Jonas Folger (Yamaha): Zurück im Rennfahrer-Alltag

Von Esther Babel
IDM Superbike

Irgendwann geht auch die längste Corona-Auszeit mal zu Ende. Für den ehemaligen MotoGP-Piloten, der jetzt in der IDM Superbike angeheuert hat, ging die Saison 2020 in Oschersleben mit der R1 endlich los.

Lange musste Jonas Folger warten, bis er sein neues Team Bonovo Action by MGM Racing um Besitzer Jürgen Röder und Techniker Michael Galinski endlich komplett kennenlernen konnte. Sie wollten eigentlich schon im März mit den Vorbereitungen für die diesjährige IDM Superbike Saison beginnen. Doch wegen der komplizierten Situation durch die Corona-Pandemie mussten alle Pläne, inklusive Meisterschaftskalender, komplett umgeschmissen werden.

Diese Woche war es aber endlich soweit. Der 26-jährige Rennfahrer aus Oberbayern und seine neu zusammengestellte Technik-Crew nahmen an einem exklusiven Track-Day in der Motorsportarena Oschersleben teil. Der eintägige Aufenthalt in Sachsen-Anhalt verlief sehr erfreulich. Folger konnte sich schnell in seiner neuen Umgebung einleben und hatte sich auch im Handumdrehen an sein neues Arbeitsgerät gewöhnt.

«Ehrlich gesagt hätte ich mir die Rückkehr in den Rennalltag anders gewünscht», meinte er nach der langen Zwangspause. «Wegen der momentanen Umstände konnten wir erst in dieser Woche unsere Arbeit auf der Rennstrecke beginnen. Der Test in Oschersleben war daher aus mehreren Gründen sehr wichtig und interessant. Es war das erste Zusammentreffen mit dem gesamten Team, sowie auch der erste Einsatz mit der neuen Rennmaschine. Zudem bin ich zuvor noch nie in Oschersleben gefahren. Zum Glück hat das Wetter einigermassen mitgespielt. Am Ende des Tages waren es nicht ganz 100 Runden, die wir abgespult haben. Es war ein in vielerlei Hinsicht produktives Rollout.»

«Michael Galinski hat eine sehr professionelle Mannschaft zusammengestellt», lobt Folger. «Ich würde sogar behaupten, dass die Arbeitsweise des Teams auf WM-Niveau ist. Das war natürlich für den Anfang eine große Hilfe. Der Tag verlief daher reibungslos, wir konnten bis zum Ende gute Fortschritte machen. Hauptsächlich haben wir uns mit der Elektronik beschäftigt. Obwohl mir das Yamaha-Superbike nicht fremd ist, ist dieser Part noch ein wenig gewöhnungsbedürftig für mich. Trotzdem waren die Rundenzeiten zum Schluss sehr ansprechend. Bis zum Start der Meisterschaft haben wir aber noch Arbeit vor uns. Hoffentlich können wir bald in der IDM mit den ersten Rennen loslegen. Das Rennfahren fehlt mir schon gewaltig. Auf der anderen Seite steigt unsere Zuversicht, dass es mit den zwei geplanten Wildcards in der Superbike-WM funktionieren könnte. Auf Anfrage des Teams für die Events in Barcelona und Misano sind jedenfalls positive Zeichen zurückgekommen.»

«Gott sei Dank hat es nach den anfänglich strengen Sicherheitsvorkehrungen schon erste Lockerungen im vergangenen Monat gegeben», zeigte sich der Oschersleben-Neuling erfreut. «Daher habe ich Mitte Mai praktisch die erstbeste Gelegenheit für ein Fahrtraining auf dem Red Bull Ring in der Steiermark genutzt. Ursprünglich waren zwei Tage geplant, doch wegen schlechten Wetters fiel der zweite ins Wasser. Ich bin damals mit meiner privaten Yamaha gefahren und nach der langen Pause war der Spaß auf der Strecke riesig. Das Fahrtraining auf einer Strecke wie in Spielberg wieder aufzunehmen, war in jeder Hinsicht ein Genuss und hat sich doppelt bezahlt gemacht. Es war auch Marcel Schrötter dabei, der eine große Hilfe war, um mit jemand auf gleichem Niveau schnelle Runden drehen zu können und so das Gefühl für den Speed zu bekommen. Obwohl ich an diesem Tag nur ca. 50 Runden gefahren bin, war danach ein Muskelkater zu spüren. Trotzdem war es die perfekte Gelegenheit, da ich gleichzeitig auch meine neue Alpinestars-Rennkombi für diese Saison einfahren konnte. An dieser Stelle einen großen Dank an Mandy Kainz, der uns zu diesen Track-Days eingeladen hat. Wenig später durften Profi-Sportler auch in Bayern wieder im Freien trainieren. Daher ging es gleich mit den Pit-Bikes nach Ampfing. Seither habe ich dort oft mit Marcel und Sandro Cortese trainiert. Jetzt hoffe ich aber, dass wir bald wieder zur Normalität zurückkehren und die Arbeit mit meinem Team auf der Rennstrecke fortsetzen können.»

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