FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem hat die Überarbeitung des strengen Fluch-Strafenkatalogs in Aussicht gestellt. Mercedes-Pilot George Russell findet das grundsätzlich gut. Doch er will Taten sehen.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Die Aufregung war gross, als der Strafenkatalog für das Verwenden von Kraftausdrücken in die Reglemente verschiedener FIA-Serien aufgenommen wurde. Denn dieser umfasste strenge Konsequenzen für all jene, die sich der falschen Worte bedienen. Die Auflistung umfasste nicht nur – je nach Serie – horrende Geldstrafen für die Sünder.
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Auch Sperren und sogar der Verlust von Punkten drohen den Piloten, wenn sie sich wiederholt verschiedener Kraftausdrücke bedienen. Bereits im vergangenen Jahr wurden wegen der Verwendung von Fluchwörtern Strafen ausgesprochen – erst erwischte es Champion Max Verstappen in Singapur, später musste auch Charles Leclerc eine Geldstrafe hinnehmen. Die Fahrer reagierten mit einem offenen Brief an die FIA, in dem sie den FIA-Präsidenten Mohammed Ben Sulayem aufforderten, einen direkten Dialog mit den GP-Piloten zu führen und finanzielle Transparenz über die Verwendung der Bussgelder zu schaffen. Die Antwort des FIA-Chefs fiel deutlich aus.
"Ich bin auch Fahrer, ich respektiere die Piloten. Aber sie sollen sich darauf konzentrieren, was sie am besten können – Rennfahren. Was gewisse Anfragen der Piloten angeht, so muss ich sagen: Sorry, das geht sie nichts an", erklärte er. Und er betonte: "Aber gut, sie wollen wissen, wie wir das Geld investieren? Wir haben im vergangenen Jahr 10,3 Millionen Euro in Basis-Motorsport investiert. Das ist eine Menge Geld. In 2024 sind es mehr als 10 Millionen, in Basis-Sport, in Karting."
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Die Einführung des drakonischen Strafenkatalogs, der als Appendix B zum sportlichen Reglement hinzugefügt wurde, erfolgte nach dem Saisonende. Unlängst kündigte Ben Sulayem die Prüfung der Strafen an, und er schloss eine Verbesserung der Regeln nicht aus.
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Dies geschah, nachdem auch Rallye-Pilot Adrien Fourmaux im Rahmen seines Auftritts bei der Rallye Schweden eine Strafe fürs Fluchen kassiert hatte. Der Franzose erklärte in einem Interview am Ende der Schlussetappe "we fucked up yesterday", was so viel wie: "Wir haben es gestern einfach vermasselt" bedeutet. Dafür wurde er mit einer Geldstrafe von 10.000 Euro und einer weiteren in Höhe von 20.000 Euro bedacht, die allerdings auf Bewährung ausgesetzt wurde.
In Miami wurde George Russell auf die Äusserungen angesprochen, denn der Mercedes-Pilot ist einer der Präsidenten der GP-Fahrervereinigung GPDA. Die Frage, ob das ein positiver Schritt sei, bejahte er. "Aber wir wollen natürlich lieber Taten sehen statt zu hören, dass gewisse Dinge in Betracht gezogen werden. Denn wir alle ziehen vieles in Betracht. Wir wollen ganz klar Änderungen, und werden uns dazu äussern, wenn diese umgesetzt werden. Derzeit wird das nur in Betracht gezogen, und das bedeutet noch nichts." WM-Stand (nach 5 von 24 Grands Prix und 1 von 6 Sprints)
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Fahrer 01. Piastri 99 Punkte 02. Norris 89 03. Verstappen 87 04. Russell 73 05. Leclerc 47 06. Antonelli 38 07. Hamilton 31 08. Albon 20 09. Ocon 14 08. Stroll 10 11. Gasly 6 12. Hülkenberg 6 13. Bearman 6 14. Tsunoda 5 15. Hadjar 5 16. Sainz 5 17. Alonso 0 18. Lawson 0 19. Doohan 0 20. Bortoleto 0 Konstrukteurspokal 01. McLaren 188 Punkte 02. Mercedes 111 03. Red Bull Racing 89 04. Ferrari 78 05. Williams 25 06. Haas 20 07. Aston Martin 10 08. Racing Bulls 8 09. Alpine 6 10. Sauber 6
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