Pitbike immer mehr im Kommen – auch bei IDM-Piloten

Von Esther Babel
IDM

Valentino Rossi tut es, Marc Marquéz auch. In Zeiten von Corona und geschlossenen Rennstrecken kommt das Heizen mit Pitbikes auf der Kartbahn immer mehr in Mode. Spaß plus Trainingseffekt in einem.

Die ersten Tests auf den verschiedenen Rennstrecken sind inzwischen schon wieder möglich. Auch die ersten Rennen sind in Aussicht. Doch was tut man, wenn man zu Beginn der Corona-Lockerungen gerne fahren will und noch nicht wirklich was geht. Man steigt aufs Pitbike. Immer mehr Profis nutzen die Möglichkeit, sich auch über den Winter auf zwei Rädern fit zu halten. Die Pitbike-Welle schwappt zunehmen auch nach Deutschland.

Dario Giuseppetti – Trainieren wie die Pros

Der Berliner, der früher in der WM und der IDM selber am Gasgriff zupackte, hat nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn sein Hobby zum Beruf gemacht. In seiner Moto-Race-Academy, die Events in Spanien und aktuell auch im deutschen Jüterborg anbietet, kann man unter anderem alles übers Pitbiken lernen.

«Kombiniertes Theorie- und Praxistraining - Freies Fahren», lautet das Angebot. «Inklusive Fitness-Coaching für optimale körperliche und mentale Racing-Verfassung. Schritt für Schritt zum gewünschten Ziel. Wir arbeiten auf direkte Ergebnisse und Erfolge hin. Weg vom Bullshit, direkt vom Racer. Professionelles Training für Rennstrecken-Einsteger, Fortgeschrittene bis Profi-Racer. Personalisierte Pakete, um den bestmöglichen Trainingseffekt zu erzielen. Alter und Erfahrung spielen keine Rolle. Grundlagen schaffen für die Rennstrecke. Blickführung, Hanging Off, Schräglagentraining, Anbremsen, Rennhaltung, Knieschleifen, Linienführung stehen auf dem Lehrplan.

Infos unter: Pitbike mit Giuseppetti

Lukas Tulovic – Pitbike mega perfekt

Der Moto2-Pilot vom Team Kiefer macht sich gleich bereit für zwei Meisterschaften. Die EM und den MotoE Worldcup. Auch der Besuch auf der Kartbahn ist da angesagt.

«Ein Pitbike auf einer Kartbahn ist ein total geiles Trainingsmittel, man kann viel damit lernen. Es macht höllisch Spaß. Dieses Mal mit den IDM-Piloten Marco Fetz, Basti Ubl und mit Christof Höfer, da sind wir zu viert zusammengefahren. Das war richtig cool und ein geiles Training. Aber auf einer Moto2 zu sitzen und das auf einer großen Strecke ist schon nochmal was ganz anderes. Als Training ist das Pitbike mega perfekt. Aber Moto2 auf der Rennstrecke ist nochmal eine ganz andere Hausnummer.»

Bastian Ubl – vom Pitbike in die IDM STK 600

«Es sind alle Vorschriften beachtet worden», erklärt IDM Superstock-600-Pilot Bastian Ubl, der sich zum Pitbike Training in der F73-Academy in Oppenrod eingefunden hatte. «Die Leute haben sich an die Regeln gehalten und hatten Schutzmasken auf. Wenn einer keine eigene hatte, dann wurde ihm eine gestellt. Genauso wie Desinfektionsmittel. Die Zelte wurden so gestellt, dass man immer zwei Meter Abstand hatte und es durften jeweils nur zwei Personen mit. Auch da hat sich jeder an die Regel gehalten. Es wurde auch von keinem rumgemeckert oder so. Ansonsten war es eine sehr runde Veranstaltung, hat alles geklappt. Zusammen mit Lukas und Marco hatten wir ein ähnliches Tempo und auch ein paar schöne Fights.

Verlernt hatte ich jetzt nichts. Ich hatte das Glück, im März nochmal auf dem Motorrad gesessen zu sein und zu trainieren. Ich bin in der letzten Zeit auch viel Minibike gefahren und jetzt eben Pitbike zusammen mit Lukas, Marco und Fifty. Auch mit dem Minibike und mit guter Konkurrenz auf hohem Niveau. Einfach wieder ein bisschen fighten zu lernen. Es war ein echt schönes Event. Und ich hoffe, dass es jetzt losgeht mit der IDM, ich kann’s kaum erwarten.»

Marco Fetz – erst Pitbike dann GSX R 1000

«Mein Pitbike-Ausflug war ein echtes Abenteuer», erklärt der IDM-Superstock-600-Sieger aus dem Jahr 2018. «Tolle Leute, mega Veranstaltung von Fifty und tolles Wetter. Es hat natürlich am Anfang ein bisschen gedauert, aber wenn man mal wieder den alten Flow gefunden hat, hat es wieder richtig Spaß gemacht. Und wir hatten mega Spaß und haben uns immer gegenseitig überholt und konnten natürlich voneinander lernen. Noch dazu war es cool Lukas Tulovic mal wieder zu sehen bzw. mit ihm zu fahren, da wir zusammen im ADAC Mini Bike Cup gefahren sind.»

«Ansonsten ein großes Lob an Fifty und sein Team, die die Veranstaltung so gut es eben unter den Hygienevorschriften ging, durchgeführt haben», erklärt Fetz. «Ich werde auf jeden Fall wieder zum Pitbiken kommen.»

Jonas Folger – Lernen vom Könner

Neben seiner eigenen Laufbahn auf den großen Rennstrecken dieser Welt, gibt der Bayer sein Wissen auch an jedermann weiter. Zu buchen über seine Website.

Das Fahren mit Pitbikes birgt aufgrund des geringen Topspeeds und der Nähe zum Boden relativ wenig Verletzungsrisiko und ist somit auch für den ehemaligen MotoGP-Piloten kein Problem. Fakt ist: Die fahrerischen Fertigkeiten auf dem Pitbike sind essentiell für das sichere Steuern grosser Motorräder. Viele Top-Stars wie Weltmeister Marc Márquez trainieren auch heute noch regelmässig auf Pitbikes.

«Wir veranstalten Pitbiken mit Leihbikes und eigenen Bikes in zwei Leistungsgruppen», so die Organisatoren um Folger. Firmenveranstaltungen und Gruppenevents auf Anfrage.
Wo? Auf der Kartbahn Ampfing, LKR Mühldorf am Inn. «Es gibt elektronische Zeitnahme (drei Sektoren), Ampelsteuerung, Flutlicht und Renntower. 1063 m Streckenlänge und
10-12 m Streckenbreite. Modernste Sicherheitsstandards.»

Infos: Pitbike mit Folger

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