Maverick Viñales (1.): Rüffel für den Reifen-Experten

Von Johannes Orasche
MotoGP
Jack Miller mit seinem Kumpel Viñales: 2. und 1. Startplatz

Jack Miller mit seinem Kumpel Viñales: 2. und 1. Startplatz

Yamaha-Werksfahrer Maverick Viñales setzte in Misano im MotoGP-Qualifying eine neue «circuit best lap» in den Asphalt, strahlt viel Zuversicht aus, spart aber auch nicht mit Kritik.

Der Spanier Maverick Viñales schnappte sich auch beim zweiten Aufschlag von Misano Adriatico die Pole-Position in der MotoGP-Klasse. Rückblickend kann er locker über das Rennen vor einer Woche sprechen: «Die einfache Erklärung war der Reifen. Ich habe in Sektor 2 viel verloren.»

Der Spanier verrät: «Wir haben etwas anders am Bike gearbeitet. Die Zeit war gut, ich konnte komfortabel fahren. Ich werde mich vorbereiten und werde das Maximum geben. Es macht mich zuversichtlich, dass ich in FP4 von Runde 2 bis 15 starke Zeiten gefahren bin. Dieses Wochenende war anders. Ich hatte am Freitag Probleme, auch noch im FP3. Jetzt läuft es gut. Wenn ich zu viel kämpfen muss, kann ich gute und konstante Zeiten fahren.»

Die Verbesserungen sind bei Viñales klar: «In den schnellen Kurven hat sich das Bike stark bewegt. Heute war es besser, speziell mit vollem Tank. Wir haben anders als zuletzt gearbeitet haben und nicht so sehr auf die eine Runde konzentriert.»

Viñales merkt ganz klar an: «Alle arbeiten sehr hart. Am Dienstag war viel Zeit für alle. Hier waren 15 Fahrer innerhalb einer Sekunden. Es wird ein hartes und langes Rennen. Wir haben eine Steigerung gemacht. Mit viel Benzin war das Bike schwerfällig, ohne Sprit war es immer gut. Wenn es hier funktioniert, dann ist es gut. Wenn nicht, dann werden wir es in Barcelona wieder versuchen.»

Zu den Bodenwellen, die am Freitag noch ein Thema waren, sagt Viñales: «Der Grip ist jetzt besser, wir haben auch viel am Fahrverhalten über die Wellen gearbeitet. Heute früh war es eigentlich sehr gut.»

Zur Reifenwahl sagt Viñales: «Wenn man arbeitet und der Experte sagt, dass der harte Reifen der Beste ist, dann muss man das so lassen. Aber es war nicht die richtige Wahl. Wir müssen eng mit Michelin arbeiten, denn sie sind in Kontakt mit dem Mann, der bei uns für die Reifen zuständig ist in der Box. Wir haben Pascal bei Michelin und einen eigenen Mann bei uns im Team, der meiner Meinung nach keine gute Arbeit gemacht hat, das muss ich so klar sagen. Diesmal habe ich viel mit dem Medium-Hinterreifen gearbeitet. Wir haben alle Reifen versucht und das Potenzial bewertet. Ich denke, der Medium-Reifen ist sehr gut.»

Ergebnisse Misano, MotoGP, Q2, 19.9.:

1. Viñales, Yamaha, 1:31,077 min
2. Miller, Ducati, 1:31,153
3. Quartararo, Yamaha, 1:31,222
4. Pol Espargaró, KTM, 1:31,308
5. Bagnaia, Ducati, 1:31,313
6. Binder, KTM, 1;31,389
7. Rossi, Yamaha, 1:31,436
8. Morbidelli, Yamaha, 1:31,566
9. Petrucci, Ducati, 1:31,574
10. Dovizioso, Ducati, 1:31,581
11. Mir, Suzuki, 1:31,617
12. Nakagami, Honda, 1:32,284

Die weitere Startaufstellung:
13. Lecuona, KTM, 1:31,715
14. Zarco, Ducati, 1:31,764
15. Oliveira, KTM, 1:31,841
16. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:31,912
17. Alex Márquez, Honda, 1:32,198
18. Rins, Suzuki, 1:32,275
19. Smith, Aprilia, 1:32,486
20. Rabat, Ducati 1:32,850

 

 

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