Danilo Petrucci (Ducati): «Ein beängstigender Tag»

Von Sarah Göpfert
Danilo Petrucci im Gespräch mit seiner Crew

Danilo Petrucci im Gespräch mit seiner Crew

Ducati-Werksfahrer Danilo Petrucci scheiterte im Valencia-GP mit Platz 15 im MotoGP-Qualifying erneut am Einzug ins Q2. Die wechselhaften Streckenverhältnisse machten dem Italiener das Leben schwer.

Nachdem vier der sechs Ducati-Piloten den Trainings-Freitag in den Top-10 beendeten, stiegen die Hoffnungen des Herstellers aus Borgo Panigale auf gute Qualifikations-Ergebnisse. Doch der Samstag verlief insbesondere im Werksteam nicht wie gewünscht. Danilo Petrucci stand nach den freien Trainings auf Platz 12, womit ihm sechs Tausendstelsekunden fürs Q2 fehlten. Denn nur die ersten zehn Fahrer der kombinierten Zeitenliste der ersten drei freien Trainings qualifizieren sich auf direktem Wege für das zweite Zeittraining.

Der einsetzende Regen im ersten Qualfying machte Petrucci zu schaffen. Am Ende der Session fehlten dem Italiener sechs Zehntelsekunden für den Einzug ins Q2, sodass er das Rennen am Sonntag von Startplatz 15 in Angriff nehmen muss.

«Es war ein beängstigender Tag. Die schlimmste Session war das Q1. Mit dem ersten Satz Reifen konnte ich keine gute Rundenzeit zusammenbringen. Die Regentropfen erschwerten es mir, die Streckenbedingungen richtig einzuschätzen, sodass es unmöglich war, meine Zeit noch einmal zu verbessern», zeigte sich der 30-Jährige niedergeschlagen.

Zusätzlich zu den Wetterbedingungen bereitete dem Ducati-Fahrer sein Arbeitsgerät Probleme: «Es war kompliziert, das richtige Set-up zu finden. Besonders die Suche nach mehr Grip bereitet uns seit Aragón Kopfzerbrechen. Im Training war ich einige Runden hinter Joan Mir, er kann die Suzuki viel flüssiger um die Kurven bewegen, sodass ich, speziell in engen Kurven, keine Chance hatte, ihm zu folgen. Auf der Bremse bin ich gut, aber in Valencia gibt es wenig harte Bremspunkte, sodass eine flüssige Fahrweise entscheidend ist.»

Auf das Rennen am Sonntag blickt Petrucci positiv und hofft, einige Positionen gutmachen zu können. «Mein Ziel ist, ab dem Start anzugreifen, um einen Top-10-Platz einzufahren.»

Ergebnisse MotoGP Qualifying 2 Valencia (14.11.):

1. Franco Morbidelli, Yamaha, 1:30,191 min
2. Jack Miller, Ducati, +0,096 sec
3. Takaaki Nakagami, Honda, +0,222
4. Johann Zarco, Ducati, +0,329
5. Pol Espargaró, KTM, +0,362
6. Maverick Viñales, Yamaha, +0,454
7. Aleix Espargaró, Aprilia, +0,466
8. Pecco Bagnaia, Ducati, +0480
9. Brad Binder, KTM, +0,546
10. Miguel Oliveira, KTM, +0590
11. Fabio Quartararo, Yamaha, 0,673
12. Joan Mir, Suzuki, +0,797

Die restlichen Startplätze nach Qualifying 1:

13. Cal Crutchlow, Honda, 1:31,159 min
14. Alex Rins, Suzuki, 1:31,594
15. Danilo Petrucci, Ducati, 1:31,601
16. Valentino Rossi, Yamaha, 1:31,604
17. Andrea Dovizioso, Ducati, 1:31,606
18. Stefan Bradl, Honda, 1:31,831
19. Tito Rabat, Ducati, 1:32,063
20. Alex Márquez, Honda, 1:32,205
21. Lorenzo Savadori, Aprilia, 1:32,237

Stand Fahrer-WM nach 12 von 14 Rennen:

1. Mir, 162 Punkte. 2. Quartararo 125. 3. Rins 125. 4. Viñales 121. 5. Morbidelli 117. 6. Dovizioso 117. 7. Pol Espargaró 106. 8. Nakagami 105. 9. Miller 92. 10. Oliveira 90. 11. Petrucci 77. 12. Binder 76. 13. Zarco 71. 14. Alex Márquez 67. 15. Rossi 58. 16. Bagnaia 42. 17. Lecuona 27. 18. Aleix Espargaró 27. 19. Crutchlow 26. 20. Bradl 16. 21. Smith 12. 22. Rabat 10. 23. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM nach 12 von 14 Rennen:

1. Suzuki 188. 2. Ducati 181 Punkte. 3. Yamaha 163. 4. KTM 159. 5. Honda 130. 6. Aprilia 36.

Team-WM nach 12 von 14 Rennen

1. Team Suzuki Ecstar, 287 Punkte. 2. Petronas Yamaha SRT 205. 3. Ducati Team 194. 4. Red Bull KTM Factory Racing 182. 5. Monster Energy Yamaha MotoGP 159. 6. Pramac Racing 138. 7. LCR Honda 131. 8. Red Bull KTM Tech3, 117. 9. Repsol Honda Team 83. 10. Esponsorama Racing 81. 11. Aprilia Racing Team Gresini 39.

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