IDM-Supermoto mit Puffe, Jähnig und Finsterbusch

Von Esther Babel und Thomas Deitenbach
IDM

Julian Puffe aus der IDM Superbike, Jan-Ole Jähnig aus der Supersport 300-WM und Toni Finsterbusch aus der Langstrecken-WM unternahmen einen Ausflug nach Eger und schlugen sich wacker. Diverse Stürze inklusive.

In Tschechien ging die Deutsche Supermoto-Meisterschaft los und drei alte Bekannte aus der IDM machten sich auf, um mal ihr Können auf und neben der Straße unter Beweis zu stellen. Vorher trainiert hatten sie schon gemeinsam, doch am vergangenen Wochenende galt es nun, das frisch Gelernte auf die Strecke zu bringen. Julian Puffe und Toni Finsterbusch waren bisher in der IDM Superbike unterwegs und fuhren auch schon in der Langstrecken-Weltmeisterschaft gegeneinander. Jan-Ole Jähnig war nach seinem IDM-Titel in die WM gewechselt und wird auch in diesem Jahr für das Team Freudenberg in der WM an den Start gehen.

«Die Jungs waren gut drauf und haben das cool gemacht», kommentierte Moderator Thomas Deitenbach die Show der IDM- und WM-Piloten. «Drei Mann, drei Motorräder, ein Zelt und ein Transporter, in dem auch gepennt wurde. Am Freitag beim freien Training pure Verzweiflung. Puffe hatte erklärt, selbst wenn ich bei Start und Ziel auf den Vorderreifen schaue, ist da noch Dreck drauf. Auch Finsterbusch bestätigte, nur zu rutschen.» Nach Beratung durch den Supermoto-Piloten Jan Deitenbach und Reifenhersteller Metzeler, der Schwestermarke von Pirelli, dort war sogar Renndienst Chef Björn Lohmann vor Ort, wurde dann mal langsam auf passende Reifen umgerüstet.

Nach dem Qualifying war Finsterbusch der beste Mann, wohl auch, weil er auf Supermoto-Erfahrungen aus dem MZ Youngster-Cup 2004 zurückgreifen konnte. Im ersten Lauf war Finsterbusch allerdings im Kampf um Platz 8 gestürzt, kämpfte sich dann aber bis ins Ziel.

«Jan Deitenbach zu schlagen war natürlich auch Glück», erklärte Puffe nach den Rennen. «Obwohl er mich auf den letzten Metern fast eingeholt hätte. Aber es war mal ganz cool, auch diese Serie kennenzulernen. Wir haben uns bisschen schwergetan, nachdem wir gleich in S1 gesteckt worden waren und haben uns dann langsam an den Off-Road-Teil rangearbeitet. Das mit dem Off-Road hat mir auch bis zum Schluss noch Probleme bereitet. Ja, Platz 12 und 13 ist jetzt nicht so mega gut. Aber es war okay. Hauptsache heile geblieben. Jetzt kann ich meine nächsten Tests für die IDM Superbike in Angriff nehmen.»

Einen Sturz hatte Puffe fabriziert, aber ohne größeren Schaden an Mensch und Maschine vermelden zu müssen. Jan-Ole Jähnig brauchte da zum Zählen schon bald zwei Hände. «Ich glaube vier oder fünf», gestand der Supersport-300-WM-Pilot im Interview. Das Gefeichse seiner Teamkollege Puffe und Toni Finsterbusch war nach dem Geständnis deutlich zu hören. «Auf jeden Fall mal eine interessante Erfahrung», beurteilte Jähnig den Ausflug. «Der Dreck auf der Strecke war für uns eigentlich die schwierigste Angelegenheit. Auch den Reifen dann wieder sauber zu kriegen. Mit den Slicks im Off-Road war auf jeden Fall verdammt schwierig. Aber von Metzeler kam eine Top-Beratung, kann man nur weiterempfehlen.»

Toni Finsterbusch war der einzige des Trios mit Supermoto-Erfahrung und landete im ersten Lauf gleich mal in den Top Ten. Ein Ergebnis, das auch im zweiten Lauf möglich gewesen wäre, doch ein tschechischer Konkurrent kam dem Sachsen dazwischen. «Mein Start in den zweiten Lauf war leider richtig schlecht», so sein Bericht. «Ich war ganz weit hinten und habe mich dann sukzessive nach vorne geschoben. Dann kam eben der Tscheche. Wir hatten eine kleine Berührung, dabei ist mein Hinterrad kaputtgegangen. Und da war ich ohne Hinterradbremse und das ist gerade im Off-Road ein wenig gefährlich.» Normalerweise ist Finsterbusch für das Team GERT 56 um Karsten Wolf unterwegs. Der Teamchef wurde erst im Anschluss über die Resultate informiert. «Ich schätze», so Finsterbuschs Vermutung, «dass er mit Lauf 1 zufrieden sein wird.»

Die Abschlussbenotung kam von Supermoto-Pilot Jan Deitenbach. «Die Jungs machen sich am Anfang alle viel zu sehr einen Kopf», erklärt der Husqvarna-Pilot. «Sie sind gut gefahren, haben ein paar Leute hinter sich gelassen und konnten mitkämpfen. Toni kann das ja eh, von damals noch. Die können hier ruhig öfters mal mitfahren.»

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