IDM News: BMW, Lohnfortzahlung und Teuchert-R1

Von Esther Babel
IDM

Die Piloten der IDM warten noch immer auf das Go der Organisatoren aus Stuttgart. Solange spielt sich die Meisterschaft auf diversen Nebenschauplätzen ab. Mit Training, Durchhalteparolen und Verkäufen.

Aktuelle IDM-Termine und vor allem bestätigte sind derzeit noch nicht verfügbar. Auf der Liste der übrig gebliebenen Events stehen nach wie vor Assen, Lausitzring und Hockenheim. Solange muss man sich damit begnügen, was neben der Rennstrecke passiert.

BMW Cup in der Warteschleife

Nichts Genaues weiß man nicht. So geht es aktuell auch dem BMW Boxer Cup, der 2020 wieder das Rahmenprogramm der IDM bestreiten sollte. «Zahlreiche Corona-Bestimmungen prägen noch immer unser alltägliches Leben und haben leider – nach wie vor - auch große Auswirkungen auf unseren Sport», erklären aktuell auch die Organisatoren um Benny Wilbers. «Die Bundesregierung hat das Verbot von Großveranstaltungen vor kurzem bis Ende Oktober verlängert. Was bedeutet das nun für uns?»

«Nach mehrfacher Rücksprache mit der IDM-Organisation ist diese nach wie vor gewillt, Rennveranstaltungen zu planen und durchzuführen», heißt es weiter. «Derzeit geht man davon aus, dass Assen Mitte August stattfinden kann. Allerdings scheinen die Events, auch Lausitz und Hockenheim, nach jetzigem Stand nur ohne Zuschauer realisierbar zu sein. Wir müssen dennoch die offizielle Termin-Bestätigung der IDM-Organisation abwarten. Immerhin könnt ihr bei diversen Trainings-Anbietern schon wieder fleißig auf der Rennstrecke trainieren.»

«Wir halten euch auf dem Laufenden und melden uns», versprechend die Macher. «Sobald neue Fakten einen Saisonstart in Aussicht stellen. Sportliche Grüße vom Wilbers BoxerCup Team.»

Pirelli sammelt Powershots

Wer sich selbst den Kunden und Followern von Reifenhersteller Pirelli vorstellen will, hat derzeit in der rennfreien Zeit leichtes Spiel. Letzte Woche landete so der IDM-Supersport-300-Pilot Till Belcykowski unter dem Hashtag #Nachuchstalent auf der Facebook-Seite von Pirelli und deren 977.000 Followern.

«Unser heutiger #PirelliPowershot kommt von Till Belcykowski», war dort zu lesen. «Till ist 15 Jahre jung und geht mit einer KTM RC 390 R von KTM Team West und unseren SupercorsaSC in der IDM SSP300 an den Start. Sein Ziel: In der Führungsgruppe ab und an mithalten zu können. Wir drücken Till und allen Piloten der Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft - IDM die Daumen!»

Und sogleich folgt die Aufforderung zum Mitmachen: Du hast auch ein cooles Bild mit Deinem Bike? Dann schicke uns für Posts auf unserer Seite eine Nachricht, tagge@pirellimotorrad oder nutze den Hashtag #PirelliPowershot.» (Quelle: Facebook)

Kawasaki Deutschland und Emil Weber zahlen

Erwan Nigon könnte für den Re-Start von Langstrecken-WM und IDM Superbike kaum motivierter sein: Zum einen hat wohl noch nie ein unverletzter Spitzenathlet in seiner Karriere so lange tatenlos zuhause rumgesessen, wie im ersten Halbjahr 2020. Zum anderen haben Kawasaki Deutschland und Nigons IDM-Team von Emil Weber auch eine Überraschung für den Franzosen in petto gehabt: Importeur, Weber und Nigon einigten sich über einige Sonderzahlungen ohne Leistungserbringung auf der Strecke, um den Lebensunterhalt des Franzosen zu sichern.

