Paolo Ciabatti: «Honda gewinnt die WM dank Márquez»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Die neue Werks-Ducati GP20

Die neue Werks-Ducati GP20

«Unser Ziel ist der Weltmeistertitel. Sonst würden wir gar nicht mitfahren», sagt Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti. «Aber wir kämpfen gegen den weltgrößten Hersteller und den talentiertesten Fahrer.»

Vor einem Jahr beendete Ducati den Sepang-Test mit vier Piloten auf den ersten vier Plätzen – Petrucci vor Bagnaia, Miller und Dovizioso. Diesmal landete Danilo Petrucci als bester Ducati-Werkspilot an sechster Position, obwohl erstmals vier aktuelle GP20-Maschinen verteilt wurden – an das Ducati-Werksteam und an Pramac.

Paolo Ciabatti, Sportdirektor von Ducati Corse, wirkte vor einem Jahr zuversichtlich, was die Titelchancen betrifft, denn Marc Márquez war genauso angeschlagen wie heute, man rechnete damit, dass er bei den ersten drei Grand Prix nicht in Bestform fahren würde.

Der Rest ist bekannt.

Dovi gewann zwar in Katar, aber den zweiten Sieg heimste er erst fünf Monate später in Spielberg/Österreich ein. Márquez sammelte 151 Punkte mehr ein als der Ducati-Star!

«Unser Ziel ist der Weltmeistertitel. Wir bemühen uns den Titel zu gewinnen, sonst würden wir nicht hier sein», erklärte Ciabatti beim Interview mit SPEEDWEEK.com in Sepang. «Mit derselben Einstellung gehen wir jedes Jahr in die Saison. Das bedeutet nicht, dass wir über-optimistisch sind oder unrealistisch. Aber wenn du dir nicht Siege vornimmst, kannst du gleich daheim bleiben.»

Ciabatti weiter: «Dazu muss ich wie so oft betonen, dass wir gegen einen außergewöhnlichen Fahrer wie Márquez und ein sehr starkes Team antreten. Ich will Señor Puig nicht enttäuschen, aber ohne Marc Márquez würden sie heute nicht dieselben Resultate erzielen. Seit 2013 hat er immer die Kastanien für Honda aus dem Feuer geholt.»

«Letztes Jahr waren wir konkurrenzfähig. Dovi hat zwei Rennen gewonnen, Petrucci eines. Wir haben als einziges Wert mit zwei Fahrern gewonnen. Wir hätten zumindest einen GP-Sieg zusätzlich einheimsen können, zum Beispiel in Catalunya oder in Silverstone, wo Dovi ohne eigenes Verschulden zu Sturz kam. Durch diese zwei Stürze ist die Titeljagd noch komplizierter geworden. Aber wenn du einen Gegner hast wie Márquez, der bei 18 von 19 Grand Prix Erster oder Zweiter wird, findest nicht viel Spielraum… Dann wird deine Aufgabe sehr schwierig. In Austin hätte er ohne den Crash auch gewonnen. 2017 haben wir bis zum Finale um den WM-Titel gekämpft, seither ist uns das nicht mehr gelungen.»

«Aber wir müssen auch das Positive sehen», betont der Ducati-Corse-Manager. «Wir sind dreimal hintereinander Vizeweltmeister geworden. Alle andern Hersteller waren hinter uns. Vor uns hatten wir den weltgrößten Motorradhersteller und den talentiertesten Rennfahrer der letzten Jahre. Wir dürfen also stolz auf unsere Erfolge sein, aber wir müssen nicht zufrieden sein. Wir können stolz sein, weil wir wissen, wir haben gute Arbeit geleistet. Und wir sind uns bewusst, dass wir gegen den Giganten Honda fighten und dazu gegen einen Außerirdischen. Er hat den Fahrstil geändert und den Level in dieser Kategorie für alle höher geschraubt.»

