Danilo Petrucci (Ducati/10.): «Merkwürdige Saison»

Von Nora Lantschner
MotoGP
An Miguel Oliveira konnte Danilo Petrucci nicht dranbleiben

An Miguel Oliveira konnte Danilo Petrucci nicht dranbleiben

Danilo Petrucci hatte sich beim Emilia Romagna-GP mehr erhofft. Dass der Ducati-Pilot sein Ergebnis aus dem ersten MotoGP-Rennen in Misano verbesserte, war ein schwacher Trost: «Das war auch nicht schwer.»

Nach Platz 9 im Qualifying klang Danilo Petucci in Misano noch zuversichtlich, am Sonntag mühte er sich aber nur auf Rang 10, obwohl im Emilia Romagna-GP nur 13 MotoGP-Piloten die Zielflagge sahen.

«Nach dem Samstag habe ich ein bisschen mehr erwartet, aber ich hatte große Mühe in den ersten Runden. Der Start war gut, aber ich konnte mich nicht dort halten. Ich hatte viele Probleme, vor allem in den letzten Sektoren auf der Bremse, das Gefühl war nicht gut», bedauerte der Ducati-Werksfahrer anschließend. «Von Anfang an hatte ich Probleme mit dem Vorderreifen. Binder und Valentino sind vor mir gestürzt und mir fehlte das Vertrauen. Vor allem wurde ich an Stellen überholt, wo ich an den vergangenen Tagen noch schneller war. Eigentlich haben mich alle an denselben Stellen überholt, etwas hat offensichtlich nicht funktioniert.»

«Es tut mir leid, weil ich an den letzten Tagen wirklich ein gutes Gefühl hatte. Ich wollte mehr schaffen. Klar, im Vergleich zum vergangenen Wochenende habe ich mich verbessert, aber das war auch nicht schwierig», verwies «Petrux» auf den schwachen 16. Rang im San Marino-GP. «Auf der Strecke war am Sonntag viel weniger Grip, dafür haben wir bezahlt.»

«Es war ein bisschen besser als vor einer Woche, aber nicht so, wie ich es gerne hätte. Ein kleiner Schritt nach vorne, aber da braucht es noch einige», zog der einmalige MotoGP-Sieger nach dem Misano-Doppel Bilanz.

Das Kuriose: Sein Ducati-Teamkollege Andrea Dovizioso überquerte nur 4,5 Sekunden vor Petrucci die Ziellinie und führt die WM-Tabelle trotzdem noch an. Die Top-4 trennen allerdings nur noch vier Punkte.

«Noch ist alles ziemlich offen, es fehlen auch noch die Hälfte der Rennen. Es ist viel Auf und Ab dabei», analysierte Petrux, der nur auf dem 14. WM-Rang liegt. Sein Erklärungsansatz: «Die Reifen reagieren nicht nur sehr sensibel auf das Set-up und den Fahrstil, sondern auch auf die Temperaturen. Vielleicht war es ein bisschen kühler, vielleicht war es die Moto2, die vor uns auf der Stecke war, oder die Regentropfen. Ich weiß es nicht, aber es gab viele Stürze am Sonntagnachmittag. Und ich hatte große Mühe und habe ein paar Mal riskiert zu stürzen. Erst im zweiten Abschnitt des Rennens wurde ich ein bisschen schneller, als ich anfing ein bisschen besser zu verstehen, wie man fahren muss. Wir sehen aber viele Schwankungen. Ich glaube nicht, dass diese Instabilität damit zu tun hat, dass Márquez fehlt oder dass keiner wirklich das Kommando übernimmt. Jeder Fahrer gibt das Maximum, wenn er auf die Strecke geht – unabhängig davon, wer fehlt und wer nicht. Aber ja, es ist eine ziemlich merkwürdige WM-Saison.»

Ergebnis MotoGP, Emilia Romagna-GP, 20. September

1. Viñales, Yamaha, 41:55,846 min
2. Mir, Suzuki, + 2,425 sec
3. Pol Espargaró, KTM, + 4,528
4. Quartararo, Yamaha, + 6,419
5. Oliveira, KTM, + 7,368
6. Nakagami, Honda, + 11,139
7. Alex Márquez, Honda, + 11,929
8. Dovizioso, Ducati, + 13,113
9. Morbidelli, Yamaha, + 15,880
10. Petrucci, Ducati, + 17,682
11. Zarco, Ducati, + 23,144
12. Rins, Suzuki, + 24,962
13. Smith, Aprilia, + 30,008

Fahrer-WM nach 7 von 14 Rennen:

1. Dovizioso 84 Punkte. 2. Quartararo 83. 3. Viñales 83. 4. Mir 80. 5. Morbidelli 64. 6. Miller 64. 7. Nakagami, 63. 8. Oliveira 59. 9. Rossi 58. 10. Pol Espargaró 57. 11. Binder 53. 12. Rins 44. 13. Zarco 36. 14. Petrucci 31. 15. Bagnaia 29. 16. Alex Márquez 24. 17. Aleix Espargaró 18. 18. Lecuona 15. 19. Smith 11. 20. Rabat 7. 21. Crutchlow 7. 22. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM nach 7 von 14 Rennen:

1. Yamaha 138 Punkte. 2. Ducati 115. 3. KTM 104. 4. Suzuki 93. 5. Honda 63. 6. Aprilia 26.

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