Jack Miller (3.): «Sorgen wegen der letzten Runden»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
«Jumping Jack» Miller

«Jumping Jack» Miller

Pramac-Ducati-Pilot Jack Miller startet in Portugal vom dritten Startplatz. «Wir waren an diesen zwei Tagen alle stark beschäftigt. Jetzt brauche ich einen Reifen, der definitiv 25 Runden hält.»

Jack Miller liegt vor dem Finale nur 13 Punkte hinter Andrea Dovizioso. Er könnte also noch bester Ducati-Werkspilot in der MotoGP-WM-Tabelle 2020 werden, wenn er wie letzten Sonntag in Valencia einen zweiten Platz heimfährt und «Dovi» wie so oft in letzte Zeit keinen Spitzenplatz zustande bringt.

«Jumping Jack» Miller zeigte mit seiner Pramac-Ducati auf der fast 4,6 km langen Portimão-Strecke wieder einmal sein unumstrittenes Fahrkönnen und seinen Kampfgeist, er sicherte sich den dritten Startplatz – nur 0,146 sec hinter Pole-Setter Miguel Oliveira.

«Ja, ich habe mich hier von Beginn an gut gefühlt», stellte der 25-jährige Australier fest. «Natürlich wäre ich gern auf der Pole gestanden. Aber die erste Startreihe ist in der MotoGP der Schlüssel zum Erfolg. Es war bisher ein seltsames Wochenende. Klar, wir konnten uns im Oktober hier einen Tag mit der Strecke anfreunden. Aber es war trotzdem heftig. Wir hatten am Freitag zwei Sessions mit je 70 Minuten, da mussten wir die Piste erstmals mit der MotoGP-Rennmaschine erkunden und uns hinten und vorne vier unterschiedliche Compounds zu Gemüte führen. Man musste rausfinden, wie sich jede Mischung verhält. Wir waren an diesen zwei Tagen ziemlich stark beschäftigt.»

«Ich bin einigermaßen zuversichtlich für das Rennen, aber nicht extrem optimistisch, denn einige Jungs haben eine sehr starke Pace. Wichtig wird sein, dass wir am Start gut wegkommen. Ich habe eine andere Strategie als Franco, denn ich mache mir Sorgen um die letzten Rennrunden. Ich weiß, dass einige Reifenmischungen einen starken ‚drop‘ haben, das ist hier kein gutes Gefühl. Ich will das definitiv morgen vermeiden. Denn hier bei diesen Berg- und Tal-Abschnitten ist es nicht lustig, wenn der ‚edge grip’ des Reifens beim Teufel ist.»

Was erwartet Jack vom Rennen? «Wir wissen alle nicht, wo man hier vernünftig überholen kann. Deshalb habe ich im FP3 einmal probiert, in Turn 1 einen Gegner zu überholen. Zufällig war es mein Teamkollege Pecco Bagnaia. Er sagte dann, als ich vorbei fuhr, hat ihn der Windstoss von meinem Bike erwischt, er konnte nicht mehr in den Turn 1 einbiegen. Ich habe ihn sozusagen von der Strecke geblasen. Wir müssen also aufpassen. Zum Glück hat meine Ducati schnelle Beine, also sollte mich dort vor Turn 1 kein Gegner überholen können. Aber sag niemals nie.»

«Es wir in den ersten Runden sicher interessant, wenn man in einer Gruppe fährt. Denn viele Kurvenlassen am Eingang viel Platzt, also klnnte sich jemand reinquetschen und dich in Bedrängnis bringen»,  meint Jack. «Das könnte zu 'block pass'-Manövern führen, wie wir sie vom Motocross kennen. Ich muss in den ersten Runden die opeffekte Balance zwischen Angriff und Verteidigung finden. In der ersten Reihe zu stehen, macht mein Leben sicher viel einfacher.» 

Ergebnis MotoGP, Q2, Portimão, 21.11.

1. Oliveira, KTM, 1:38,892 min
2. Morbidelli, Yamaha, 1:38,936
3. Miller, Ducati, 1:39,038
4. Crutchlow, Honda, 1:39,156
5. Quartararo, Yamaha, 1:39,199
6. Bradl, Honda, 1:39,204
7. Zarco, Ducati, 1:39,238
8. Viñales, Yamaha, 1:39,260
9. Pol Espargaró, KTM, 1:39,284
10. Rins, Suzuki, 1:39,467
11. Nakagami, Honda, 1:39,531
12. Dovizioso, Ducati, 1:39,587

Die weitere Startaufstellung:
13. Binder, KTM, 1:39,390 min
14. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:39,762
15. Bagnaia, Ducati, 1:40,019
16. Alex Márquez, Honda, 1:40,049
17. Rossi, Yamaha, 1:40,058
18. Petrucci, Ducati, 1:40,091
19. Savadori, Aprilia, 1:40,174
20. Mir, Suzuki, 1:40,290
21. Rabat, Ducati, 1:40,427
22. Kallio, KTM, 1:41,753

Stand Fahrer-WM nach 13 von 14 Rennen:

1. Mir, 171 Punkte (Weltmeister). 2. Morbidelli 142. 3. Rins 138. 4. Viñales 127. 5. Quartararo 125. 6. Dovizioso 125. 7. Pol Espargaró 122. 8. Miller 112. 9. Nakagami 105. 10. Oliveira 100. 11. Binder 87. 12. Petrucci 78. 13. Zarco 71. 14. Alex Márquez 67. 15. Rossi 62. 16. Bagnaia 47. 17. Aleix Espargaró 34. 18. Crutchlow 29. 19. Lecuona 27. 20. Bradl 18. 21. Smith 12. 22. Rabat 10. 23. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM nach 13 von 14 Rennen:

1. Suzuki, 201 Punkte. 2. Ducati 201. 3. Yamaha 188. 4. KTM 175. 5. Honda 133. 6. Aprilia 43.

Team-WM nach 13 von 14 Rennen:

1. Team Suzuki Ecstar, 309 Punkte (Weltmeister). 2. Petronas Yamaha SRT 230. 3. Red Bull KTM Factory Racing 209. 4. Ducati Team 203. 5. Monster Energy Yamaha MotoGP 169. 6. Pramac Racing 163. 7. LCR Honda 134. 8. Red Bull KTM Tech3 127. 9. Repsol Honda Team 85. 10. Esponsorama Racing 81. 11. Aprilia Racing Team Gresini 46.

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