MotoGP-IRTA-Test Sepang, Sonntag, 9. Februar:

1. Fabio Quartararo, Yamaha, 1:58,349 min
2.
Cal Crutchlow, Honda, 1:58,431 min, + 0,082 sec
3. Alex Rins, Suzuki, 1:58,450, + 0,101
4. Francesco Bagnaia, Ducati, 1:58,502, + 0,153
5. Valentino Rossi, Yamaha, 1:58,541, + 0,192
6. Danilo Petrucci, Ducati, 1:58,606, + 0,257
7. Pol Espargaró, KTM, 1:58,610, + 0,261
8. Jack Miller, Ducati, 1:58,616, + 0,267
9. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:58,694, + 0,345
10. Joan Mir, Suzuki, 1:58,736, + 0,387
11. Miguel Oliveira, KTM, 1:58,764, + 0,415
12. Marc Márquez, Honda, 1:58,772, + 0,423
13. Franco Morbidelli, Yamaha, 1:58,838, + 0,489
14. Andrea Dovizioso, Ducati, 1:58,859, + 0,510
15. Johann Zarco, Ducati, 1:58,951, + 0,602
16. Alex Márquez, Honda, 1:59,042, + 0,693
17. Brad Binder, KTM, 1:59,104, + 0,755
18. Maverick Viñales, Yamaha, 1:59,169, + 0,820
19. Tito Rabat, Ducati, 1:59,549, + 1,200
20. Jorge Lorenzo, Yamaha, 1:59,697, + 1,348
21. Bradley Smith, Aprilia, 1:59,841, + 1,492
22. Takaaki Nakagami, Honda, 1:59,860, + 1,511
23.
Iker Lecuona, KTM, 1:59,898, + 1,549
24. Sylvain Guintoli, Suzuki, 2:00,100, + 1,751
25. Mika Kallio, KTM, 2:00,148, + 1,799

MotoGP-IRTA-Test Sepang, kombinierte Zeitenliste:

1. Fabio Quartararo, Yamaha, 1:58,349 min
2. Cal Crutchlow, Honda, 1:58,431 min, + 0,082 sec
3. Alex Rins, Suzuki, 1:58,450, + 0,101
4. Francesco Bagnaia, Ducati, 1:58,502, + 0,153
5. Valentino Rossi, Yamaha, 1:58,541, + 0,192
6. Danilo Petrucci, Ducati, 1:58,606, + 0,257
7. Pol Espargaró, KTM, 1:58,610, + 0,261
8. Jack Miller, Ducati, 1:58,616, + 0,267
9. Dani Pedrosa, KTM, 1:58,662, + 0,313
10. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:58,694, + 0,345
11. Joan Mir, Suzuki, 1:58,731, + 0,382
12. Miguel Oliveira, KTM, 1:58,764, + 0,415
13. Marc Márquez, Honda, 1:58,772, + 0,423
14. Franco Morbidelli, Yamaha, 1:58,831, + 0,482
15. Andrea Dovizioso, Ducati, 1:58,859, + 0,510
16. Maverick Viñales, Yamaha, 1:58,893, + 0,544
17. Johann Zarco, Ducati, 1:58,951, + 0,602
18. Alex Márquez, Honda, 1:59,042, + 0,693
19. Brad Binder, KTM, 1:59,104, + 0,755
20. Tito Rabat, Ducati, 1:59,549, + 1,200
21. Jorge Lorenzo, Yamaha, 1:59,697, + 1,348
22. Bradley Smith, Aprilia, 1:59,841, + 1,492
23. Takaaki Nakagami, Honda, 1:59,860, + 1,511
24. Iker Lecuona, KTM, 1:59,898, + 1,549
25. Sylvain Guintoli, Suzuki, 2:00,100, + 1,751
26. Mika Kallio, KTM, 2:00,148, + 1,799
27. Lorenzo Savadori, Aprilia, 2:03,150, + 4,801
28. Takuya Tsuda, Suzuki, 2:03,674, + 5,325

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