Valentin Debise: IDM-Wiedersehen mit Cortese-Ersatz?

Von Esther Babel
IDM Superbike
Verträge hat der Franzose für die kommende Superbike-Saison aktuell noch nicht unterschrieben. Aber nach einer erfolgreichen Corona-Saison inklusive IDM-Podestplatz steigt das Interesse an Debise.

Valentin Debise ist schon gut rumgekommen in seiner Karriere. Der Franzose, der im Februar 29 Jahre alt wird, ist alleine in der Französischen Meisterschaft alles gefahren ausser Seitenwagen. In diesem Jahr kämpfte er mit Mathieu Gines bis zum letzten Rennen um den Titel in der Französischen Superbikemeisterschaft, mit dem besseren Ende für Gines. Ausserdem fuhr der Mann aus Albi, nordöstlich von Toulouse gelegen, 2020 als Ersatzmann für den verletzten Sandro Cortese in der Superbike-Weltmeisterschaft. Erfahrungen in der Supersport-600-WM, der Moto2-WM und der Moto America stehen ebenfalls im Lebenslauf des Weltenbummlers.

Im September kam auf dem Hockenheimring mit dem Einsatz in der IDM Superbike für das Team Kawasaki Weber Motos aus der Schweiz noch eine weitere Serie dazu. Valentin Debise hatte die Kawasaki ZX10-R von seinem französischen Landsmann Erwan Nigon übernommen, der seinen Verpflichtungen beim verschobenen Langstrecken-WM-Lauf in Portugal nachkommen und dem IDM-Finale einen Korb geben musste. Im ersten Lauf bescherte Valentin Debise dem Team dann den ersten und einzigen Podestplatz der Saison 2020.

So ganz behaglich war ihm die Kurzanbindung des Hockenheimrings nicht. «Ich kannte die Strecke vorher nicht», erzählt er, «ab und an muss man schon nah an der Mauer vorbei. Aber es ist immer gut, neue Strecken kennenzulernen. In diesem Jahr war ich in den wenigen Wochen, die die Saison dauerte, gefühlt jede Woche woanders. Und dazu noch alle paar Wochen ein Corona-Test.»

Im Team des Schweizers Emil Weber gefiel es Debise auf Anhieb gut. «Die hatten da alles für mich am Motorrad geändert, ich fühlte mich im Team und auf dem Motorrad gleich wie zuhause.» Neu waren die Pirelli-Reifen, da Debise sich als Michelin-Testfahrer eher mit der französischen Marke auskennt. Sonst waren die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kawasaki-Versionen, die Debise bei den verschiedenen Meisterschaften chauffiert hatte, überschaubar.

Im direkten Vergleich zwischen Französischer und Deutscher Meisterschaft sah Debise das Niveau ähnlich hoch. «Aber die Aufmerksamkeit von außen seitens des Herstellers ist in Deutschland größer», merkt er an, «ob man bei Kawasaki Frankreich meinen Namen kennt, weiß ich nicht.» Bei Kawasaki Deutschland, die mit dem Schweizer Team kooperieren, dürfte man sich den Namen von Valentine Debise nach dem Podestplatz sehr wohl gemerkt haben.

Gerne würde Debise seine Zelte 2021 dauerhaft in der Superbike-Weltmeisterschaft aufschlagen, doch die Chancen sind überschaubar. Aber auch ein Einsatz in der IDM Superbike dürfte bei den Planspielen des Franzosen mit Blick auf das kommende Jahr möglicherweise eine Rolle spielen.

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