Lewis Hamilton bei Ferrari: Langsam wird es kritisch
Fans und Fachleute zugleich sind baff: Wieso kommt Superstar Lewis Hamilton (40) bei Ferrari nicht in Schwung? Ex-F1-Fahrer und Sky-GP-Experte Karun Chandhok glaubt – langsam wird es kritisch.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Die Zwischenbilanz 2025 für den erfolgreichsten Formel-1-Fahrer ist ein Schlag in die Magengrube: Lewis Hamilton (40) ist zu Ferrari gekommen, um im Herbst seiner Karriere nochmals Weltmeister zu werden, zum achten Mal, in Rot, als Krönung seiner unvergleichlichen Karriere.
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Aber stattdessen fängt sich Hamilton eine Niederlage nach der anderen ein gegen seinen Ferrari-Stallgefährten Charles Leclerc. Und der Ferrari zeigt nur selten das Potenzial eines Siegerautos. Den Ton geben die McLaren-Fahrer an, mit Max Verstappen, der mit viel Genialität am Lenkrad zwischendurch Ausrufezeichen setzen kann. Ferrari hat seit Mexiko im Oktober 2024 keinen Grand Prix mehr gewonnen. Klar fragen sich nicht nur die Tifosi: Was, wenn das so weitergeht? Auch Karun Chandhok hat sich Gedanken gemacht. Der elffache GP-Teilnehmer gehört heute zur Expertenmannschaft von Sky, und was der 41-Jährige aus Indien auf den Rennstrecken erkennt, will ihm so gar nicht gefallen. Chandhok schätzt die Lage von Lewis Hamilton so ein: "Ganz ehrlich – ich mache mir Sorgen. Langsam wird das etwas kritisch. Wir stehen am Anfang des zweiten Saisondrittels, und Lewis findet in diesem Auto keinen Rhythmus, wie es scheint; da gibt es keine Konstanz, so dass er mit dem Ferrari auf anhaltend hohem Niveau fahren könnte." "Das ist vielmehr ein ständiges Hin und Her. In der Quali von Imola nur ein jämmerlicher zwölfter Startplatz, dann auf einmal umwerfend im Rennen – mit einer grandiosen Fahrt zu Rang 4, nur knapp hinter dem drittplazierten Oscar Piastri." "In Monaco dann hatte ich den Eindruck, dass er nie richtig in Schwung gekommen ist. Der Abstand zu Leclerc war beträchtlich. Da schleichen bestimmt Sorgen durch die Ferrari-Box." "Und dann Spanien: Charles überholte ihn und zog weg, weit bevor die beiden ohnehin auf verschiedenen Strategien unterwegs waren und es dann zu einem Platzwechsel kam. Wenn ich Lewis wäre, wenn ich die Ferrari-Mannschaft wäre, wenn ich der Ferrari-Teamchef wäre, dann fände ich das alles besorgniserregend." "Nach mehr als einem Drittel der Saison müsste die Scuderia doch den Fragen auf den Grund gegangen sein: Haben wir hier ein grundlegendes Problem? Gibt es denn nichts, wie wir Lewis in Sachen Fahrzeugabstimmung helfen könnten?" "Ich weigere mich zu glauben, dass Lewis Hamilton von seinen Fähigkeiten etwas eingebüsst hat. Er kann das. Wir haben ja in China gesehen, was er mit dem Auto anstellt, wenn es so liegt, wie er es mag. Aber diese Leistungsschwankungen sind wirklich bedenklich."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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WM-Stand (nach 9 von 24 Grands Prix und 2 von 6 Sprints)
Fahrer 01. Piastri 186 Punkte 02. Norris 176 03. Verstappen 137 04. Russell 111 05. Leclerc 94 06. Hamilton 71 07. Antonelli 48 08. Albon 42 09. Hadjar 21 10. Ocon 20 11. Hülkenberg 16 12. Stroll 14 13. Sainz 12 14. Gasly 11 15. Tsunoda 10 16. Bearman 6 17. Lawson 4 18. Alonso 2 19. Bortoleto 0 20. Doohan 0 21. Colapinto 0 Konstrukteurspokal 01. McLaren 362 Punkte 02. Ferrari 165 02. Mercedes 159 03. Red Bull Racing 144 05. Williams 54 06. Racing Bulls 28 07. Haas 26 08. Sauber 16 09. Aston Martin 16 10. Alpine 11
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