Andrea Dovizioso (Ducati/6.): «Ein neues Problem»

Von Nora Lantschner
MotoGP
Andrea Dovizioso hatte im Andalusien-GP Mühe

Andrea Dovizioso hatte im Andalusien-GP Mühe

Andrea Dovizioso mühte sich beim Andalusien-GP auf den sechsten Rang. Der Ducati-Werksfahrer will das Glas im Hinblick auf die dritte Station der MotoGP-WM 2020 in Brünn aber trotzdem halb voll sehen.

Nach zwei Grand Prix verlässt Andrea Dovizioso Jerez mit 26 Punkten auf dem Konto: Nach dem dritten Platz im Spanien-GP musste er sich im heutigen Andalusien-GP mit dem sechsten Rang begnügen. Damit liegt der dreifache MotoGP-Vizeweltmeister in der WM-Tabelle auf dem dritten Platz. Hätte er das vor dem WM-Neustart so unterschrieben? «Um ehrlich zu sein, ich hatte auf etwas mehr gehofft», gab er schmunzelnd zu. «Am Ende zählt das, was nach dem Rennen unter dem Strich steht. Die Dinge können dann auf unterschiedliche Art und Weise zustande kommen – und man muss das analysieren und versuchen, sich zu verbessern.»

«Alles in allem sind die 26 Punkte hier in Jerez und bei diesen Bedingungen nicht so schlecht. Wir haben es aber nicht geschafft, das zu machen, was wir erhofft hatten», stellte «Dovi» fest. «Auch wenn ich 14. gestartet bin und nach der ersten Runde nur auf dem zehnten Platz lag, hätte ich die Chance gehabt, um das Podium zu kämpfen, wenn ich den Speed gehabt hätte, den wir erwartet hatten. Aber wir hatten ein neues Problem. Gut, vielleicht hatten die anderen größere Probleme, aber als ich von der Bremse ging, habe ich es nicht geschafft, in der Kurve den Speed mitzunehmen.»

Am Samstag klagten die Ducati-Werksfahrer noch darüber, dass sie die Desmosedici nicht stoppen könnten. «Wir haben uns auf der Bremse verbessert und am Sonntagmorgen haben wir einen Schritt gemacht beim Einlenkverhalten», erklärte der 34-jährige Italiener. «Ich war wirklich glücklich nach der Änderung, weil wir auf dem richtigen Weg waren. Wir wussten, dass das Set-up vielleicht nicht perfekt war, weil wir nicht genug Daten hatten, um die Elektronik für die Bedingungen am Nachmittag perfekt abzustimmen. Wir haben aber eine gute Arbeit gemacht. Allerdings habe ich in der ersten Runde auf Anhieb gemerkt, dass ich in der Kurve kein Gefühl für die Front hatte, und das hat mich daran gehindert zu pushen – egal ob in den schnellen oder langsamen Kurven.»

«Ob es ein Problem mit dem Reifen war oder eine Folge des Set-ups, müssen wir herausfinden. Das wird nicht einfach, aber wir müssen es verstehen. Denn das wird den Unterschied machen, wenn es darum geht, für Brünn die richtigen Entscheidungen zu treffen», blickte Dovi bereits auf die nächste Aufgabe in zwei Wochen voraus.

Seine Bilanz nach dem Doppel-Event in Jerez: «Ich will das Ganze eher positiv als negativ sehen, denn in diesen zwei Wochen sind sehr viele Dinge passiert», so der Ducati-Hoffnungsträger. «Jetzt müssen wir gut darin sein, die positiven Dinge von den negativen zu trennen. Wir haben verschiedene Dinge verstanden, wo wir dann aber nicht die Zeit hatten, daran zu arbeiten. Daher glaube ich, dass wir für Brünn besser vorbereitet sein und dort dann schneller arbeiten können. Und wenn die Strecke für dein Motorrad ein bisschen einfacher ist, dann hilft das auch, wenn du an diesen Details arbeitest. Ich gehe zwar nicht zufrieden nach Hause, weil einiges an Arbeit vor uns liegt, aber die eineinhalb Wochen, die jetzt vor uns liegen, sind entscheidend, um dann mit klareren Ideen nach Brünn zu kommen.»

Ergebnisse MotoGP Jerez/E:

1. Fabio Quartararo (F), Yamaha, 41:22,666 min
2. Maverick Vinales (E), Yamaha, +4,495 sec
3. Valentino Rossi (I), Yamaha, +5,546
4. Takaaki Nakagami (J), Honda, +6,113
5. Joan Mir (E), Suzuki, +7,693
6. Andrea Dovizioso (I), Ducati, +12,554
7. Pol Espargaro (E), KTM, +17,488
8. Alex Marquez (E), Honda, +19,357
9. Johann Zarco (F), Ducati, +23,523
10. Alex Rins (E), Suzuki, +27,091
11. Tito Rabat (E), Ducati, +33,628
12. Bradley Smith (GB), Aprilia, +36,306
13. Cal Crutchlow (GB), Honda, +45,683

WM-Stand nach 2 von 13 Rennen: 1. Quartararo, 50 Punkte. 2. Viñales 40. 3. Dovizioso 26. 4. Nakagami 19. 5. Pol Espargaró 19. 6. Rossi 16. 7. Miller 13. 8. Alex Márquez 12. 9. Zarco 12. 10. Morbidelli 11. 11. Mir 11. 12. Bagnaia 9. 13. Oliveira 8. 14. Petrucci 7. 15. Rabat 7. 16. Rins 6. 17. Smith 5. 18. Binder 3. 19. Crutchlow 3.

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