Martin Vugrinec: «Ein Jumpstart ist unverzeihlich»

Von Rudi Hagen
IDM Supersport 600
Für Martin Vugrinec war das Rennwochenende auf dem TT Circuit in Assen ein gebrauchtes

Für Martin Vugrinec war das Rennwochenende auf dem TT Circuit in Assen ein gebrauchtes

Für Martin Vugrinec verlief der Saisonstart in Assen durchwachsen. Nur neun Punkte brachte der Kroate am Wochenende zusammen. Ein Crash und gleich zwei Durchfahrtsstrafen waren entscheidend.

Das war ein Saisonauftakt in der IDM Supersport 600, wie ihn Martin Vugrinec vom Unior Racing Team für sich nicht erwartet hatte. Dem 21-jährigen Kroaten mit Wohnsitz Bochum, der sich selbst «SpiderMartin» nennt, wurden auf dem TT Circuit kräftig die Flügel gestutzt. Nach Platz 7 im Eröffnungsrennen folgte ein miserables Ergebnis im zweiten Lauf. Nach zwei Durchfahrtsstrafen fuhr der Gesamtdritte des Vorjahres auf seiner Yamaha YZF-R6 nur als 22. durchs Ziel.

Vor dem nächsten Durchgang am Sachsenring (7.-8. September) führt der Niederländer Sander Kroeze die Wertung der SSP 600 mit 40 Punkten an, vor Max Enderlein und Luca Grünwald mit jeweils 29 Zählern. Martin Vugrinec ist Elfter mit lediglich neun Punkten. SPEEDWEEK.com sprach mit dem Kroaten.

Martin, der Saisonauftakt zur IDM in Assen ist vorbei. Für dich muss das Wochenende eher enttäuschend gewesen sein, oder?

Ja, leider verlief das erste Wochenende der Saison für mich nicht so wie erwartet. Ich war zum Teil selbst daran schuld, Es war teilweise mein Fehler, aber ich hatte auch ein wenig Pech.

Im ersten Rennen bist du mit Glenn van Straalen gecrasht, konntest danach aber weiter fahren. Wie kam es dazu aus deiner Sicht?

Im Rennen 1 bin ich großartig gestartet und fühlte mich wirklich in der Lage zu gewinnen. Ich konnte ohne Risiko mit Victor mithalten und nur Glenn war mir im Weg. Leider stürzte er direkt vor mir und ich sprang über ihn, weil ich nirgendwo anders hin konnte. Hier hatte niemand Schuld, es war einfach nur ein Rennunfall.

Rennen 2 war eine große Katastrophe für dich, nicht wahr?

Ich glaube, in dem Rennen habe ich die größten Fehler in meiner Karriere gemacht. Wenn du im Verlaufe eines Rennens immer pushed um ein Top-Ergebnis zu erzielen und du dann vielleicht auch mal stürzt, dann ist das verständlich, aber ein Jumpstart ist unverzeihlich. Das war das erste Mal, das mir so etwas passiert ist.

Warum bist du dann zu schnell durch die Boxengasse gefahren? Gibt es keinen Speedlimiter an deinem Bike?

Ich denke, dass der nicht richtig funktioniert hat.

Nur neun Punkte nach zwei Rennen, das ist nicht viel, oder?

Neun Punkte nach dem ersten Wochenende sind definitiv nicht viel, aber ich glaube nicht, dass irgendetwas verloren ist und zwar aus folgenden Gründen. Als Erstes denke ich, ich bin schneller und stärker als je zuvor. Sowohl in den Trainings als auch in den Rennen fühlte ich mich in Assen der Konkurrenz überlegen. Aber ich bin auch nur ein Mensch und mache manchmal Fehler wie andere auch. Ich habe nichts zu verlieren und mache mir keinen Druck.

Wie geht es jetzt weiter?

Als nächstes kommt der Sachsenring, das ist meine Lieblingsrennstrecke. Da habe ich jetzt schon ein sehr gutes Gefühl.

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