Alberto Puig: Warum fiel die Wahl auf Pol Espargaró?

Von Nora Lantschner
MotoGP
Alberto Puig (53)

Alberto Puig (53)

«Ich glaube, Pol wird Marc Márquez gut unterstützen können», meint Teammanager Alberto Puig zum zukünftigen Repsol-Honda-Piloten. Warum Pol Espargaró den Platz von Alex Márquez übernehmen wird.

Sechs Tage vor dem Beginn der MotoGP-WM 2020 schaffte HRC mit zwei Mitteilungen Klarheit: Pol Espargaró fährt 2021 und 2022 für Repsol Honda, Alex Márquez wird dagegen nach nur einer Saison aus dem Werksteam ausscheiden und stattdessen den Platz von Cal Crutchlow bei LCR einnehmen. Für den Briten ist bei Honda nach sechs gemeinsamen Jahren Schluss.

Wie kam es dazu? «Pol hat großes Interesse für unser Motorrad gezeigt, sein Vertrag läuft am Ende dieser Saison aus, er war also verfügbar für nächstes Jahr – was ein entscheidender Punkt war, weil es so wechseln konnte», schickte Alberto Puig voraus.

Beeindruckt hat der 29-jährige Spanier HRC aber vor allem mit einer Eigenschaft: «Wir glauben das Pol Kampfgeist hat und einfach ein Kämpfer ist», unterstrich Puig im Interview mit «MotoGP.com». Dazu kommt: «Er ist seit vielen Jahren in der WM, verfügt über Erfahrung und hat meiner Meinung nach einen sehr guten Job bei KTM und der Entwicklung ihres Bikes gemacht hat. Und wir glauben, dass sein Fahrstil zu unserem Motorrad passen kann. Es war also etwas, worüber wir nachgedacht haben – und angesichts der Situation war es möglich, also haben wir entschieden, es zu tun.»

Im Hinblick auf seine zukünftige Fahrerpaarung ergänzte der Repsol-Honda-Teammanager: «Ich glaube, Pol wird Marc gut unterstützen können, wenn es darum geht, das Motorrad zu entwickeln und gleichzeitig konkurrenzfähig zu sein.»

Dass Alex Márquez den Platz an der Seite seines Bruders nach nur einer Saison räumen wird müssen, erklärte Puig mit dem Szenario nach dem Rücktritt von Jorge Lorenzo beim Saisonfinale 2019 in Valencia: «Wie ihr wisst, standen wir ohne Fahrer da – und das Beste, was wir machen konnten, war Alex zu holen, weil er Weltmeister geworden ist, aus eigener Kraft. Es war ein Deal für ein Jahr. Zu dem Zeitpunkt konnten wir nicht mehr machen, weil wir bei LCR nicht Unruhe stiften und vielleicht Cal holen wollten… Denn LCR ist für uns ein sehr wichtiges Team und wir wollten uns nicht in laufende Angelegenheiten einmischen.»

«Die Wahrheit ist aber, dass es für einen Rookie die ideale Situation ist, etwas ‚Training‘ in einem Satellitenteam zu bekommen», fuhr der 53-jährige Spanier fort. «Wir interessieren uns sehr für die Fortschritte von Alex und deshalb wollen wir, dass er bei LCR fahren kann – mit einem Factory-Bike, aber doch ein bisschen abseits vom massiven Druck, den es mit sich bringen kann, wenn man im Repsol Honda Team ist. Wir glauben, dass er sein Potenzial bei LCR in einem entspannteren Umfeld zeigen kann. Er wird aber immer noch ein HRC-Fahrer und auf derselben Maschine sein. Das Einzige, was er nicht mehr haben wird, ist dieser Druck, im Repsol Honda Team zu sein – neben Marc Márquez», hielt Puig fest.

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