Tony Arbolino denkt rund um die Uhr ans Gewinnen

Von Nora Lantschner
Moto3
Tony Arbolino kostete den Sieg voll aus

Tony Arbolino kostete den Sieg voll aus

Snipers-Honda-Pilot Tony Arbolino mischte sich mit seinem ersten Saisonsieg in Valencia vor dem Finale in Portimão in den Moto3-Titelkampf ein. «Von klein auf will ich einfach nur gewinnen», sagte er dazu.

Tony Arbolino ging als WM-Vierter von 2019 als Favorit in die laufende Moto3-Saison, er musste sich aber bis zum vorletzten Grand Prix des Jahres gedulden, ehe er nach zwei Siegen im Vorjahr erstmals wieder auf dem höchsten Treppchen stand: In Valencia war es am Sonntag so weit, nachdem der Italiener den bis dahin Führenden Raul Fernandez (Red Bull KTM) eingeholt und zwei Runden vor Schluss die Führung übernommen hatte.

«Mein Plan war immer zu gewinnen. Von klein auf bin ich so, ich will einfach nur gewinnen, jedes Rennen, das ist das, was immer in meinem Kopf ist», hielt der 20-Jährige aus Garbagnate Milanese anschließend fest.

Der Snipers-Honda-Pilot jubelte ausgelassen und hatte auch guten Grund dazu: Mit dem Erfolg schob er sich vor dem Saisonfinale bis auf elf Punkte an WM-Leader Albert Arenas (KTM) heran, Ai Ogura (Honda) liegt nur noch drei Zähler vor ihm. Damit hat Tony in Portimão noch die Chance, die Moto3-Klasse als Weltmeister zu verlassen – obwohl er im ersten Aragón-GP noch von seinem Hotelzimmer aus zuschauen musste. Denn auf seinem Heimflug von Le Mans hatte sich ein Passagier befunden, der anschließend positiv auf Covid-19 getestet wurde. Trotz negativer Testergebnisse musste der Italiener daher laut den Vorschriften der italienischen und spanischen Gesundheitsbehörden eine Quarantäne absitzen.

Der Sieg machte das am Sonntag mit einem Mal vergessen: «War für ein fantastischer Tag. Ich habe immer gesagt, dass ich 2020 noch ein Rennen gewinnen wollte, bevor ich die Klasse verlasse», ergänzte der zukünftige Intact-GP-Fahrer selbstbewusst. «Ich bin so happy, wir habe so hart gearbeitet, das könnt ihr mir glauben. Den ganzen Tag und selbst vor dem Schlafengehen, wir denken immer daran. Es fühlt sich nun einfach gut an, ich bin so stolz.»

Moto3-Ergebnis, Valencia-GP (15.11.):

1. Arbolino, Honda, 38:17,462 min
2. Garcia, Honda, + 1,142 sec
3. Raul Fernandez, KTM, + 1,297
4. Arenas, KTM, + 2,825
5. Darryn Binder, KTM, + 2,999
6. Öncü, KTM, + 3,208
7. Migno, KTM, + 9,836
8. Ogura, Honda, + 9,852
9. Masia, Honda, + 9,864
10. Alcoba, Honda, + 12,802
11. McPhee, Honda, + 12,879
12. Fenati, Husqvarna, + 14,513
13. Antonelli, Honda, + 15,619
14. Nepa, KTM, + 15,340*
15. Yamanaka, Honda, + 24,297

Ferner:
17. Barry Baltus, KTM, + 24,666
22. Dupasquier, KTM, + 28,138

*einen Platz nach hinten versetzt («track limits» in der letzten Runde)

Moto3-Fahrer-WM-Stand nach 14 von 15 Rennen:

1. Arenas, 170 Punkte. 2. Ogura 162. 3. Arbolino 159. 4. Masia 140. 5. Vietti 137. 6. Fernandez 134. 7. McPhee 124. 8. Binder 112. 9. Suzuki 83. 10. Rodrigo 80. 11. Fenati 77. 12. Garcia 77. 13. Alcoba 71. 14. Foggia 69. 15. Migno 60. 16. Sasaki 49. 17. Deniz Öncü 44. 18. Toba 40. 19. Nepa 38. 20. Antonelli 35. 21. Salac 30. 22. Tatay 24. 23. Lopez 21. 24. Yamanaka 14. 25. R. Rossi 10.

Konstrukteurs-WM:

1. Honda 306. 2. KTM 293. 3. Husqvarna 86.

Team-WM:

1. Leopard Racing 209. 2. Aspar Team 207. 3. Sky Racing VR46 197. 4. Rivacold Snipers 189. 5. Red Bull KTM Ajo 174. 6. Honda Team Asia 162.

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