Cal Crutchlow (Honda): Jedes Werk arbeitet anders

Von Gino Bosisio
MotoGP
LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow

LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow

Der britische Publikumsliebling Cal Crutchlow spricht über die Stationen seiner abwechslungsreichen Karriere und die unterschiedlichen Arbeitsweisen seiner bisherigen MotoGP-Arbeitgeber.

Cal Crutchlow (34) hat im Jahr 2006 die britische Supersport-Meisterschaft gewonnen. Drei Jahre später holte sich der ehemalige Fußballer den Weltmeistertitel in der 600er-Supersport-Kategorie nach einem sehr intensiven Duell gegen den Iren Eugene Laverty. Nach nur einem Jahr in der Superbike-WM folgte in der Saison 2011 der MotoGP-Einstieg bei der französischen Kundenmannschaft von Tech3-Yamaha, wo er den Titel des «Rookie of the Year» holte.

In der Saison 2014 wurde «Mad Dog» für das Werksteam von Ducati Corse als Teamkollege von Andrea Dovizioso (33) verpflichtet, wo er aber trotz Vertrag nach nur einem enttäuschenden Jahr wieder Abschied nahm. Seit 2015 ist Crutchlow für das LCR-Honda-Kundenteam von Lucio Cecchinello unterwegs, dort hat er den Deutschen Stefan Bradl (30) abgelöst.

Crutchlow sorgt bei seiner Crew und Medienvertretern mit sarkastischem Humor immer wieder für gute Laune, kann aber bei Bedarf auch extrem geradlinig Kritik üben.

Zur Arbeitsweise bei Yamaha, Ducati und Honda meinte der Brite: «Sie arbeiten völlig verschieden, sie wollen alle gewinnen. Aber die Art, wie sie an die Sache herangehen, ist völlig verschieden», erklärte er gegenüber MCN. «Man kann nicht sagen, dass der eine oder andere Weg der richtige ist. Sie arbeiten alle gut und sie gewinnen allesamt Rennen.»

«Ducati hat die Philosophie, dass sie der ganzen Welt ihre Technologie vorführen und auch den stärksten Motor haben wollen», skizzierte Crutchlow, der in Brünn 2016 als erster Brite nach Barry Sheene (1981) ein Rennen in der Motorrad-Königsklasse gewinnen konnte.

«Yamaha denkt daran, dass das Motorrad für den Fahrer einfach zu fahren ist. Die Honda ist mehr manuell. Als Fahrer fährst du die Honda aktiver und gibst auch mehr Input. Das ist der Grund, warum die Honda gut funktioniert. Ich wollte immer eine Werks-Honda fahren und hatte auch die Gelegenheit. Es macht mich stolz mit HRC zu arbeiten und eines jener Motorräder zu fahren, von dem ich immer geträumt habe», unterstrich Cal.

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