Dovi und Ducati: «Etwas stimmt nicht», sagt Guidotti

Von Nora Lantschner
MotoGP
Francesco Guidotti sieht die Situation kritisch

Francesco Guidotti sieht die Situation kritisch

Die zähen Verhandlungen zwischen Andrea Dovizioso und Ducati sorgen im Hinblick auf die MotoGP-Saison 2021 für Gesprächsstoff. Was hält Pramac-Teammanager Francesco Guidotti von einer Lorenzo-Rückkehr?

Wenn man sich die wenigen noch nicht besetzten Plätze in der MotoGP-Startaufstellung für 2021 sowie die noch verfügbaren Kandidaten anschaut, dann scheint eine Fortsetzung der Zusammenarbeit von Andrea Dovizioso und Ducati die logische Konsequenz. Immerhin geht die Kombination 2020 in die achte gemeinsame Saison, «Dovi» feierte 13 seiner 14-MotoGP-Siege auf der Desmosedici und beendete die Weltmeisterschaft zuletzt drei Mal in Folge auf Gesamtrang 2. Trotzdem sind die Parteien noch weit von einer Vertragsverlängerung entfernt.

Dovizioso-Manager Simone Battistella bestätigte im spanischen MotoGP-Podcast kürzlich: «Ducati will lieber ein paar Rennen abwarten, bevor sie die Verhandlungen mit Dovizioso beginnen, also werden wir wahrscheinlich bis nach Österreich warten müssen.»

Dafür haben viele Beobachter wenig Verständnis. Selbst Francesco Guidotti, Teammanager von Pramac Ducati, fand deutliche Worte für die Hängepartie: «Wenn man nach sieben oder acht gemeinsamen Jahren noch ein paar Rennen abwarten muss, dann ist klar, dass etwas nicht stimmt», seufzte er im Gespräch mit «Sky Sport Italia». «Wenn eine Liebe zu Ende geht, dann tragen fast immer beide Seiten die Verantwortung dafür. Wenn Dinge nicht geklärt werden, kommt es so – auch wenn ich für beide auf eine Einigung hoffe», bekräftigte er eilig.

«Ich habe auch von der Möglichkeit eines Sabbatjahres für Dovi gelesen, ich halte das für riskant», ergänzte der Italiener mit Blick auf seinen 34-jährigen Landsmann. Gleichzeitig halten sich die Gerüchte hartnäckig, dass ein anderer MotoGP-Star nach einem Jahr Pause eine Rückkehr als Stammfahrer ins Auge fasse.

Würde Guidotti den eigentlich zurückgetretenen Jorge Lorenzo (33) wieder für eine volle Saison auf eine Ducati setzen? «Ich weiß es nicht», grübelte der Pramac-Teammanager. «Wenn man sich seine sportlichen Erfolge anschaut, dann würde ich zu 100 Prozent ja sagen, aber es bestehen nicht wenige Zweifel… Sicher ist: Wenn er zurückkommt, weil er noch etwas Zufriedenstellendes erreichen will, dann ist Ducati der richtige Platz dafür.»

So sehen die MotoGP-Teams 2020 aus

Repsol-Honda
Marc Márquez, Alex Márquez

Ducati Team
Andrea Dovizioso, Danilo Petrucci

Monster Energy Yamaha
Maverick Viñales, Valentino Rossi

Suzuki Ecstar
Alex Rins, Joan Mir

Red Bull KTM Factory Racing
Pol Espargaró, Brad Binder

Aprilia Racing Team Gresini
Aleix Espargaró, Bradley Smith

Pramac Racing
Jack Miller, Francesco Bagnaia

Reale Avintia Racing
Tito Rabat, Johann Zarco

Petronas Yamaha SRT
Fabio Quartararo, Franco Morbidelli

LCR Honda
Cal Crutchlow, Takaaki Nakagami

Red Bull KTM Tech3
Miguel Oliveira, Iker Lecuona

So sehen die MotoGP-Teams 2021 aus

Repsol-Honda
Marc Márquez, Pol Espargaró

Ducati Team
Andrea Dovizioso? Jorge Lorenzo? Jack Miller

Monster Energy Yamaha
Maverick Viñales, Fabio Quartararo

Suzuki Ecstar
Alex Rins, Joan Mir

Red Bull KTM Factory Racing
Brad Binder, Miguel Olieira

Aprilia Racing Team Gresini
Aleix Espargaró, Cal Crutchlow? Andrea Iannone? Johann Zarco?

Pramac Racing
Jorge Martin, Jorge Lorenzo? Pecco Bagnaia? Johann Zarco?

Reale Avintia Racing
Tito Rabat, Johann Zarco?

Petronas Yamaha SRT
Valentino Rossi, Franco Morbidelli

LCR Honda
Alex Márquez, Takaaki Nakagami

Red Bull KTM Tech3
Danilo Petrucci, Iker Lecuona

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