Marco Fetz: Nach über zwei Jahren wieder komplett fit

Von Esther Babel
Eine letzte Operation war vor Kurzem noch nötig, um den IDM Superbike-Piloten vom Alteisen zu befreien. Jetzt ist Marco Fetz fast schon wieder der alte und möchte in der IDM nochmal durchstarten.

Das Nachwuchstalent Marco Fetz musste sich in den letzten zwei Jahren ordentlich durchbeissen und ist nun nach der letzten Operation Anfang November schon fast wieder der alte. Vor zwei Jahren war er in Assen unschuldig in der Startrunde zum IDM-Lauf in den Sturz eines Kollegen verwickelt worden und hatte sich am rechten Oberschenkel massive Verletzungen zugezogen. Mit einer Operation war es nicht getan und erst vor wenigen Wochen durfte sich Fetz darüber freuen, den mehr als üppigen Marknagel endlich wieder loszuwerden.

Im Frühjahr 2023 dann die Rückkehr auf die Rennstrecke. Was auf dem Sachsenring gut losging, war in Oschersleben mit dem Bruch des fünften Brustwirbels schon wieder vorbei. Doch auch davon hat sich Fetz schon erholt und saß bereits bei der IDM am Red Bull Ring wieder auf seiner BMW. Nach der letzten OP vor knapp drei Wochen soll das Thema Verletzungen nun erst mal abgehakt sein.

Im SPEEDWEEK.com-Interview beschreibt Fetz die Entwicklung und gibt einen kleinen Ausblick auf die kommenden Saison.

SPEEDWEEK.com: Ich wollte mal hören, was das Bein macht....

«Meinem Bein geht es tatsächlich richtig gut. Ich hatte ja am 3. November meine OP. Dabei kam aus meinen rechten Bein der Marknagel raus. Der war 42 cm lang und hatte einen Durchmesser von 1,2 cm. Das war also echt Mords das Gerät würde ich mal sagen.»

Was stellst du denn an mit dem diesem riesen Nagel? Kann man den irgendwo am Moped verbauen?

«Was ich damit mache, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht so wirklich. Vielleicht wird es mal meine Altersvorsorge. Den kann man natürlich nicht am Motorrad verbauen. Aber es ist glücklicherweise alles gut verlaufen. Der Arzt, der den damals rein gemacht hat, hat ihn jetzt auch wieder rausgeholt. Es lief alles nach Plan.»

Und wo wir schon dabei sind...was macht der Rücken?

«Meinem Rücken geht es auch gut. Ich meine, ich bin ja acht Wochen nach meinem Rennunfall von Oschersleben schon wieder am Red Bull Ring gefahren. Alles tipp topp so weit. Ab und an zwickt es noch, aber das ist nur muskulär. Halb so wild.»

Da hattest du jetzt ein paar stramme Jahre sozusagen. Wie kriegt man das mental geregelt?

«Alles in allem waren es jetzt tatsächlich zwei Jahre und drei oder vier Monate. So ungefähr. Es war schon nicht Ohne muss ich sagen. Aber ich habe viel mit meinem Mental-Coach Nils Haupt gearbeitet. Das hat auf jeden Fall viel gebracht. Und auch wenn man eine starke Familie und gute Freunde um sich hat und eine tolle Freundin, so wie ich. Das hilft natürlich auch und dafür bin ich echt dankbar. Ich bin mittlerweile motivierter denn je. Jetzt wo ich mal wieder komplett fit bin nach den bald 2,5 Jahren, das fühlt sich richtig gut an.»

Hattest du zwischendurch mal die Schnauze gestrichen voll?

«Die Schnauze voll hatte ich auf keine Fall. Ich kann es kaum erwarten, bis es endlich wieder losgeht nächstes Jahr.»

Wie lange dauert er es jetzt nach der OP, bis du wieder ganz fit bist?

«Ich bin jetzt nach der OP schon wieder relativ fit. Ich fahre Fahrrad, kann Krafttraining machen. Joggen geht zwar auch, aber nicht arg lange. Von der vorhandenen Stabilität ist es auf jeden Fall für die zwei Wochen und paar Tage sehr gut und ich bin sehr zufrieden.»

Und was macht deine Lust aufs Motorrad fahren, noch vorhanden?

«Auf jeden Fall.»

Gibt es schon Pläne für nächstes Jahr und wenn ja, wie schauen die aus?

«Die Planungen für 2024 laufen. Wir sind am Gucken und Schauen, dass wir einen Platz kriegen in der IDM Superbike. Jetzt müssen wir mit den Sponsoren erstmal alles abklären, aber da sind wir dabei. Wir hatten vor gut einer Woche unseren Saisonabschluss mit den Sponsoren, das war auch seine sehr schöne Veranstaltung. Ich bin guter Dinge, wenn wir für nächstes Jahr was auf die Beine gestellt kriegen, aber so weit ist es noch nicht.»

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