Valentino Rossi: «Dovi, Pol und Suzuki sehr stark»

Von Nora Lantschner
MotoGP
Valentino Rossi hatte am Nachmittag Zeit für die Analyse

Valentino Rossi hatte am Nachmittag Zeit für die Analyse

Yamaha-Werksfahrer Valentino Rossi analysiert nach dem «halben Tag» in Spielberg die Ausgangslage. Warum leiden die Suzuki-Piloten auf den langen Geraden offensichtlich weniger?

In der Nachmittags-Session bekam Valentino Rossi bei halbnasser Strecke am Freitag keine Chance mehr, seinen 13. Rang aus dem FP1 zu verbessern. «Das war nur ein halber Tag, weil wir nur am Vormittag gearbeitet haben», kommentierte der 41-Jährige mit einem Schmunzeln.

«Heute Vormittag war es etwas schwierig, ich bin auch außerhalb der Top-10», wurde der neunfache Weltmeister schnell wieder ernst. «Vor uns liegt viel Arbeit, weil wir uns in der Bremsphase verbessern müssen. Es ist eine sehr spezielle Strecke, die Durchschnitts-Geschwindigkeit ist hoch, man bremst auf der Geraden vor dem Umlegen und muss daher etwas am Set-up arbeiten. Alle vier Yamaha-Fahrer sind eng beieinander, es sieht aber so aus, als wäre es schwierig, weil alle sehr schnell sind. Heute waren Dovi, Pol Espargaró und die zwei Suzuki-Piloten sehr stark. Bei den anderen sind wir dabei, viele Fahrer sind eng beieinander», analysierte er.

Dazu kommt: «Wie immer bringt Michelin hier in Österreich eine härtere Reifenkonstruktion. Damit wird es etwas schwieriger, weil man ein bisschen Grip verliert. Ich fühle mich aber recht gut», versicherte «Vale».

Dass der Top-Speed eine Schwäche der M1 ist, ist dagegen weitreichend bekannt. «Bei der Geschwindigkeitsmessung sind wir weit hinten. Wir leiden beim Top-Speed, aber unser Bike hat andere Stärken », ergänzte Rossi. Mussten die M1 aber zuletzt die Drehzahlen herunterschrauben? «Ein bisschen. Aber der Top-Speed ist für uns immer der Schwachpunkt – schon lange.»

Auf dem Red Bull Ring war heute auffällig: Suzuki, ebenfalls ein Reihenmotor, scheint auf den Geraden deutlich stärker zu sein. «Es hängt auch viel von der jeweiligen Strecke ab und wie man die Reifen zum Laufen bringt. Hier scheinen die Suzuki wirklich stark zu sein», stellte auch der «Dottore» fest. «Wie schon gesagt: Nach heutigem Stand sind sie neben Pol Espargaró und Dovi die Favoriten. Es hängt auch stark von der Traktion ab und wie du aus der Kurve kommst. Die Suzuki funktioniert sehr gut, in Brünn waren sie stark und hier scheinen sie im Moment konkurrenzfähiger als die Yamaha zu sein. Es stimmt aber auch, dass in Jerez die Yamaha konkurrenzfähiger war. Es sind etwas andere Eigenschaften, aber es ist nicht so, dass man mit dem Reihenmotor langsamer sein muss. Auch andere Dinge wie die Traktion im Kurvenausgang und die Elektronik spielen eine Rolle.»

Ergebnis Spielberg, MotoGP, kombinierte Zeitenliste, 14. August

1. Pol Espargaró, KTM, 1:24,193 min
2. Dovizioso, Ducati, + 0,044 sec
3. Nakagami, Honda, + 0,185
4. Rins, Suzuki, + 0,380
5. Morbidelli, Yamaha, + 0,395
6. Zarco, Ducati, + 0,462
7. Oliveira, KTM, + 0,525
8. Miller, Ducati, + 0,531
9. Mir, Suzuki, + 0,550
10. Quartararo, Yamaha, + 0,560
11. Viñales, Yamaha, + 0,586
12. Petrucci, Ducati, + 0,644
13. Rossi, Yamaha, + 0,686
14. Crutchlow, Honda, + 0,751
15. Lecuona, KTM, + 0,798
16. Binder, KTM, + 0,812
17. Pirro, Ducati, + 0,959
18. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,972
19. Alex Márquez, Honda, + 1,056
20. Smith, Aprilia, + 1,104
21. Bradl, Honda, +1,178
22. Rabat, Ducati, + 1,536

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