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Tati Mercado (Kawasaki): «Haben bei null angefangen»

Von Esther Babel
Leandro Mercado

Leandro Mercado

Wirklich happy war Leandro «Tati» Mercado beim IDM-Auftakt am Sachsenring mit seinen zwei Top-Ten-Resultaten nicht. Die neue Elektronik und neue Federelemente machen noch Arbeit.

Nach dem Rückzug aus dem aktiven Geschäftsleben wollte der Schweizer Emil Weber Zürich um alte Kawasaki-Schätze kümmern. Doch am vergangenen Wochenende stand auf dem Sachsenring der Auftakt zur IDM auf dem Programm und das Team Weber Kawasaki Racing war gleich mit vier Piloten in zwei Klassen am Start. In der mittleren Kategorie Supersport gehen Jorke Erwig und IDM-Neuzugang Kyle Smith ins Rennen, in der IDM Superbike setzen Weber und das von Kawasaki Deutschland unterstützte Team erneut auf den Erfahrungsschatz des Argentiniers Leandro «Tati» Mercado, neu dabei Nachwuchspilot Johann Flammann, für den es das erste Jahr in der Top-Klasse ist.

Leandro Mercado hatte schon vor dem IDM-Auftakt so manche Herausforderung gemeistert. Kawasaki-Testfahrten in Spanien, Langstrecken-WM in Frankreich und zwischendurch noch die Geburt von Sohn Oliver in Italien miterlebt. Über Zürich und Hockenheim, letzte Testrunden inklusive, reiste Mercado an den Sachsenring. Den Sprung in die seit diesem Jahr neue Superpole 2, wo es um die besten Startplätze geht, schaffte der Argentinier nur über den Umweg der Superpole 1. Denn im entscheidenden Training hatte Mercado Pech. «Wir haben noch mit der Elektronik zu tun», beschrieb Teamchef Weber die Umstände. «Dann ist im Training der Auspuff gebrochen. Wir haben ihn getauscht, aber dann war am Ende die Zeit weg.» Nachdem der Kawasaki-Pilot die Superpole-Session 1 problemlos unter den Top-Drei beendete hatte, eroberte er sich gleich im Anschluss in der Superpole 2 den 12. Startplatz.

Lauf 1 am Sonntag war dann nichts für schwache Nerven. Kurz vor dem Start hatte ein Regenschauer für völlig veränderte Bedingungen gesorgt. Auch wenn der Schauer nur kurz war, reichte er, um den Asphalt ordentlich nass zu machen. Regenreifen waren unumgänglich. Mercado, der auch durch seine Langstrecken-WM-Einsätze einiges gewohnt ist, musste all seine Erfahrungen in die Waagschale werfen. Als Neunter erreichte er nach vielen rutschigen Kilometern das Ziel. «Mit unserer neuen Elektronik haben wir einfach noch wenig Erfahrung», fasste er seinen Rennvormittag zusammen. «Dazu waren wir das erste Mal im Regen unterwegs und hatten daher noch keinerlei Daten. Die jetzt gewonnenen Erkenntnisse waren jetzt sehr wichtig. Aber leicht ist das alles nicht.»

Viel leichter wurde es für den Kawasaki-Piloten auch in Lauf 2 nicht. Das Wetter spielte zwar dieses Mal mit, doch eine große und entsprechend kampfstarke Gruppe machte sich das Leben über die komplette Distanz mit zahlreichen Attacken gegenseitig gehörig schwer. «Ich bin schon ein wenig enttäuscht vom Resultat», gab Mercado nach Platz 8 in Rennen 2 zu. «Das ist nicht mein Ziel. Auf der anderen Seite ist es auch normal. Durch die neue Elektronik und die neuen Fahrwerkselemente starten wir dieses Jahr wieder bei null. Es ist schwer, so etwas an einem Rennwochenende weiterzuentwickeln. Ich bin das Rennen auch gefahren, um wichtige Daten zu sammeln, die wir jetzt auswerten können und die uns weiterbringen. Es wartet noch viel Arbeit auf uns.»

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