Efren Vazquez: Moto2, Superbike oder Supersport-WM?

Von Waldemar Da Rin
Crewchief Norman Rank brachte Efren Vazquez auf dem Racing Team Germany mit zu Leopard

Crewchief Norman Rank brachte Efren Vazquez auf dem Racing Team Germany mit zu Leopard

Nach der Saison 2015 sind die Tage von Efren Vazquez in der Moto3-Klasse gezählt. Der Leopard-Pilot sieht sich derzeit nach einem Moto2-Team um. Auch die Superbike oder Supersport-WM wäre denkbar.

Die Zukunft des 28-jährigen Spaniers Efren Vazquez, der am 2. September seinen 29. Geburtstag feiert, hängt zurzeit noch in der Luft. Der zweifache Moto3-Sieger (2014 in Indianapolis und Sepang) aus dem Baskenland muss abwarten, wer aus der Moto3-Klasse für nächstes Jahr in die Moto2- oder MotoGP-Klasse abwandert.

«Meine Zeit im Team der Kiefer-Brüder ist aber Ende der Saison beendet, sie wollen einen jüngeren Fahrer in der Moto3-Klasse einsetzen, der bin sicher nicht ich. [lacht] Die Moto2-Klasse ist ein Filter für die MotoGP-Klasse geworden, ich muss abwarten, ob Kent nochmals Moto2 fährt oder direkt in die MotoGP wechselt. Das ist ebenfalls noch offen. Das gilt auch für Fenati und Oliveira», sagte Vazquez, der zu Saisonbeginn wegen einer Fussverletzung Zeit brauchte, bis er wieder in Fahrt kam.

Letztes Jahr waren es noch zwei Siege auf der Honda des Racing Team Germany, 2015 erreichte er immerhin vier Podestplätze, was fehlt noch für einen Sieg? «Auch etwas Glück», meint Efren. «Ausserdem hat Danny in der Moto3-Klasse die Latte sehr hoch gelegt.»

Man könnte Vazquez mit einem gut gelagerten Wein vergleichen, mit dem Alter wird er immer besser. «Ja, ich habe in der Moto3-Klasse zwei schöne Jahre gehabt und in diesem Jahr meine bisher beste Grand Prix-Saison erleben dürfen, davon hätte ich vor zehn Jahren nicht mal geträumt. Sicher auch Dank Honda, die mir geholfen haben, im Team der Kiefer-Brüder unterzukommen, nachdem ich vom Racing Team Germany durch Masbou ersetzt worden bin, obwohl ich eigentlich eine Zusage für 2016 hatte. Egal, bei Kiefer liess man mir zudem die Freiheit, meinen Cheftechniker Norman Rank mitzunehmen. Mir gefällt der deutsche Charakter, wie sie die Arbeit angehen, das ist auch mit ein Grund dafür, dass unser Team ganz vorne mitmischt.»

Vazquez, dessen Frau Angela Vilarino eine erfolgreiche Rallye-Pilotin ist, genau wie ihr Vater und Bruder, gibt dann auch zu, dass sie besser Auto fährt als er. «Aber nur im Auto, mit dem Motorrad nicht», lacht er.

Sollte sich für ihn für 2016 kein gutes Moto2-Team finden, gute Werbung für sich als Fahrer hat er in diesem Jahr ja gemacht, kann er sich auch einen Wechsel in die Superbike- oder Supersport-WM vorstellen. «Das wäre dann unser Plan B. Ich liebe den Motorradrennsport, deshalb muss es nicht zwingend in der MotoGP-WM sein, Hauptsache ein Motorrad, mit dem man siegen kann.»

Das Alter sieht er eigentlich nicht als Problem. «Angel Nieto hat auch neun WM-Titel gewonnen», lachte er. Genau. Und Anton Mang gewann 1987 mit 37 Jahren die 250er Weltmeisterschaft! Und Valentino Rossi gehört mit seinen 36 Jahren nach wie vor zur Weltspitze.

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