Suzuki: Keine Ersparnis durch Einheits-Elektronik

Von Günther Wiesinger
Suzuki-MotoGP-Projektleiter Ken Kawauchi versichert, man habe durch de Einheits-ECU von Marelli keine Kosten gespart. Und er weiß: Die Suzuki GSX-RR muss weiter verbessert werden.

Das Suzuki Ecstar-Team (neue Fahrer: Andrea Iannone, Alex Rins) bestreitet 2017 die dritte MotoGP-Saison nach der Rückkehr 2015, vorher war von 2012 bis 2ß014 pausiert worden, weil man nach der Wirtschaftskrise sparen musste und außerdem statt des V4-Motors einen Reihen-Vierzylinder entwickelte.

2016 hat Suzuki mit Maverick Viñales bereits den British Grand Prix gewonnen und drei weitere Podestplätze erreicht.

Für Ken Kawauchi, den japanischen MotoGP-Projektleiter bei Suzuki, ist aber die Entwicklungsphase noch nicht abgeschlossen. «Wir sind zwar der Spitze näher gerückt, aber die Entwicklung geht weiter», sagt der Japaner. «Gleichzeitig geht es auch ums Feintuning. Wir planen große Fortschritte, um unsere Konkurrenzfähigkeit zu verbessern, aber wir müssen auch ins Detail gehen, wenn wir näher zu den anderen Herstellen aufholen wollen.»

2016 wurde in der MotoGP-WM erstmals die Einheits-Elektronik von Magneti Marelli vorgeschrieben. Der Grund für die Einführung der Einheits-ECU: Es sollte den Neueinsteigern leichter gemacht werden, bei der Software mit den siegreichen Werken wie Honda, Yamaha und Ducati gleichzuziehen – und die Kosten sollten senken.

«Ehrlich gesagt, bei den Kosten für die Elektronik haben wir gegenüber 2015 nicht viel eingespart», versichert Ken Kawauchi. «Denn als sich das Reglement geändert hat, mussten wir unsere Entwicklung an die neue Marelli-Software anpassen. Bisher haben wir dadurch bei der Elektronik keine Kosten eingespart.»

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