Cal Crutchlow (Honda/3.): Mittwoch-Test war nützlich

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Cal Crutchlow landete im FP1 an dritter Stelle

Cal Crutchlow landete im FP1 an dritter Stelle

Cal Crutchlow sagt, die Honda-Ingenieure hätten nach dem Mittwoch-Test wertvolle Daten auswerten können. Honda zeigte sich jedenfalls im FP1 in Jerez in alter Stärke.

Honda präsentierte sich heute im FP1 von Jerez in alter Stärke: Platz 1 für Marc Márquez, Platz 3 für Cal Crutchlow. Dabei hatten die MotoGP-Fahrer von Honda bei den Wintertests im November und Februar keine perfekten Lösungen gefunden. Erst am dritten und letzten Tag in Losail/Latar (22. bis 24. Februar) fand Weltmeister Marc Márquez mit einer Zwitterlösung aus Teilen von 2019 mit dem Motor von 2020 ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Honda musste dann zum Zeitpunkt des Katar-GP (8. März) die Spezifikationen für 2020 homologieren, die auch für 2021 ihre Gültigkeit haben werden. Es gab also nicht mehr viel zeitlichen Spielraum für Modifikationen. HRC musste einfach in kurzer Zeit einen Kompromiss zwischen den Bikes von 2019 und 2020 finden.

«Ich weiß nicht, ob HRC während des Lockdowns noch unterschiedliche Entwicklungen machen konnte. Ich habe am Mittwoch beim Test etwas Neues probiert, das sich zumindest für mich nicht bewährt hat», erklärte der LCR-Honda-Pilot. «Die anderen Jungs wollten es probieren, haben aber darauf verzichtet. Seltsamerweise habe ich im November in Valencia etwas Ähnliches versucht, was dort gut funktioniert hat. Aber in Jerez mit den schnelleren Kurven war die Situation am Mitwoch anders, das Motorrad hatte weiterhin Mängel beim Turning. Wir hatten deshalb in den schnellen Kurven Mühe. Heute ging es im FP1 besser.»

Crutchlow weiter: «In der Rennpause seit stand bei HRC die Arbeit an der Elektronik im Vordergrund, glaube ich. Man darf nicht vergessen, die Ingenieure sind ja bei Ihrer Arbeit eingeschränkt, weil zum Beispiel die Entwicklung seit März eingefroren ist. Honda hat also im Grunde keinen neuen Teile nach Spanien gebracht. Aber es herrscht seit dem Katar-Test ein besseres Verständnis. Das Bike ist jetzt besser als es an den ersten beiden Tagen beim Katar-Test war. Marc hat das mit den drittbesten Zeit gestern bewiesen. Für mich war es etwas anders. Ich habe mich nur in der Vormittag-Session richtig wohl gefühlt. Insgesamt war ich aber happy mit meinem Testtag.»

Bei den nächsten Rennen muss sich zeigen, ob das Gesamtpaket der Honda RC213V schlagkräftiger ist als die 2019-version, bei der die Fahrer ein mangelndes Gefühl für den Vorderreifen attestierten.
«Wenn sich das Bike nicht flott um die Pisten bewegen lässt», sagt Cal, «dann wird es mühsam, während der kurzen Rennsaison technische Fortschritte zu machen, zumal ja nicht viel Entwicklung erlaubt ist. Die Ingenieure brauchen Daten, sie wollen Motorräder um die Piste flitzen sehen, aber im Lockdown wurden von den Teams keine neuen Daten geliefert. Sie hatten nur die Informationen der zwei Tests im Februar. Normalerwiese hätten wir jetzt schon die Hälfte der 20 Rennen absolviert… Für unsere Techniker war es schwierig, Verbesserungen zu machen, wenn alles stillsteht. Nicht einmal die Testfahrer durften fahren. Deshalb konnten keine massiven Änderungen gemacht werden. Aber jetzt haben wir die Daten vom Mittwoch-Test. Damit wird jetzt gearbeitet, so können wir jetzt am Freitag schon neue Erkenntnisse umsetzen. Der freie Donnerstag war für die Ingenieure und die Mechaniker sehr nützlich.»

Ergebnisse FP1 Jerez, Freitag, 17. Juli

1.Marc Márquez, Honda, 1:37,350 min
2. Viñales, Yamaha, 1:37,374, + 0,024 sec
3. Crutchlow, Honda, 1:37,438, + 0,088
4. Dovizioso, Ducati, 137,471, + 0,121
5. Mir, Suzuki, 1:37,481, + 0,131
6. Miller, Ducati, 1:37,487, + 0,137
7. Rins, Suzuki, 1:378,569, + 0,219
8. Pol Espargaró, KTM, 1:37,712, + 0,362
9. Lecuona, KTM, 1:37, 714, + 0,364
10. Binder, KTM, 1:37,923, + 0,573
11. Zarco, Ducati, 1:37,940, + 0,590
12. Morbidelli, Yamaha, 1:37,982, + 0,632
13. Rossi, Yamaha, 1:38,118, + 0,768
14. Nakagami, Honda, 1:38,129, + 0,779
15. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:38,209, + 0,859
16. Alex Márquez, Honda, 1:38,212, + 0,862
17. Quartararo, Yamaha, 1:38,245, + 0,895
18. Bagnaia, Ducati, 1:38,316, + 0,966
19. Rabat, Ducati, 1:38,337, + 0,987
20. Oliveira, KTM, 1:38,506, + 1,156
21. Petrucci, Ducati, 1:38,507, + 1,157
22. Smith, Aprilia, 1:38,730, + 1,380

Jerez-Test, MotoGP, 15. Juli, kombinierte Zeitenliste:

1. Viñales, Yamaha, 1:37,793 min
2. Quartararo, Yamaha, 1:37,911 min, + 0,118 sec
3. Marc Márquez, Honda, 1:37,941, + 0,148
4. Rins, Suzuki, 1:38,193, + 0,400
5. Rossi, Yamaha, 1:38,222, + 0,429
6. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:38,285 + 0,492
7. Crutchlow, Honda, 1:38,313, + 0,520
8. Miller, Ducati, 1:38,348, + 0,555
9. Mir, Suzuki, 1:38,380, + 0,587
10. Bagnaia, Ducati, 1:38,417, + 0,624
11. Oliveira, KTM, 1:38,426, + 0,633
12. Zarco, Ducati, 1:38,513, + 0,720
13. Pol Espargaró, KTM, 1:38,592, + 0,799
14. Morbidelli, Yamaha, 1:38,646, + 0,853
15. Dovizioso, Ducati, 1:38,779, + 0,986
16. Nakagami, Honda, 1:38,873, + 1,080
17. Smith, Aprilia, 1:38,942, + 1,149
18. Binder, KTM, 1:39,016, + 1,223
19. Lecuona, KTM, 1:39,089, + 1,296
18. Alex Márquez, Honda, 1:39,151, + 1,358
21. Petrucci, Ducati, 1:39,249, + 1,456
22. Rabat, Ducati, 1:39,407 + 1,614 

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