Lewis Hamilton (Ferrari): «Ich suche keine Ausreden»
Der Druck im Dampfkochtopf Ferrari nimmt zu: Die Roten warten weiter auf den ersten GP-Sieg 2025, der Sprint-Triumph von Lewis Hamilton in China hat sich als trügerisches Strohfeuer erwiesen.
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Wir stehen vor dem elften GP-Wochenende des Jahres, auf dem wunderbaren Red Bull Ring in der Steiermark. Vor nicht einmal vier Monaten träumten die Tifosi davon, dass Lewis Hamilton zur Wunderheilung von Ferrari beitragen würde, viele sprachen vom kommenden achten WM-Titel des Ausnahmerennfahrers.
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Zur Erinnerung: Ferrari ist seit Kimi Räikkönen 2007 ohne Fahrer-WM-Titel und 2008 ohne Sieg im Konstrukteurs-Pokal. Die Realität sieht so aus: Nur ganz selten wirken der erfolgreichste Formel-1-Fahrer und der 2025er Rennwagen von Ferrari wie aus einem Guss, im Rennen von Imola etwa, wo Lewis von Startplatz 12 nur knapp einen Podestplatz verpasste, und natürlich in Shanghai, wo der Brite von der Sprint-Pole zum Sprint-Sieg raste.
In der Regel aber zieht der 105-fache GP-Sieger gegen Charles Leclerc den Kürzeren, und Hamilton spricht offen darüber, wie er mit diesem Rennauto nicht klarkommt; die Umstellung von Mercedes zu Ferrari ist offenbar auch für diesen Mann enorm, dessen Talent über jeden Zweifel erhaben ist.
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Australien: Startplatz 8, im Rennen 10. China: 5./disqualifiziert (Bodenplatte zu stark abgeschliffen) Japan: 8./7. Bahrain: 9./5. Saudi-Arabien: 7./7. Miami: 12./8. Imola: 12./4. Monaco: 7./5. Spanien: 5./6. Kanada: 5./6. Wer hätte das gedacht? Hamilton in den Grands Prix noch ohne Podestplatz und im WM-Zwischenklassement lediglich auf dem sechsten Rang. Wie geht das nun in Österreich weiter? Ferrari wird auf dem Red Bull Ring und dann in Silverstone zahlreiche neue Teile ans Auto bringen, es sind die letzten grossen Schritte, bevor auch in Maranello die ganze Entwicklungskapazität auf die neue Rennwagen-Generation 2026 verlagert wird. Der 40-jährige Hamilton im Fahrerlager des Red Bull Rings: "Ich bin sehr dankbar, dass wir hier Verbesserungen am Wagen haben. Ich weiss, wie sehr sich die Mitarbeiter ins Zeug gelegt haben, um einige Teile schon für Österreich fertig zu bringen, und dafür bin ich sehr dankbar." "Was ich noch nichts sagen kann, das ist, wie sehr sich das aufs Rennauto auswirken wird. Klar kenne ich die Zahlen, aber letztlich spürst du erst im Rennauto wirklich, was Sache ist. Ich erwarte jetzt nicht, dass sich alles auf einen Schlag verbessert und sich die Schwierigkeiten alle in Luft auflösen. Aber ich hoffe, dass es ein Schritt in die richtige Richtung ist." "Ich habe oft über meine Schwierigkeiten mit dem Wagen gesprochen, und ich will das nicht weiter vertiefen. Ich suche hier keine Ausreden. Wir lagen bis vor kurzem immerhin auf dem zweiten Platz in der Markenwertung. Aber wir hatten viele Probleme, seitens des Rennstalls, seitens des Fahrers." "Das Positive für mich ist: Wir machen Fortschritte, ich merke das, auch wenn es noch nicht für alle zu sehen ist. Das steht für mich auch nicht im Mittelpunkt. Mir ist wichtig, dass ich mit dem Team vorwärts komme." "Ich hatte kein übles Qualifying in Kanada, dann leider ein Problem im Rennen (Hamilton traf ein Murmeltier, dadurch war der Wagen beschädigt, M.B.) . Es sind sehr viele Dinge passiert, die kaschiert haben, wozu wir in der Lage wären. Hier in Österreich versuchen wir wie immer, das Beste aus unseren Möglichkeiten zu machen, und ich arbeite weiter hart mit den Ingenieuren daran, dass ich mich besser einbringen kann." "Parallel dazu läuft die Arbeit am 2026er Auto, damit wir verhindern können, im kommenden Jahr die gleichen Probleme nochmals zu haben, so wie etwa das Ausmerzen des lästigen Untersteuerns."
Kanada-GP, Circuit de Gilles Villeneuve 01. George Russell (GB), Mercedes, 1:31:52,688 h 02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +0,228 sec 03. Kimi Antonelli (I), Mercedes, +1,014 04. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +2,109 05. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +3,442 06. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, +10,713 07. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +10,972 08. Nico Hülkenberg (D), Sauber, +15,364 09. Esteban Ocon (F), Haas, +1 Runde 10. Carlos Sainz (E), Williams, +1 11. Oliver Bearman (GB), Haas, +1 12. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, +1 13. Franco Colapinto (RA), Alpine, +1 14. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, +1 15. Pierre Gasly (F), Alpine, +1 16. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, +1 17. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1 18. Lando Norris (GB), McLaren, + 4 * * ausgeschieden (Unfall), aber aufgrund der zurückgelegten Distanz gewertet Out Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, Aufgabe Alex Albon (T), Williams, Motorschaden
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WM-Stand (nach 10 von 24 Grands Prix und 2 von 6 Sprints) Fahrer 01. Piastri 198 Punkte 02. Norris 176 03. Verstappen 155 04. Russell 136 05. Leclerc 104 06. Hamilton 79 07. Antonelli 63 08. Albon 42 09. Ocon 22 10. Hadjar 21 11. Hülkenberg 20 12. Stroll 14 13. Sainz 13 14. Gasly 11 15. Tsunoda 10 16. Alonso 8 17. Bearman 6 18. Lawson 4 19. Bortoleto 0 20. Colapinto 0 21. Doohan 0 Konstrukteurspokal 01. McLaren 374 Punkte 02. Mercedes 199 03. Ferrari 183 04. Red Bull Racing 162 05. Williams 55 06. Haas 28 07. Racing Bulls 28 08. Aston Martin 22 09. Sauber 20 10. Alpine 11
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