegen können. Ehrlich gesagt – ich habe keine Antwort. Und selbst wenn ich sie hätte, würde ich sie mit euch teilen."
"Aber ich weiss, wann es für mich als Rennfahrer Klick macht, wann ich mich sicher und wohl fühle. Ich bin zuversichtlich, dass ich hier alles habe, was ich brauche, und dass ich auch das Zeug dazu habe, der schnellste Mann zu sein. Ich habe keine Zweifel, dass ich gut genug bin." "Aber irgendetwas stimmt einfach nicht mit mir und dem Auto. Ich bin nicht in der Lage, so zu fahren wie in der letzten Saison. Damals wusste ich in jeder einzelnen Kurve, was mit dem Auto passieren würde. Ich hatte das Gefühl, das Auto komplett im Griff zu haben. In diesem Jahr bin ich davon weit entfernt." "Selbst in Australien fühlte ich mich, unabhängig davon, dass ich das Rennen gewonnen habe, nie restlos wohl. Ich bin nicht annähernd so leistungsfähig wie normal, und es tut weh, das zu sagen." "Ich habe viel Zeit investiert, auch am Abend vor dem Rennen, um das zu verstehen. Ich bin spät ins Hotel zurückgegangen, um mir alles anzusehen und zu begreifen, womit ich zu kämpfen habe, was nicht klappt. Ich habe versucht herauszufinden, was sich von letztem Jahr zu diesem Jahr verändert hat. Liegt es an mir? Liegt es am Auto? Es ist vielschichtig. Aber ich zweifle nicht an mir selbst, auch wenn es manchmal so aussehen mag." Und genau so wirkt es: Während Oscar, wäre er noch entspannter, vermutlich einschlafen würde, wirkt Norris verunsichert; und immer wieder spricht er offen darüber. Viele legen ihm das als Schwäche aus. Aber Lando sagt: "Die Sache ist die – es wäre für mich noch schwieriger wäre, diese Dinge nicht zu zeigen, Vieles davon ist nur ein Ventil, um Frustration loszuwerden, wenn ich nicht erreicht habe, was ich erreichen wollte. Es liegt an meinem tiefen Wunsch, gut abzuschneiden und an meinem enormen Ehrgeiz zu gewinnen." "Wenn ich weiss, wozu ich fähig bin, und ich erreiche es nicht einmal annähernd, so wie in Bahrain der Quali, dann bin ich eben sehr enttäuscht von mir selbst. So bin ich einfach. Aber ich glaube nicht, dass die Dinge, die ich sage, einen negativen Einfluss auf mich haben. Ich habe das mein ganzes Leben lang so gemacht, dass ich negative Kommentare aus meinen Gedanken ausblende."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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01. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:35:39,435 h 02. George Russell (GB), Mercedes, + 15,499 sec 03. Lando Norris (GB), McLaren, +16,273 04. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +19,679 05. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, +27,993 06. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +34,395 07. Pierre Gasly (F), Alpine, +36,002 08. Esteban Ocon (F), Haas, +44,244 09. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, +45,061 10. Oliver Bearman (GB), Haas, +47,594 11. Kimi Antonelli (I), Mercedes, +48,016 12. Alex Albon (T), Williams, +48,839 13. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, +56,314 14. Jack Doohan (AUS), Alpine, +57,806 15. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +60,340 16. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, +64,435 17. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +65,489 18. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, +66,872 Out Carlos Sainz (E), Williams, Unfallschaden Disqualifiziert Nico Hülkenberg (D), Sauber, Bodenplatte zu stark abgeschliffen
WM-Stand (nach 4 von 24 Grands Prix und 1 von 6 Sprints) Fahrer 01. Norris 77 Punkte 02. Piastri 74 03. Verstappen 69 04. Russell 63 05. Leclerc 32 06. Antonelli 30 07. Hamilton 25 08. Albon 18 09. Ocon 14 08. Stroll 10 11. Gasly 6 12. Hülkenberg 6 13. Bearman 6 14. Tsunoda 5 15. Hadjar 4 16. Sainz 1 17. Alonso 0 18. Lawson 0 19. Doohan 0 20. Bortoleto 0 Konstrukteurspokal 01. McLaren 151 Punkte 02. Mercedes 93 03. Red Bull Racing 71 04. Ferrari 57 05. Haas 20 06. Williams 19 07. Aston Martin 10 08. Racing Bulls 7 09. Alpine 6 10. Sauber 6
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