MotoGP: Doppel-Sensation bei KTM

Wie Joan Mir (4.) Yamaha und Quartararo einschätzt

Von Nora Lantschner
Joan Mir startete in Aragón stark

Joan Mir startete in Aragón stark

In Aragón dominierten am Freitag die Yamaha-Piloten, aber auch Joan Mir war mit seinem vierten Platz zufrieden. Der Suzuki-Werksfahrer sprach anschließend über seinen aktuell größten Rivalen im MotoGP-Titelkampf.

Joan Mir beendete den Freitag im MotorLand Aragón auf Rang 4 der kombinierten Zeitenliste: «Es war ein guter Tag für uns, ich fühle mich großartig – auch wenn ich glaube, dass keiner ein unglaublich gutes Gefühl hat bei diesen Temperaturen. Das macht es ein bisschen schwierig, aber ich konnte trotzdem stark sein. Ich wurde mit den frischen Reifen ein bisschen gestört, aber die Rundenzeit war am Ende nicht schlecht. Ich bin happy, der Tag war positiv und ich freue mich auf morgen», lautete sein Fazit.

Mit Soft-Reifen scheint die GSX-RR einen Schritt nach vorne gemacht zu haben. «Heute fühlte ich mich auf neuen Reifen großartig», bestätigte Mir. «Der erste Satz Soft-Reifen war einfach dafür da, um zu sehen, wie mein Gefühl war. Ich konnte hohe 1:48er- und tiefe 1:49er-Zeiten fahren. Das ist – angesichts der Verhältnisse auf der Strecke – keine schlechte Rundenzeit. Mit dem zweiten Satz habe ich dann keine gute Runde hinbekommen, ich wurde von ein paar Ducati-Jungs ein bisschen gestört, daher ist mir keine perfekte Rundenzeit gelungen. Aber trotzdem, es ist eine anständige Rundenzeit.»

Die Plätze 1 bis 3 belegten am Freitag allerdings ausschließlich Yamaha-Piloten. Wie schätzt der Suzuki-Werksfahrer seine Chancen ein? «Sie sind sehr stark, alle Yamaha-Piloten. Wir sind im Moment nicht so schnell, aber wir arbeiten daran. Im Moment sind die etwas im Vorteil», gestand er.

Neben Aragón stehen in der verkürzten Saison 2020 auch noch Valencia und Portimão im Kalender. «Ich glaube, dass Aragón eine gute Strecke für uns sein kann – ich glaube eigentlich, dass alle Strecken, die noch kommen, ziemlich gut für uns sind», ergänzte der WM-Zweite nach kurzem Grübeln. «Wir sehen, dass die Yamaha bei diesen Bedingungen wirklich stark sind. Aber wir werden unsere Karten ausspielen, dann werden wir sehen, wo wir stark sind.»

Im Titelkampf scheint sein härtester Gegner ausgerechnet sein ehemaliger Leopard-Teamkollege aus der Moto3-WM, Fabio Quartararo, zu sein. «Wir waren 2016 Teamkollegen, das war mein erstes Jahr», blickte der 23-jährige Spanier zurück. «Er hatte mehr Erfahrung als ich und er war der, der in dem Moment hätte gewinnen sollen. Ich war aber recht schnell und wir hatten einige großartige Kämpfe – und einige großartige Momente neben der Strecke. Wir haben ein wirklich gutes Verhältnis, ich kann nichts Schlechtes über Fabio sagen. Aber er ist mein Rivale», fügte er noch an. Vor dem Aragón-Doppel trennen die beiden übrigens nur zehn Punkte.

Wie will Mir ihn schlagen, wo sieht er die Schwäche des 21-jährigen Franzosen? «Das werde ich sicher nicht verraten», lachte der Moto3-Weltmeister von 2017. «Das ist klar. Aber wie jeder Mensch hat auch er Stärken und Schwächen. Jeder hat Schwächen. Das Wichtige ist, sie zu verstecken und nicht zu zeigen.»

Aragón, MotoGP, kombinierte Zeitenliste des Freitags (16.10.)

1. Viñales, Yamaha, 1:47,771 min
2. Quartararo, Yamaha, + 0,249 sec
3. Morbidelli, Yamaha, + 0,447
4. Mir, Suzuki, + 0,730
5. Crutchlow, Honda, + 0,827
6. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,899
7. Pol Espargaró, KTM, + 0,975
8. Alex Márquez, Honda, + 1,052
9. Nakagami, Honda, + 1,053
10. Rins, Suzuki, + 1,068
11. Zarco, Ducati, + 1,135
12. Rabat, Ducati, + 1,232
13. Dovizioso, Ducati, + 1,244
14. Miller, Ducati, + 1,255
15. Petrucci, Ducati, + 1,336
16. Lecuona, KTM, + 1,394
17. Oliveira, KTM, + 1,437
18. Smith, Aprilia, + 1,487
19. Bagnaia, Ducati, + 1,717
20. Bradl, Honda, + 2,320
21. Binder, KTM, + 2,473

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