Marcel Schrötter (Sturz): «Ich hätte abwarten sollen»

Von Maximilian Wendl
Moto2
Marcel Schrötter beim Kampf gegen Sam Lowes

Marcel Schrötter beim Kampf gegen Sam Lowes

Marcel Schrötter (Liqui Moly Intact GP-Team) klagte nach seinem Moto2-Sturz in Jerez heute über «arge Probleme mit den neuen Verhältnissen».

Lange Zeit sah es so aus, als könnte Marcel Schrötter ein ordentliches Ergebnis beim Moto2-Neustart in Jerez einfahren. Doch dann machte der 27-Jährige eine unliebsame Bekanntschaft mit dem Kies. Am meisten ärgerte sich der Bayer im Anschluss über sich selbst: «Ich bin mega enttäuscht und muss mich beim Team entschuldigen. Wir haben so lange und so hart darauf hingearbeitet, um endlich wieder fahren zu können. Dann das Motorrad wegzuschmeißen, ist nicht schön, aber ich habe es ja nicht mit Absicht gemacht. Ich habe alles gegeben.“

Dabei lief das Wochenende aus Schrötters Sicht lange Zeit sehr gut: Fünfter war er im ersten Freien Training, Siebenter im zweiten und im dritten sogar ganz vorn. In der Qualifikation konnte Schrötter diese Position allerdings nicht behaupten. Ein Rutscher in der ersten Runde sorgte dafür, dass er sich nicht mehr verbessern konnte und auch nach einem Reifenwechsel steigerte sich Schrötter nicht mehr. Somit ging er vom siebenten Platz aus in den ersten Grand Prix seit mehr als vier Monaten. Er hält fest: «Insgesamt hatten wir ein gutes Wochenende. So gut wie diesmal habe ich mich in Jerez noch nie gefühlt.»

Im Rennen hatte der Deutsche dann «arge Probleme mit den neuen Verhältnissen» auf der Strecke. Warum erklärt Schrötter: „Wir fahren inzwischen vor der MotoGP und haben kein Gummi auf der Strecke. Dadurch verhält sich das Motorrad anders. Ich hatte zwei, drei große Rutscher und konnte die Front nicht so gut kontrollieren. Aber ich hatte immer das Gefühl, noch einmal heranfahren zu können. Vielleicht hätte ich noch etwas abwarten sollen, um das Motorrad besser zu verstehen.»

Trotzdem arbeitete sich Schrötter in der Anfangsphase auf Rang 5 nach vorne. Bei seiner Aufholjagd ließ er sich auch nicht von einem Rempler von Sam Lowes aus der Ruhe bringen. Erst in Kurve 11, dem schnellsten Knick der Strecke, wurde der WM-13. unsanft ausgebremst.

Jetzt hat das Liqui Moly Intact GP-Team eine Menge Arbeit vor sich, denn schon am kommenden Wochenende geht es in Jerez weiter. «Wir müssen uns verbessern und von solchen Wochenende lernt man. Das Team hat einen guten Job gemacht, aber wir müssen eine bessere Balance finden und dann werden wir attackieren», verspricht Schrötter.

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