Coronavirus: Mattia Pasinis Grossvater im Krankenhaus

Von Vanessa Georgoulas
Moto2
Mattia Pasini

Mattia Pasini

Der zwölffache GP-Sieger Mattia Pasini sorgt sich um seinen Grossvater, der wegen des Sars-CoV-2-Erregers seit mehr als einer Woche im Krankenhaus liegt. «Er ist aber ein zäher Kerl», macht sich der Italiener Mut.

Die Coronakrise hat Italien besonders hart getroffen, alleine am gestrigen Donnerstag wurden 6203 neue Infektionen und 712 Todesopfer bestätigt, insgesamt haben sich schon mehr als 80.000 Italiener mit dem Virus angesteckt, 8215 davon haben die Covid-19-Erkrankung nicht überlebt. Betroffen sind viele Familien, auch jene des zwölffachen GP-Siegers Mattia Pasini.

Der 34-Jährige aus Rimini, der auch in diesem Jahr keinen Stammplatz für die Moto2-WM gefunden hat, berichtet den Kollegen von «GPOne.com»: «Leider ist es keine einfache Zeit für uns, mein Grossvater hat sich mit dem Virus angesteckt und ist nun schon bald zwei Wochen im Krankenhaus. Und wir sind natürlich in Sorge, weil wir nicht wissen, was geschehen wird.»

«Aber er ist ein zäher Kerl, er gehört zu jenen, die eine dicke Haut haben und deshalb bin ich mir sicher, dass er diesen Kampf gewinnen wird. Man denke nur daran, dass er vor einem Monat noch im Cockpit seines Flugzeugs sass und trotz seines stolzen Alters von über 90 Jahren noch flog», macht sich der 30-fache GP-Podeststürmer Mut, und erzählt auf Nachfrage, warum er selbst kein Pilot geworden sei: «Manchmal denke ich daran, es wäre sicher nichts Schlechtes. Ich flog auch schon mit meinem Grossvater, das waren immer spezielle und schöne Momente, vor allem aber war es immer aufregend. Eines Tages will auch ich eine Lizenz zum Fliegen erwerben.»

Vorerst verweilt der Italiener aber wegen der Coronakatastrophe in seinem Land in seinen eigenen vier Wänden. «Es ist eigenartig, denn wir sind normalerweise immer von Motoren umgeben. Nun sind wir alle zuhause eingesperrt und trainieren, um fit zu bleiben und so schnell wie möglich wieder in den Sattel zu steigen», erklärt er.

Pasini hofft noch immer auf einen Saisonstart in Mugello: «Das wäre wirklich etwas Spezielles», gesteht er, der sich wie Valentino Rossi einen gestutzten WM-Kalender mit 13 bis 14 Rennen wünscht: «Ich sehe das wie Vale, 20 Rennen wären wirklich ermüdend, und das würde sich dann auch auf 2021 auswirken. Ich spreche da nicht nur für die Fahrer, sondern auch für die Mechaniker, die am Ende nicht einmal einen Monat Pause im Januar 2021 haben würden, wenn sich die Saison bis Ende Dezember hinzieht.»

«Meiner Ansicht nach sind 13, 14 oder gar 15 Rennen viel besser, das ganze Timing wäre für alle Beteiligten ein Vorteil, damit es keine echte Herkulesaufgabe wird», betont Pasini, der noch nicht weiss, wann er wieder auf die Rennstrecke zurückkehren will: «Ich hoffe bald, aber derzeit kann ich das nicht sagen. Ich weiss, dass ich immer noch sehr viel zu bieten habe und das ich habe, was es braucht, um mit einem soliden, konkurrenzfähigen Team um die Moto2-WM-Krone zu kämpfen.»

Der aktuelle Motorrad-GP-Kalender 2020

08. März: Doha/Q (ohne MotoGP)
17. Mai: Le Mans/F
31. Mai: Mugello/I
07. Juni: Barcelona/E
21. Juni: Sachsenring/D
28. Juni: Assen/NL
12. Juli: KymiRing/SF
09. August: Brünn/CZ
16. August: Red Bull Ring/A
30. August: Silverstone/GB
13. September: Misano/I
27. September: Aragón/E
04. Oktober: Buriram/TH
18. Oktober: Motegi/J
25. Oktober: Phillip Island/AUS
01. November: Sepang/MAL
15. November: Texas/USA
22. November: Las Termas
29. November: Valencia/E

Ohne Datum: Jerez/E

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