Valentino Rossi: Was er aus der Zwangspause mitnimmt

Von Nora Lantschner
MotoGP
Valentino Rossi mit seinem neuen Crew-Chief David Munoz

Valentino Rossi mit seinem neuen Crew-Chief David Munoz

Die Zwangspause nutzte MotoGP-Ikone Valentino Rossi, um sich Gedanken über seine Zukunft zu machen. Mit Blick auf seinen Wechsel zu Petronas Yamaha sagt er aber auch: «Ich habe keine große Entscheidungsgewalt.»

Mit 133 Tagen Verspätung wird Valentino Rossi am Sonntag in seine 25. Saison in der Motorrad-WM starten. In Jerez bietet sich den 1600 Personen, die Zutritt zum Fahrerlager erhielten, allerdings ein ungewohntes Szenario. «Die Situation ist anders – das ist in mancher Hinsicht schlechter und für einige Dinge besser», berichtete der italienische Superstar. «Alles ist ein bisschen schwieriger, weil man immer die Masken tragen muss, auch in den Meetings. Auf der anderen Seite ist es sehr ruhig, keine Leute sind hier, was für mich unglaublich ist, weil ich auch im Paddock spazieren gehen kann. Das habe ich zuletzt 1997 gemacht. In der Hinsicht ist es entspannter. Man muss sich anpassen, es gibt Vor- und Nachteile.»

Auch der Rennkalender wurde Corona-bedingt angepasst: Die verkürzte Saison und das straffe Programm – 13 Grand Prix in 18 Wochen – könnten einem erfahrenen GP-Piloten wie Rossi entgegenkommen, glauben manche Beobachter. «Ich hoffe, dass es für mich ein Vorteil sein kann», schmunzelte der 41-Jährige. «Ich glaube aber, dass es keinen großen Unterschied machen wird. Das Programm ist zwar dichter, aber auf der anderen Seite finden auch weniger Rennen statt. Normalerweise hat man im Juli schon zehn Rennen absolviert. Ich will nicht sagen, dass man da schon müde ist, aber nun fangen wir eben erst jetzt an. Wir sind alle frisch, weshalb ich nicht glaube, dass es ein Problem sein wird, ein Rennen nach dem anderen zu fahren.»

Auch die Doppelveranstaltungen auf ein und derselben Rennstrecke an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden, wie wir sie 2020 in Jerez, Spielberg, Misano, Aragón und Valencia erleben, sind neu. «Es wird interessant sein, was in den zweiten Rennen passiert, wenn man mehr Zeit hat, an den Motorrädern zu arbeiten», grübelte der Yamaha-Werksfahrer. «Wir sind auf jeden Fall bereit, in den letzten eineinhalb Monaten habe ich hart trainiert, ich fühle mich fit», versicherte er.

Zur Corona-bedingten Zwangspause verriet der neunfache Weltmeister: «Es war eine interessante Zeit, in der ich viele Dinge verstanden habe. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich so lange ohne Rennen zu Hause. Der Gedanke daran, einfach nur zu Hause zu bleiben, hat mir ein bisschen Sorgen bereitet. Und dann nicht den Druck der Rennen zu haben, einfach ein normales Leben zu leben. Am Anfang war ich besorgt, aber ehrlich gesagt, es ging mir immer besser. Ich bin gerne zu Hause, es hat mir gefallen, nichts zu tun und im Bett zu bleiben», lachte er. Trotzdem will der «Dottore» seine beeindruckende Karriere auch in der MotoGP-Saison 2021 fortführen: «So habe ich die Entscheidung auch unbeschwerter getroffen: Ich will es nochmal probieren, ich mache weiter. Aber ich weiß auch, dass es mir zu Hause gut geht.»

Einziges noch zu klärendes Detail in den Verhandlungen mit Petronas SRT ist die Zusammensetzung der Crew: «Nicht nur ich wechsle zu Petronas, auch Quartararo geht ins Werksteam. Es sind also viele Puzzleteile, die zusammenpassen müssen. Wenn sich einer bewegt, dann muss ein anderer es auch tun. Quartararo wird die erste Wahl haben, weil er ins Werksteam kommt. Ich habe keine große Entscheidungsgewalt. Sicher kommt David [Munoz] mit mir, den Rest entscheiden eher das Werksteam und das Kundenteam untereinander. Es wird also noch ein bisschen dauern, aber es fehlt eigentlich nur die Unterschrift.»

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