Neues Rätsel Racing-Raritäten: Unterm gleichen Stern
Beim Rätsel Racing-Raritäten ist einer der elegantesten Rennwagen zu sehen, die in Amerika an den Start gingen? Wer ist hier unterwegs? Wo und wann ist dieses Bild geschossen worden?
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Meist aus dem Archiv unserer Partner der britischen Foto-Agentur Getty Images stellen wir jede Woche ein kleines Stück Motorsporthistorie vor. Das Vorgehen ist kinderleicht – sagen Sie uns, wer zu erkennen ist, wo und wann das Bild entstand (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und gewinnen Sie mit etwas Glück einen kleinen Preis. Bitte Namen, Adresse, Geburtsjahr und Telefonnummer nicht vergessen. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, 24.00 Uhr.
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Die Auflösung des letzten Rätsels: Der Brite Marino Franchitti (jüngerer Bruder des langjährigen IndyCar-Piloten Dario Franchitti) in Le Mans 2012, dort teilte er sich den ungewöhnlichen DeltaWing DWC 12-Rennwagen mit dem Deutschen Michael Krumm und dem Japaner Satoshi Motoyama. Der Wagen nahm dank einer Ausnahme-Regel für Experimental-Fahrzeuge am berühmtesten 24 Stunden-Rennen der Welt teil (ausser Konkurrenz), schied aber nach sechs Stunden unglücklich aus: Der führende Audi, zu diesem Zeitpunkt gelenkt vom Schweizer Marcel Fässler, wurde durch einen Nachzügler irritiert und ging vom Gas, der dahinter fahrende Kazuki Nakajima im Toyota wurde überrascht und wich nach rechts aus, leider fuhr dort der DeltaWing, am Lenkrad Motoyama.
Motoyamas Auto wurde in die Leitschiene geschubst, Lenkung und Vorderradaufhängung waren krumm, zwei Stunden Reparaturarbeit des tapferen Satoshi – um den Wagen vielleicht noch an die Box zurücklenken zu können – fruchteten nichts. Hinter dem Konzept des DeltaWing stand der frühere Lola-Designer Ben Bowlby. Als es vor rund 15 Jahren darum ging, ein neues Einheits-Chassis für die IndyCar-Serie zu finden, reichte Bowlby diesen aufregenden Vorschlag ein, finanziert vom früheren Rennfahrer und heutigen Rennstallbesitzer Chip Ganassi. Die IndyCar-Verantwortlichen sagten höflich "nein, danke", das Konzept war ihnen zu umwälzend. Sie gaben den Auftrag dem italienischen Rennwagenhersteller Dallara. Die Denke hinter dem DeltaWing: Mehr Leistungsfähigkeit nicht durch einen stärkeren Motor, sondern durch weniger Gewicht und aerodynamische Effizienz. Nissan lieferte dazu einen aufgeladenen 1,6-Liter-Motor. Nachdem der Weg in die IndyCar-Serie verbaut war, wurde der Wagen (mit Hilfe von Don Panoz und Nissan) in Le Mans an den Start gebracht, eingesetzt von Highcroft Racing. Nissan erhielt für das Engagement viel Werbewirksamkeit. Die Formen des DeltaWings liessen niemanden kalt. Der DeltaWing wurde in den folgenden Jahren unter Leitung von Don Panoz in den US-Serien ALMS (American Le Mans Series) und IMSA (International Motor Sports Association) eingesetzt. Als beste Platzierung kamen einige Achtungserfolge in Form von fünften Rängen zustande. 2013 wurde eine Coupé-Version gebaut, 2014 wurde das Auto in Road Atlanta Vierter. Der DeltaWing begeisterte bis Ende 2016 die Fans, dann konnte das Auto nach einer Änderung im Reglement nicht mehr eingesetzt werden. Damit zum neuen Rätsel: Fahrer und Rennwagen-Hersteller fuhren unter dem gleichen Stern. Machen auch Sie mit! Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist jeweils Sonntag der laufenden Woche, 24.00 Uhr.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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