Michael Galinski: IDM-Technik 2020 und die Pläne 2021

Von Esther Babel
IDM Superbike
Mit acht Siegen in Serie holte das Team Bonovo action by MGM Racing mit seinem Fahrer Jonas Folger und der Yamaha R1 den Titel in der IDM Superbike. Die Kombi aus Technik und Fahrer machten den Erfolg möglich.

Im Jahr 2015 rückte das Team MGM von Michael Galinski mit der neu aufgelegten R1 aus und tut dies bis heute, nach Piloten wie Florian Alt, Lukas Trautmann und Max Neukirchner. Mit Stefan Nebel und Jörg Teuchert hatte Galinski bereits mit dem Vorgänger-Modell der R1 jeweils den Titel in der IDM Superbike klargemacht. In dieser Saison holte das Team Bonovo action by MGM Racing mit Jonas Folger alle acht Siege in der IDM Superbike. Dabei setzte der ehemalige MotoGP-Pilot bei den Rundenzeiten neue Massstäbe. Auch seine Konkurrenten waren flotter unterwegs als noch im Vorjahr. «Seit 2015 gab es bei der Elektronik jedes Jahr ein Update», erklärt Galinski die Entwicklung. «Auf 2020 war der Entwicklungsschritt dabei am größten. Man konnte unter anderem die Motorbremse feiner einstellen. Wie man auch viele andere Dinge in kleineren Abstufungen einstellen konnte.»

«Das neue Motorrad für die Straße hat schon fünf PS mehr», schildert Galinski seine Erfahrungen. «Dann ist das bei der Rennstrecken-Version ja auch so. Das half schon auch ein bisschen, den Abstand zu BMW zu verringern.» In den letzten Jahren hatte man stets hinter BMW und der Mannschaft von Werner Daemen das Nachsehen, der erst Markus Reiterberger erfolgreich ins Titelrennen schickte und sich anschließend die Dienste des Ukrainers Ilya Mikhalchik sicherte, der gleich zwei Titel in Folge für das belgische BMW-Team einfuhr. Für Yamaha blieben in den vergangenen Jahren lediglich Achtungserfolge. Jetzt hat sich das Blatt gewendet.

«Durch die besseren Abstimmungsmöglichkeiten», erklärt Folgers Teamchef, «hatte man jetzt auch bessere Möglichkeiten, aus der Kurve rauszubeschleunigen und dadurch auch mehr Speed auf die Gerade mitzunehmen. Beim Top Speed sind wir der Konkurrenz deutlich nähergekommen.» Dass er mit Jonas Folger einen erfahrenen Piloten mit einem hohen Grundspeed draufsetzte, tat sein Übriges.

«Ich zolle Jonas absoluten Respekt», erklärt Galinski. «Er hat zu Beginn der Saison klargemacht, dass er von der IDM zurück in die WM will und er dafür in der IDM eben einfach jeden schlagen muss. Und das hat er dann auch gemacht. Er war besser als alle anderen, die unterwegs waren und gehört jetzt in die WM.» Aktuell wird eifrig am Aufstieg gearbeitet. Sein IDM-Engagement würde Galinski dennoch gerne weiterfortsetzen. «Dazu müssen wir uns einen guten Mann für die IDM holen», grübelt er. «So dominant wie Jonas wird dieser wohl eher nicht sein.»

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