Christian Horner: «Teams schuld an Kostenexplosion»

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Christian Horner muss viel Geld finden

Christian Horner muss viel Geld finden

Red-Bull-Racing-Teamcherf Christian Horner findet, die Teams sollten sich an die eigene Nase fassen, dass sie die Kostenexplosion, die 2014 auf sie zukommt, nicht gestoppt haben.

Die neuen Turbomotoren, die ab der kommenden Saison die Formel-1-Autos antreiben, mögen für Techniker und Fahrer eine schöne und auch willkommene Herausforderung darstellen, bei den Teams an sich fordern sie aber hauptsächlich die Finanzen heraus. Die 1,6 Liter V6-Motoren mit ihrem neuartigen Energierückgewinnungssystem kosten fast doppelt soviel wie die bisherigen V8-Aggregate.

Anstatt der 25 Millionen Euro, die die Teams bisher für die Motoren pro Jahr hinblättern mussten, müssen sie künftig zirka 40 Millionen springen lassen. Das sind schon mal 15 Millionen mehr, die die anderen Preissteigerungen aber noch nicht beinhalten. Nach Meinung einiger Teams sollte das für das Weltmeisterteam Red Bull Racing zwar kein Problem sein, der Teamchef der Bullen meint jedoch, die Teams seien selber schuld, wenn die Kosten nun so stiegen.

«Jetzt ist es allerdings etwas spät. Die Kosten werden erheblich steigen», sagte Horner gegenüber ESPN. «Die Motoren sind viel teurer, und sie dann auch noch zu unterhalten – alleine die Rechnung für den Kühler wird nächstes Jahr im Vergleich zu diesem wahrscheinlich doppelt so hoch sein.» Dazu kämen die vier Tests während der Saison. «Da müssen sich die Team ganz alleine selbst die Schuld geben, denn jede Regeländerungen, die nächstes Jahr in Kraft tritt, hat eine dramatische Auswirkung auf die Kosten. Wir können die Köpfe in den Sand stecken und uns um Nebensächlichkeiten streiten, solange wir uns aber nicht mit dem Grundproblem befassen, ist das nur Augenwischerei.»

Horners Team hat dabei jedoch einen großen Vorteil gegenüber kleinen Teams, die am hinteren Ende des Feldes fahren: Red Bull Racing fällt es relativ leicht, neue Sponsoren an Bord zu holen und sie bekommen auch mehr Preisgelder als die kleinen Rennställe. «Für uns könnte die Kostensteigerung nächstes Jahr um die 25 bis 40 Millionen Euro betragen», gestand der 40-Jährige. «Die müssen wir finden, denn Red Bull wird dieses Defizit nicht decken. Daher haben wir auch viel mehr Partneraufkleber auf dem Auto.»

«Glücklicherweise hatten wir Erfolg und konnten gute Partner anziehen und gutes Preisgeld bekommen, wenn man aber weiter hinten in die Startaufstellung schaut, dann muss es unmöglich sein, die steigenden Kosten mit den Einnahmen abzudecken.»

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