Andrea Dovizioso (Ducati/15.): «Liegen weit hinten»

Von Isabella Wiesinger
MotoGP
Ducati-Ass Andrea Dovizioso kämpft nicht nur mit den Reifen

Ducati-Ass Andrea Dovizioso kämpft nicht nur mit den Reifen

Andrea Dovizioso war nach dem Sepang-Test nicht zufrieden. Nicht nur Maverick Viñales (Yamaha) und Alex Rins (Suzuki) schätzt der Ducati-Star im Hinblick auf die MotoGP-Saison 2020 stark ein.

Andrea Dovizioso fuhr am Sonntag beim MotoGP-Test in Sepang auf den 14. Platz, nachdem er am Vortag gestürzt war. «Mir tut der Nacken nach wie vor weh, aber ich bin es gewohnt, unter solchen Umständen zu fahren», erzählte er nach den ersten drei Testtagen des Jahres 2020. In der Endabrechnung belegte er den 15. Rang.

Ducati ist einen Monat vor Beginn der neuen MotoGP-Saison nicht dort, wo sie sein sollten, befürchtet «Dovi». «Maverick [Viñales] beschleunigt auffallend gut und man merkt, dass Rins sich extrem wohl fühlt. Da liegen wir weit dahinter», meinte der Italiener. «Das Vertrauen zum Motorrad ist nicht besonders gut, aber heute Morgen haben wir einen Fortschritt gemacht. Wir haben das Setup getestet, ehe wir die neuen Reifen montiert haben. Das war wichtig.»

Die Reifen bereiten dem Ducati-Werksfahrer Kopfzerbrechen. Das Wetter in Malaysia ist dabei auch alles andere als hilfreich. «Die Reifen sind anders als letztes Jahr und das fühlt sich komisch an. Es wird Zeit brauchen, sich an sie zu gewöhnen. Sepang ist eine gute Strecke zum Testen und Vergleichen, aber die Temperatur und die Umstände sind wirklich am Limit. Wir müssen gucken, wie wir auf einer anderen Strecke bei anderen Temperaturen klarkommen», so Dovi. «Wenn man vier, fünf Runden fährt, ist der Reifen ziemlich konstant. Wenn man mehr Runden damit dreht, ist es ganz anders. Aber, wie gesagt, hier in Sepang fahren wir auch unter extremen Bedingungen. Wir werden sehen.»

Besonders der neue Michelin-Hinterreifen sei anders. «Natürlich müssen wir uns erst an die neuen Reifen gewöhnen, aber das ist nicht leicht», überlegte der 33-jährige Italiener. «Das Problem ist, dass man bei maximaler Schräglage nicht viel Grip hat. Aber auf den Geraden schon. Wenn man in die Kurven reingeht, pusht der Hinterreifen stärker als der vordere, verglichen mit letztem Jahr. Das führt zu Problemen und es ist schwierig, damit umzugehen. Wenn der Hinterreifen den Vorderreifen pusht, hat man besseren Grip für manche Dinge, aber wenn man in eine Kurve hineinfährt, ist es schwierig. Daran müssen wir arbeiten. Ich hoffe, dass wir da noch eine Lösung finden werden.»

Weltmeister Marc Márquez konnte unterdessen beim MotoGP-Test auf dem Sepang International Circuit nicht mit der Spitze mithalten. «Darüber würde ich mir keine allzu großen Gedanken machen», lachte Dovizioso. «Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass er bald wieder vorne davon fährt.»

MotoGP-IRTA-Test Sepang, Sonntag, 9. Februar:

1. Fabio Quartararo, Yamaha, 1:58,349 min
2. Cal Crutchlow, Honda, 1:58,431 min, + 0,082 sec
3. Alex Rins, Suzuki, 1:58,450, + 0,101
4. Francesco Bagnaia, Ducati, 1:58,502, + 0,153
5. Valentino Rossi, Yamaha, 1:58,541, + 0,192
6. Danilo Petrucci, Ducati, 1:58,606, + 0,257
7. Pol Espargaró, KTM, 1:58,610, + 0,261
8. Jack Miller, Ducati, 1:58,616, + 0,267
9. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:58,694, + 0,345
10. Joan Mir, Suzuki, 1:58,736, + 0,387
11. Miguel Oliveira, KTM, 1:58,764, + 0,415
12. Marc Márquez, Honda, 1:58,772, + 0,423
13. Franco Morbidelli, Yamaha, 1:58,838, + 0,489
14. Andrea Dovizioso, Ducati, 1:58,859, + 0,510
15. Johann Zarco, Ducati, 1:58,951, + 0,602
16. Alex Márquez, Honda, 1:59,042, + 0,693
17. Brad Binder, KTM, 1:59,104, + 0,755
18. Maverick Viñales, Yamaha, 1:59,169, + 0,820
19. Tito Rabat, Ducati, 1:59,549, + 1,200
20. Jorge Lorenzo, Yamaha, 1:59,697, + 1,348
21. Bradley Smith, Aprilia, 1:59,841, + 1,492
22. Takaaki Nakagami, Honda, 1:59,860, + 1,511
23. Iker Lecuona, KTM, 1:59,898, + 1,549
24. Sylvain Guintoli, Suzuki, 2:00,100, + 1,751
25. Mika Kallio, KTM, 2:00,148, + 1,799

MotoGP-IRTA-Test Sepang, kombinierte Zeitenliste:

1. Fabio Quartararo, Yamaha, 1:58,349 min
2. Cal Crutchlow, Honda, 1:58,431 min, + 0,082 sec
3. Alex Rins, Suzuki, 1:58,450, + 0,101
4. Francesco Bagnaia, Ducati, 1:58,502, + 0,153
5. Valentino Rossi, Yamaha, 1:58,541, + 0,192
6. Danilo Petrucci, Ducati, 1:58,606, + 0,257
7. Pol Espargaró, KTM, 1:58,610, + 0,261
8. Jack Miller, Ducati, 1:58,616, + 0,267
9. Dani Pedrosa, KTM, 1:58,662, + 0,313
10. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:58,694, + 0,345
11. Joan Mir, Suzuki, 1:58,731, + 0,382
12. Miguel Oliveira, KTM, 1:58,764, + 0,415
13. Marc Márquez, Honda, 1:58,772, + 0,423
14. Franco Morbidelli, Yamaha, 1:58,831, + 0,482
15. Andrea Dovizioso, Ducati, 1:58,859, + 0,510
16. Maverick Viñales, Yamaha, 1:58,893, + 0,544
17. Johann Zarco, Ducati, 1:58,951, + 0,602
18. Alex Márquez, Honda, 1:59,042, + 0,693
19. Brad Binder, KTM, 1:59,104, + 0,755
20. Tito Rabat, Ducati, 1:59,549, + 1,200
21. Jorge Lorenzo, Yamaha, 1:59,697, + 1,348
22. Bradley Smith, Aprilia, 1:59,841, + 1,492
23. Takaaki Nakagami, Honda, 1:59,860, + 1,511
24. Iker Lecuona, KTM, 1:59,898, + 1,549
25. Sylvain Guintoli, Suzuki, 2:00,100, + 1,751
26. Mika Kallio, KTM, 2:00,148, + 1,799
27. Lorenzo Savadori, Aprilia, 2:03,150, + 4,801
28. Takuya Tsuda, Suzuki, 2:03,674, + 5,325

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