Martin Smolinski: WM-Titel auf der Langbahn sein Ziel

Von Rudi Hagen
Mit Martin Smolinski (84) wird in der Weltmeisterschaft wieder zu rechnen sein

Mit Martin Smolinski (84) wird in der Weltmeisterschaft wieder zu rechnen sein

Martin Smolinski ist wieder «heiß» auf die Langbahn. In der kommenden Saison peilt der Olchinger den Weltmeister-Titel an und steht auch für die Team-WM bereit.

Mit Martin Smolinski kehrt ein deutscher Hoffnungsträger auf die Langbahn zurück. Der mittlerweile 38-jährige Oberbayer strotzt nach langer verletzungsbedingter Leidenszeit wieder vor Selbstbewusstsein und scheut sich auch nicht, große Ziele zu formulieren. «Ich mache da weiter, wo ich aufgehört habe und ich bin hungrig darauf, die Konkurrenz zu ärgern, dabei ist auch der WM-Titel auf der Langbahn mein Ziel.»

Das scheint nicht illusorisch zu sein, denn wenn «Smoli» fit ist, ist mit ihm immer zu rechnen. Der Langbahn-Weltmeister von 2018 stand ein Jahr später kurz vor einem erneuten Titelgewinn, als er beim letzten Grand Prix in Roden (NL) im Semifinale stürzte, sich dabei das Schlüsselbein brach und hinter dem Franzosen Dmitri Bergé Vize-Weltmeister wurde.

Dann begann für den neunmaligen GP-Sieger, der dreimal Team-Weltmeister (2010, 2011, 2017), einmal Grasbahn-Europameister (2011) und dreimal deutscher Langbahnmeister (2012, 2013 und 2016) wurde, eine lange Leidenszeit. 2020 verletzte er sich bei einem Trainingssturz auf der Speedwaybahn in Leipzig so sehr an der Hüfte, dass er sich zwei Jahre später einer Hüftoperation unterziehen musste.

Die Erneuerung der wichtigen Knochen gelang Dr. Fakler und seinem Team im Krankenhaus Passau perfekt mit dem Resultat, dass «Smoli» schon Anfang September vorigen Jahres das Cloppenburger Flutlicht-Spektakel «Night of the Fights» gewinnen konnte. Damit stand fest. Es geht wieder, mit Martin Smolinski wird in Zukunft wieder zu rechnen sein.

Für die kommende Langbahnsaison ist Smolinski neben Lukas Finhage, Max Dilger und Stephan Katt einer von vier deutschen Piloten, die auf der FIM-Liste der permanenten GP-Fahrer stehen. «Ich habe mich professionell vorbereitet, bin gut drauf, meine Motoren laufen sehr gut und mein Material ist auf einem sehr hohem Niveau», sagte Smolinski jetzt im Gespräch mit SPEEDWEEK.com, «dazu habe ich mit Daniel Bacher und Peter Jäckel Top-Leute in meinem Team.»

Dass in dieser Saison mit Herxheim (18. Mai), Scheeßel (20. August) und Mühldorf (17. September) gleich drei von sechs Grands Prix auf klassischen deutschen Langbahnen ausgetragen werden, freut den Olchinger, der motoren-technisch möglicherweise mit Prototypen aus dem eigenen Haus an den Start fahren wird.

Auch das Finale zur Team-WM (Langbahn der Nationen) am 24. September im niederländischen Roden plant Martin Smolinski schon mal perspektivisch ein: «Wenn mich der Team-Manager ruft, bin ich dabei. Da sind wir 2017 schon Weltmeister geworden.»

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