Bergring Teterow: Balsam für Katts geschundene Seele

Von Michael Schubert
Grasbahn

Beim Bergringrennen in Teterow stiegen mit Stephan Katt und Matthias Kröger zwei Schleswig-Holsteiner auf das Siegerpodest und sorgten mit ihren Auftritten für Begeisterung bei den mehr als 15.000 Zuschauern.

Ausgerechnet Stephan Katt sorgte mit seinem Sieg im Lauf um den Bergringpokal für die größte Überraschung, als er Lokalmatador Enrico Janoschka in der 95. Auflage dieses Prestigelaufes hinter sich lies. Katt: «Ich wusste, dass Enrico verdammt schnell ist und es wurde am Ende ein verbissen geführter aber fairer Zweikampf.»

Dauersieger Janoschka, der zuvor den zweiten Hauptlauf, das Rennen um das «Grüne Band», für sich entscheiden konnte, zollte seinem Konkurrenten aus Neuwittenbek höchsten Respekt: «Klar hätte ich auch in diesem Jahr gern den Bergringpokal gewonnen, doch Stephan hat sich den Sieg verdient. Ich gönne ihm diesen Erfolg von ganzem Herzen.»

Für den gebürtigen Kieler ist der Erfolg auf dem Bergring wie Balsam auf der zuletzt arg geschundenen Rennfahrerseele: «Es lief in den letzten Wochen bei mir wirklich schlecht. Nach den Stürzen in Landshut und Scheeßel, dem verpatzten WM-Start in Herxheim und den vielen technischen Defekts die ich zu verkraften hatte, ist dieser Sieg für mich besonders wertvoll.»

Gut lief es auch für Matthias Kröger. An seinem 46. Geburtstag belegte das Urgestein des MSC Brokstedt den zweiten Rang im Rennen um das «Grüne Band». Für Kröger, der einst als einer der ersten westdeutschen Fahrer nach der politischen Wende in Teterow an den Start ging, schließt sich mit diesem Erfolg der lange Kreis seiner Gastspiele in der Mecklenburgischen Schweiz. Kröger: «Dieser zweite Platz ist meine bisher beste Platzierung auf dem Bergring.» Dabei lag er direkt nach dem Start in Führung, musste sich dann allerdings einer Attacke Janoschkas geschlagen geben.

Ergebnisse «Bergringpokal»:

1. Stephan Katt
2. Enrico Janoschka
3. Roberto Haupt

Ergebnisse «Grünes Band»:

1. Enrico Janoschka
2. Matthias Kröger
3. Paul Cooper

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