«Ich habe sehr viel trainiert», erklärt Nigon auf kawasaki.racing.de. «Ich glaube, ich bin so gut vorbereitet, wie noch nie in meiner Karriere zuvor, denn ich habe viel auf dem Home-Trainer gesessen und viel Krafttraining gemacht. Ich bin auch viel gelaufen. Ich bin fit und ich denke, dass ich auf einem guten Level bin. Le Mans, ja, das wird ohne Zuschauer stattfinden und das wird schon eine komische Stimmung sein. Aber es ist, wie es ist. Mir tut es für die Fans natürlich sehr leid, aber für meinen Job ändert das nichts - ich reiße das Gas mit rechts auf, das ändert nichts. Vielleicht wird aber das Wetter ja etwas anders, als sonst im April. Wir müssen es nehmen, wie es kommt und ich freue mich einfach darauf, endlich wieder zu fahren - das wird das erste Event dieses Jahr.»

«Was die IDM angeht», erlärt Nigon weiter, «da ist für mich die Lage noch nicht ganz klar. Derzeit haben wir noch keine Tests geplant. Wir werden Lösungen suchen, wenn es so weit ist. Es ist nicht einfach, die IDM und die EWC unter einen Hut zu bekommen, wenn die Termine kollidieren sollten - besonders, wenn alle Rennserien alles am Ende des Jahres unterbringen wollen und müssen. Das ist nicht leicht. Aber ich denke, dass wir für alles eine gute Lösung finden werden in den kommenden Tagen.»

«Das ist ein richtig gutes Team», sagt der Franzose über die Kombi Kawasaki plus Weber. «Sie sind absolut fair und entgegenkommend zu mir gewesen und haben mich dennoch bezahlt, damit auch ich meine Rechnungen bezahlen konnte und kann. Als Fahrer ist das Leben manchmal schwer, denn seit Dezember hatte ich kein Racing-Salär mehr erhalten. Da ist es für mich richtig schwer, ein normales Leben zu leben, darum bin ich mehr als dankbar, dass Kawasaki Deutschland und Emil Weber mir so entgegenkommen sind. Das ist mehr als fair und ich bin absolut dankbar dafür - und vor allem absoluter Respekt. Vielen, vielen Dank.»

Jörg Teuchert bietet R1 an

Mit einer Yamaha wurde Jörg Teuchert im Jahr 2000 Weltmeister in der Supersport 600. Inzwischen betreibt er erfolgreich ein Fahrrad-Geschäft in Hersbruck. Aufs Motorrad steigt er immer noch, aber nicht mehr sooft. Eines seiner Motorräder steht nun zum Verkauf.

«R1 RN32 zu verkaufen», steht au seiner Facebook-Seite. «Das Motorrad ist bei WM Motorsport in Köln komplett neu aufgebaut worden, Rahmen neu lackiert, Schwinge geändert für längeren Radstand, Motor ist von MGM (Galinski). Das Motorrad ist ca. 4000km gelaufen. Ist a bissl was dran gemacht, siehe Diagramm. KIT ECU, Gabel mit Öhlins Open Cartridge, Öhlins TTX Dämpfer. Carbonverkleidung mit neuem Unterteil. H2O Kühler, Gilles Lenker, ABM Brems-und Kupplungshebel (Wurden von mir persönlich entwickelt) Kurzweggassgriff und noch a paar Kleinigkeiten..... Krümmer Original mit Zwischenrohr für Acrapovic Schalldämpfer und Db Eater auf 98 Db. Kette ist fast neu.»

«Es handelt es sich um das Siegermotorrad der 1000km Hockenheim 2019», verrät Teuchert noch. «Das Motorrad wurde überwiegend zum Instruieren genutzt. Logischerweise hat das Motorrad ein paar Gebrauchsspuren. Natürlich ist auch der Fahrzeugbrief dabei.
Meine Preisvorstellung für das Moped wären 13 500 Euro.»

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