Formel 1: Urteil zur Ferrari-Kollision

De Villota: «Ich wollte es erst nicht akzeptieren»

Von Vanessa Georgoulas
Maria de Villota bleibt dem Motorsport treu

Maria de Villota bleibt dem Motorsport treu

Die ehemalige Marussia-Testfahrerin Maria de Villota spricht über ihren Horror-Unfall.

Mit einem Kurzhaar-Schnitt und einer Augenklappe trat Maria de Villota heute erstmals wieder in der Öffentlichkeit auf. Die 32-jährige Madrilenin sprach in einer Pressekonferenz über ihren schweren Unfall vom Juli, bei dem sie nicht nur ihr rechtes Auge, sondern auch ihren Geruchs- und Geschmackssinn verlor. Die ehemalige Marussia-Testfahrerin war bei einem Aero-Test auf dem Flugfeld von Duxford (GB) mit der Laderampe eines Service-Lasters kollidiert und hatte sich dabei schwere Kopfverletzungen zugezogen.

De Villota erinnert sich: «Zu Beginn wollte ich nicht wahrhaben, dass ich mein rechtes Auge verloren hatte. Einer der Chirurgen, die mich operiert hatten, kam zu mir, und sagte: Maria, wir haben dein Leben gerettet. Es war hart, aber wir sind glücklich, dass wir es geschafft haben. Leider konnten wir dein rechtes Auge nicht retten. Da sagte ich: Sie brauchen doch beide Hände, um operieren zu können. Sehen sie, und ich bin Formel-1-Pilotin und brauche beide Augen. Dann sagte ich dem armen Mann, dass ich allein entscheide, ob mein Auge entfernt würde, als hätte er eine Wahl gehabt.»

Schnell sei ihr aber klar geworden, dass sie sich gut fühle und dass sie nun mehr sehe als zuvor: «Vor dem Unfall sah ich die Welt aus meinem Cockpit, ich hatte nur die Formel 1 vor Augen und sah nicht, worauf es im Leben wirklich ankam. Ich sehe jetzt mehr als vorher, erkenne das Wesentliche.»

Dem Motorsport will die Tochter des ehemaligen Formel-1-Piloten Emilio De Villota erhalten bleiben. In welcher Form das geschehen soll, steht noch in den Sternen: «Derzeit konzentriere ich meine Kräfte auf die anstehenden Operationen, ich weiss noch nicht, wie es danach weitergeht.»

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