Maverick Viñales (Yamaha/2.): «Rossi war großartig»

Von Nora Lantschner
MotoGP
Erst zwei Runden vor Schluss setzte sich Viñales vor Rossi

Erst zwei Runden vor Schluss setzte sich Viñales vor Rossi

«Wir haben das Maximum herausgeholt», meinte Maverick Viñales nach Platz 2 im Andalusien-GP. Beim Dreifachsieg für Yamaha staunte er vor allem über Valentino Rossis Stärke auf der Bremse.

Maverick Viñales griff bereits am Ende der ersten Runde Fabio Quartararo an, das Manöver war aber nicht von Erfolg gekrönt, stattdessen verlor er den zweiten Platz an Valentino Rossi. Am 41-Jährigen führte für den Spanier dann lange kein Weg vorbei. «Es war hart, weil ich hinter Vale hängen blieb. Ich kam nicht vorbei, jedes Mal, wenn ich es versucht habe, kam ich von der Linie ab und habe viele Sekunden verloren», seufzte der 25-Jährige anschließend.

Zwischenzeitlich fiel Viñales bis auf Rang 5 zurück, am Ende stand er aber einmal mehr auf dem zweiten Platz, nachdem das Pramac-Duo ausgefallen war und er seinen Yamaha-Teamkollegen in der Schussphase doch noch überholen konnte. Deshalb fiel die Bilanz auch positiv aus: «Ich bin glücklich, weil wir das Maximum herausgeholt haben, wir nehmen aus Jerez 40 Punkte mit und ein gutes Gefühl, was das Wichtigste ist. Die Weltmeisterschaft ist noch sehr lang. Wir haben viele Strecken, auf denen wir ziemlich gut sind, und ich fühle mich so gut. Denn wir haben es geschafft, gute Rennen zu machen, auch wenn das Gefühl nicht das Beste war. Und das ist wichtig.»

Der Fehler in Kurve 13 gleich zu Beginn nahm dem Yamaha-Werksfahrer allerdings die Chance, am WM-Leader dran zu bleiben. «Ich habe versucht, schon in der ersten Runde die Spitze zu übernehmen, weil ich das Gefühl hatte, dass ich ein bisschen näher an Fabio dran war und hätte in Führung gehen können. Aber ich ging weit und habe zwei Plätze verloren. Danach konnte ich Vale einfach nicht überholen. Er war sehr stark auf der Bremse und ich habe angefangen, die Reifen zu sehr zu erhitzen, was ein Problem war», gestand Maverick.

Dabei staunte er darüber, dass sich der «Dottore» so lange erfolgreich zur Wehr setzen konnte. «Er war großartig auf der Bremse, ich werde sein Set-up checken», schmunzelte der Spanier. «Am Ende habe ich aber meine Karten ausgespielt, ich hatte zum Schluss viel mehr Grip als er, vor allem auf der linken Reifenflanke. Im ersten Rennen hatte ich in den letzten Runden noch Mühe, dieses Mal konnte ich schneller sein. Mit der Arbeit, die das Team geleistet hat, bin ich daher sehr happy.»

Das reine Yamaha-Podium wurde aber auch vom technischen Problem an der Ducati von Pecco Bagnaia begünstigt, der sein Motorrad auf Platz 2 liegend sechs Runden vor Schluss am Streckenrand abstellen musste. Der aufsteigende Qualm jagte den dahinter fahrenden Yamaha-Piloten einen Schrecken ein: «Ich habe etwas Angst bekommen, weil es nach Öl gerochen hat. Valentino und ich waren in dem Moment sehr langsam, weil wir nicht wussten, was passieren würde. Am Ende war es Nichts, das war wichtig – und wir haben 40 Punkte für die Weltmeisterschaft eingefahren.»

«Mit dem zweiten Platz bin ich sehr glücklich, weil das Szenario mich zwischendurch auf Platz 5 sah und das Motorrad in dem Moment nicht so gut funktionierte. Wir haben am Ende das Maximum herausgeholt, das ist das Wichtigste. Wir sind sehr glücklich und müssen auf dem Weg weitermachen», bekräftigte Viñales.

Ergebnisse MotoGP Jerez/E:

1. Fabio Quartararo (F), Yamaha, 41:22,666 min
2. Maverick Vinales (E), Yamaha, +4,495 sec
3. Valentino Rossi (I), Yamaha, +5,546
4. Takaaki Nakagami (J), Honda, +6,113
5. Joan Mir (E), Suzuki, +7,693
6. Andrea Dovizioso (I), Ducati, +12,554
7. Pol Espargaro (E), KTM, +17,488
8. Alex Marquez (E), Honda, +19,357
9. Johann Zarco (F), Ducati, +23,523
10. Alex Rins (E), Suzuki, +27,091
11. Tito Rabat (E), Ducati, +33,628
12. Bradley Smith (GB), Aprilia, +36,306
13. Cal Crutchlow (GB), Honda, +45,683

WM-Stand nach 2 von 13 Rennen: 1. Quartararo, 50 Punkte. 2. Viñales 40. 3. Dovizioso 26. 4. Nakagami 19. 5. Pol Espargaró 19. 6. Rossi 16. 7. Miller 13. 8. Alex Márquez 12. 9. Zarco 12. 10. Morbidelli 11. 11. Mir 11. 12. Bagnaia 9. 13. Oliveira 8. 14. Petrucci 7. 15. Rabat 7. 16. Rins 6. 17. Smith 5. 18. Binder 3. 19. Crutchlow 3.

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