Albert Arenas (KTM): «Das gibt mir mehr Energie»

Von Maximilian Wendl
Moto3
Nach seinem Auftaktsieg in der Moto3-Klasse geht Albert Arenas mit Rückenwind in die Pause

Nach seinem Auftaktsieg in der Moto3-Klasse geht Albert Arenas mit Rückenwind in die Pause

Moto3-Auftaktsieger Albert Arenas nutzt die Zeit, in der keine Rennen stattfinden, um den Grand Prix von Katar Revue passieren zu lassen. Der KTM-Pilot spricht auch über die Konkurrenz und den veränderten Wochenablauf.

Nach dem besten Rennen seines Lebens wäre Albert Arenas am liebsten direkt zum ursprünglich geplanten zweiten Grand Prix nach Thailand gereist. Der spanische KTM-Pilot befindet sich aber aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus und der daher entstandenen Verschiebungen ebenso wie seine Moto3-Rivalen im Wartestand, und zwar mindestens bis zum Großen Preis von Spanien im Mai.

Dank des Erfolgs beim Auftaktrennen in Katar lässt sich die Pause für den Fahrer des Aspar Team Gaviota allerdings etwas besser ertragen. «Ich bin glücklich, weil es sich gut anfühlt, der WM-Führende zu sein und zu gewinnen, aber das Leben ist viel mehr wert als ein Sieg. So ein Erfolg gibt einem aber mehr Energie und wenn man darüber nachdenkt, ist man ein bisschen glücklicher. Ich versuche aus den guten Dingen zu lernen und jeden Tag besser zu werden.»

Besser als die Konkurrenten war er schon auf dem Losail International Circuit, als er den 100. Grand-Prix-Sieg für den Hersteller KTM holte und dabei John McPhee und Jaume Masia hinter sich lassen konnte. «Ich habe es genossen, dort zu fahren und so viele Runden das Feld anzuführen. Ich habe mit dem Motorrad bislang nie das machen können, was ich wollte. In Katar war ich dazu in der Lage. Außerdem war es das erste Rennen in dieser Saison, wir kamen mit hohen Erwartungen an, nachdem wir bei den Tests so hart gearbeitet hatten. All diese Faktoren machen es zum besten Rennen meines Lebens.»

Zuvor stand Arenas bereits drei Mal auf dem obersten Treppchen. Der Sieg beim Startschuss zur Weltmeisterschaft 2020 unterscheidet sich jedoch von denen in Frankreich, Australien (beide 2018) und Thailand (2019) und das liegt an der Art und Weise, wie Arenas sich Platz Eins sicherte: «Ich hatte immer das Gefühl, das Rennen dominieren zu können. Die Arbeit, die man nicht direkt erkennt, die Mentalität, mit der wir angereist waren – diese Faktoren unterscheiden den Sieg von den anderen.»

Der Sieg in Frankreich sei damals eine Überraschung gewesen, später in Australien habe er einen Erfolg der Tapferkeit erkämpft und beim Triumph in Thailand habe sich der Pilot aus Girona aufgrund seiner Fähigkeiten durchgesetzt, wie er selbst beschreibt.

Es ist zwar erst ein Rennen absolviert, aber dennoch gehört Arenas zu den Favoriten der Moto3-Klasse. Er selbst traut auch Tony Arbolino, dem Vierten des Vorjahres, und dem Leopard-Team eine Menge zu. «Im Moment sind wir vor ihnen, wir haben unser Potenzial unter Beweis gestellt und dennoch Luft nach oben. Trotzdem fahren wir zum nächsten Rennen ohne allzu hohe Erwartungen, denn diese Serie ist verrückt.» Der Auftakt sei aber ein Zeichen und eine Erklärung zugleich gewesen, unterstreicht er: «Wir sind hier, um um den Titel zu kämpfen.»

Allerdings geht es Arenas so, wie vielen anderen Kollegen: Die Trainingsroutine wird sich in der Zeit, in der keine Rennen stattfinden werden, verändern. Der 23-Jährige erlebte es bereits am eigenen Leib. Seit Samstag ist sein Fitnessstudio geschlossen. Für Arenas bedeutet das, er muss sich daheim fit halten. Er befindet sich eben, wie seine Kollegen auch, im Wartestand.

Ergebnis Katar-GP, Moto3

1. Arenas, KTM.
2. McPhee, Honda.
3. Ogura, Honda.
4. Masia, Honda. 5. Suzuki, Honda. 6. Rodrigo, Honda. 7. Alcoba, Honda. 8. Salac, Honda. 9. Foggia, Honda. 10. Raul Fernandez, KTM. 11. Sergio Garcia, Honda. 12. Deniz Öncü, KTM. 13. Lopez, Husqvarna. 14. Toba, KTM. 15. Arbolino, Honda. – Ferner: 25. Dupasquier, KTM. 27. Kofler, KTM. 29. Geiger, KTM.

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