Augusto Fernandez (Kalex): «Kein Raum für Fehler»

Von Nora Lantschner
Moto2
Augusto Fernandez freut sich auf die Moto2-WM-Fortsetzung

Augusto Fernandez freut sich auf die Moto2-WM-Fortsetzung

Beim Moto2-Auftakt in Doha verzeichnete Marc-VDS-Neuzugang Augusto Fernandez einen Ausfall. Umso fokussierter will der 22-jährige Spanier den Neustart in Jerez angehen, um in den Titelkampf 2020 einzugreifen.

In zwei Wochen erfolgt in Jerez nach einer mehr als viermonatigen Zwangspause die Fortsetzung der Motorrad-WM, die nach dem Auftakt für die zwei kleineren Klassen am 8. März in Doha zum Stillstand gekommen war. «Ich bin wirklich froh, dass wir wieder Rennen fahren, mit dem Team arbeiten und alles geben auf der Kalex. Ich freue mich darauf», betonte Augusto Fernandez.

13 Grand Prix sind im Kalender nach aktuellem Stand noch vorgesehen, gefahren wird aber nur auf acht Strecken. «Der Kalender unterscheidet sich natürlich stark vom Üblichen, vor allem wegen der reduzierten Anzahl an Strecken – was bedeutet, dass wir einige Schauplätze zweimal haben – aber auch aufgrund der Tatsache, dass wir an so vielen aufeinanderfolgenden Wochenenden fahren», weiß auch der Kalex-Pilot aus dem Marc VDS Team. «Aber es wird für alle gleich, also werden wir uns so gut wie möglich anpassen. Ich will so sehr wieder loslegen, dass mir jedes Format Recht gewesen wäre. Das Wichtige ist, dass wir wieder Rennen fahren können», bekräftigte er.

Gefahren wird in Jerez, Brünn, Spielberg, Misano, Barcelona, Le Mans, Aragón und Valencia. Das freut den 22-jährigen Spanier: «Ich mag alle Strecken, bisher waren sie gut für mich», versichert er, ergänzt dann aber auch: «In Brünn und Österreich habe ich mehr Probleme, aber da war ich auch schon in den Top-5. Aber auf diesen Strecken müssen wir besonders vorsichtig sein.»

Erstmals in der Geschichte werden insgesamt fünf Mal Back-to-Back-Rennen jeweils an einem Schauplatz ausgetragen. «Ich glaube, dass es einmal die Ausgeglichenheit fördern wird, und zweitens besteht damit die Möglichkeit, Probleme zu lösen, weil wir für das zweite Wochenende schon viele Runden angesammelt haben werden. Ich denke positiv: Wenn man am ersten Wochenende gut war, dann ist es perfekt, weil man auf der gleichen Strecke wieder mit einem guten Feeling beginnt. Und wenn es nicht gut lief, dann ist es genauso perfekt, weil man mit den ganzen Informationen, die man im ersten Rennen gesammelt hat, das Ruder herumreißen kann.»

An die leere Kulisse bei den Geisterrennen müssen sich alle Beteiligten ebenfalls noch gewöhnen. «Das wird seltsam», befürchtet auch Fernandez. «Auf dem Motorrad sind wir zwar so auf das Fahrern konzentriert, dass wir der Umgebung nicht viel Aufmerksamkeit schenken können. Es ist aber schön, vor und nach den Trainings-Sessions oder dem Rennen die Menge zu grüßen. Da fühlt man ihre Präsenz und die Unterstützung richtig. Wir werden die Fans sicher vermissen.»

An der Zielsetzung ändern die ungewöhnlichen Umstände aber nichts. «Im März war unser Ziel, an jedem Wochenende um das Podium zu kämpfen – das ist immer noch so. Wir werden alles geben, um in den Kampf um den Sieg und den Titel einzugreifen», versprach der Marc-VDS-Neuzugang, der im Vorjahr (noch für das Pons-Team Flexbox HP 40) drei GP-Siege feierte. «Ich fühle mich gut und stark in jeder Hinsicht. Ich trainiere sehr hart, um für das erste Rennen aus körperlicher, technischer und mentaler Sicht bei 100 Prozent zu sein», bekräftigte Fernandez, der dafür unter anderem auf dem Motocross-Bike schwitzt. Im Juni stand auch ein Rennstrecken-Training in Jerez an.

Wie stimmt sich Fernandez im Kopf auf den straffen Terminkalender ein, der keine Fehler verzeihen wird? «Ich habe nichts Spezielles gemacht, aber ich bin mir bewusst, was für eine Saison uns bevorsteht. Es bleibt kein Raum für Fehler – und wir haben schon den Nuller aus Katar», erinnerte der WM-Fünfte des Vorjahres an den missglückten Auftakt im März. «Wir müssen in dieser Saison sehr fokussiert sein und vor allem unsere Emotionen im Zaum halten.»

Der provisorische Motorrad-GP-Kalender 2020

08. März: Doha/Q (ohne MotoGP)
19. Juli: Jerez (GP von Spanien)
26. Juli: Jerez (GP von Andalusien)
09. August: Brünn (GP von Tschechien)
16. August: Spielberg (GP von Österreich)
23. August: Spielberg (GP der Steiermark)
13. September: Misano (GP San Marino e Della Riviera di Rimini)
20. September: Misano (GP Emilia Romagna e Della Riviera di Rimini)
27. September: Barcelona-Catalunya (GP Catalunya)
11. Oktober: Le Mans (GP von Frankreich)
18. Oktober: Aragón (GP von Aragonien)
25. Oktober: Aragón (GP von Teruel)
08. November: Valencia (GP von Europa)
15. November: Valencia (GP Comunitat Valenciana)

Ersatzlos gestrichen:
31. Mai: Mugello/I
21. Juni: Sachsenring/D
28. Juni: Assen/NL
12. Juli: KymiRing/FIN
30. August: Silverstone/GB
18. Oktober: Motegi/J
25. Oktober: Phillip Island/AUS

Noch nicht abgesagt:
GP von Amerika (Circuit of the Americas, Austin/Texas)
GP von Argentinien (Circuit Termas de Río Hondo)
GP von Thailand (Chang International Circuit)
GP von Malaysia (Sepang International Circuit)

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