Formel 1: Erster Alpine-Fahrer steht fest

Valentino Rossi fährt in Catalunya auf Platz sechs

Von Oliver Müller
Der Audi R8 LMS GT3 evo II vom Team WRT

Der Audi R8 LMS GT3 evo II vom Team WRT

Zusammen mit den Teamkollegen Frédéric Vervisch und Nico Müller beendet der neunmalige Weltmeister das 3h Rennen in Catalunya auf Platz sechs. Damit gab es zum Saisonende nochmals ein starkes Ergebnis für Rossi.

Die erste volle Saison von Valentino Rossi im Automobilsport ist beendet. Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya, den «Il Dottore» natürlich noch bestes aus der MotoGP kennt, absolvierte die GT World Challenge Europe das Saisonfinale 2022. Und dabei gab es für Rossi und seine beiden Teamkollegen Frédéric Vervisch aus Belgien und Nico Müller aus der Schweiz im rund 585 PS starken Audi R8 LMS GT3 evo II vom Team WRT nochmals einen sechsten Platz.

Am Sonntagmorgen fand zunächst noch die Qualifikation statt. Die ist in der GT World Challenge Europe in drei Abschritte aufgeteilt, die jeweils von einem Piloten pro Auto bestritten werden. Am Ende wird aus der jeweiligen Bestzeit pro Fahrer ein Durchschnitt gebildet, der zur Ermittlung der Startaufstellung herangezogen wird. Rossi/Vervisch/Müller schafften eine kombinierte Zeit von 1:45,073 Minuten, was Platz zwölf bedeutete. Die Pole-Position ging mit 1:44,558 Minuten an einen Ferrari.

Wie schon beim letzten Endurance-Rennen Anfang September in Hockenheim wurde Rossi auch diesmal die Ehre zuteil, als Startfahrer des Trios antreten zu dürfen. In einer turbulenten Startphase schlug sich der 43-Jährige nicht schlecht. Er machte gleich zwei Positionen gut und beendete die erste Runde in den Top Zehn. Danach kämpfte er einige Zeit sehenswert mit einem Markenkollegen um die neunte Position, fand jedoch keinen Weg vorbei.

Rossi machte während seines Stints einen guten Job und konnte seine Qualitäten unter Beweis stellen. Nach knapp einer Stunde übernahm dann Nico Müller den Audi. Der Schweizer machte in seinem letzten Rennen für das Team WRT einen weiteren Platz gut, bevor Vervisch für den Schluss-Stint in den Audi stieg. Der offizielle Audi-Sport-Pilot konnte noch auf Rang sechs vorfahren. Der Sieg ging an Klaus Bachler, Alessio Picariello und Matteo Cairoli im Porsche 911 GT3 R von Dinamic Motorsport, die das Rennen von Startplatz zwei aus begonnen hatten.

Für Valentino Rossi ging die erste volle Saison in der GT World Challenge also mit einem weiteren Ergebnis im Vorderfeld zu Ende. Sowohl in den Sprint-Rennen als auch im Langstreckenformat gab es in diesem Jahr als bestes Ergebnis einen fünften Platz für «Il Dottore». Rossi zeigte während der Saison eine steile Lernkurve und konnte sich gegen die Automobil-Profis behaupten. Das ist in den letzten Jahren nicht allen Motorradpiloten im Autorennsport gelungen. Somit kann sein Performance über die Saison als absolut beachtlich bewertet werden. Aller Voraussicht nach wird Rossi auch 2023 wieder in der GT World Challenge Europe antreten und wohl auch für das Team WRT fahren. Die finale Bestätigung hierzu steht aber noch aus.

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