Mirko Cecchini (Snipers Honda): «Wir hatten Glück»

Von Waldemar Da Rin
Moto3
Filip Salac glänzte beim Moto3-Test auf dem Losail International Circuit

Filip Salac glänzte beim Moto3-Test auf dem Losail International Circuit

Tony Arbolino bekam im Snipers Team überraschend starke Konkurrenz von Filip Salac. Teamchef Mirko Cecchini freut sich über die Entwicklung und äußert sich zum Kräfteverhältnis zwischen Honda und KTM.

Das Rivacold Snipers Team schickt mit Tony Arbolino, WM-Vierter 2019, einen Mitfavoriten auf die Moto3-Krone in die neue Saison. Dazu kommt Neuzugang Filip Salac, der beim Katar-Test mit der Bestzeit glänzte. Nach dem FP3 liegen die beiden auf den Rängen 6 und 21 der kombinierten Zeitenliste.

«Meiner Meinung nach sind wir als Team rundum gut aufgestellt», freute sich Teambesitzer Mirko Cecchini. «Sicher sind alle Augen auf Tony gerichtet, er hat mehr Erfahrung. Filip dagegen hat die Leichtigkeit eines Fahrers, der keinem etwas beweisen muss, weil alles, was er schafft, gut ist. Wir können also zwei Asse ausspielen. Ich glaube, sie können uns in diesem Jahr noch viel Freude bereiten.»

Über die Entwicklung von Salac, im Vorjahr nur 23. der Moto3-WM, freute sich auch sein Teamkollege. «Tony hätte gerne einen guten Fahrer gehabt, um auch Daten austauschen zu können, wie es andere Teams machen. Als wir den Fahrer verpflichtet haben, war er aber nicht so konkurrenzfähig», schickte Cecchini voraus. «Wir hatten Glück, dass er in den letzten Rennen des Vorjahres einen Schritt nach vorne gemacht hat. Jetzt hat er im Winter noch einen Schritt gemacht, weil er ein ausgezeichnetes Gefühl zum Motorrad hat und sich in der Mannschaft wohl fühlt.»

In den Wintertests schien Honda KTM einen Schritt voraus zu sein, am Freitag hat sich das Blatt gewendet. «KTM hat neue Motoren gebracht, die gut zu funktionieren scheinen. Wir warten das Rennen ab, dann können wir am Montag nochmals darüber reden», gab sich der Snipers-Honda-Teamchef zurückhaltend.

Der erfahrene Petronas-Sprinta-Fahrer John McPhee meinte, einzig das Getriebe sei an der neuen Honda anders. «Ja. Es ist kein großartiger Unterschied, auch das Chassis ist exakt gleichgeblieben», bestätigte Cecchini. «Wir müssen einfach das umsetzen, was wir schon haben.»

Katar-GP, Moto3, kombinierte Zeitenliste nach FP3:

1. Raul Fernandez, KTM, 2:04,577 min
2. Darryn Binder, KTM, 2:04,698 min, + 0,121 sec
3. Sergio Garcia, Honda, 2:04,723, + 0,146
4. Ogura, Honda, 2:04,922, + 0,345
5. Toba, KTM, 2:04,988, + 0,411
6. Arbolino, Honda, 2:05,227, + 0,650
7. Migno, KTM, 2:05,287, + 0,710
8. Masia, Honda, 2:05,332, + 0,755
9. Fenati, Husqvarna, 2:05,348, + 0,771
10. Deniz Öncü, KTM, 2:05,355, + 0,778
11. McPhee, Honda, 2:05,383, + 0,806
12. Vietti, KTM, 2:05,502, + 0,925
13. Kunii, Honda, 2:05,587, + 1,010
14. Tatay, KTM, 2:05,598, + 1,021
15. Suzuki, Honda, 2:05,606, + 1,029
16. Nepa, KTM, 2:05,612, + 1,035
17. Rodrigo, Honda, 2:05,622, + 1,045
18. Arenas, KTM, 2:05,668, + 1,091
19. Foggia, Honda, 2:05,709, + 1,132
20. Yamanaka, Honda, 2:05,728, + 1,151
21. Salac, Honda, 2:05,765, + 1,188
22. Alcoba, Honda, 2:05,779, + 1,202
23. Lopez, Husqvarna, 2:05,795, + 1,218
24. Riccardo Rossi, KTM, 2:05,914, + 1,337
25. Pawi, Honda, 2:06,117, + 1,540
26. Sasaki, KTM, 2:06,270, + 1,693
27. Pizzoli, KTM, 2:06,295, + 1,718
28. Kofler, KTM, 2:06,981, + 2,404
29. Dupasquier, KTM, 2:07,163, + 2,586
30. José Garcia, Honda, 2:07,581, + 3,004
31. Geiger, KTM, 2:07,713, + 3,136

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