Ferraris China-Partner: Weichai ist kein Weichei

Von Mathias Brunner
Formel 1
Grosser Bahnhof in Pudong

Grosser Bahnhof in Pudong

Vierjahres-Abkommen mit den Chinesen. Ferrari macht in Shanghai einen Knicks.
Neu ist die Nachricht nicht: Schon bei der Präsentation des neuen Formel-1-Ferrari am 1. Februar in Maranello war die Kooperation mit der chinesischen Weichai-Gruppe verkündet worden. Nun aber ist die auf mindestens vier Jahre ausgelegte Partnerschaft hier in Shanghai offiziell gemacht worden.

Ferrari wurde von den beiden Formel-1-Piloten Fernando Alonso und Felipe Massa, von Teamchef Stefano Domenicali sowie von Enzo Ferraris Sohn Piero repräsentiert. Sie alle traten im edlen Ballsaal des Shanghi-Là-Hotels im Stadtteil Pudong zum Knicks vor den Chinesen an, begleitet vom italienischen Generalkonsul in Shanghai, Vincenzo de Luca. Von Weichai trat der komplette Vorstand an.

Weichai ist wirtschaftlich alles andere als ein Weichei: Die Gruppe ist der führende Autoteile- und Maschinen-Hersteller Chinas, stellt aber auch selber Fahrzeuge her, ferner Baumaschinen, Boote und elektrische Generatoren. Weichai-Dieselmotoren treiben eine Unzahl von Fahrzeugen an. Die 2002 gegründete «Weichai Power Company Ltd.» gehört dem Staat China, hat ihren Sitz in Weifang (Shandong). Der Nettogewinn von Weichai Power im ersten Quartal 2012 betrug umgerechnet 123,8 Mio Euro.

China ist für Ferrari der zweitwichtigste Markt (nach den USA). In der PalaExpò von Shanghai ist eine permanente Ferrari-Ausstellung zu bestaunen, die Italiener werden bei der «Shanghai Auto Show» in der kommenden Woche eine grosse Rolle spielen.

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