Fabio Quartararo (Yamaha/2.): Von Márquez überrascht

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Fabio Quartararo: Viel stärker als 2020 in Portugal

Fabio Quartararo: Viel stärker als 2020 in Portugal

Fabio Quartararo war nach Platz 2 im zweiten Portugal-Training erleichtert. Denn Yamaha ist auch bei «low grip» vorne dabei. Marc Márquez machte ihn sprachlos.

Im zweiten freien MotoGP-Training auf dem Autódromo International do Algarve in Portimão verlor Monster-Yamaha-Werkspilot Fabio Quartararo, zuletzt Sieger beim Doha-GP, nur 0,340 sec auf die Bestzeit von Pecco Bagnaia, der beim ersten Rennen in Doha von der Pole-Position gestartet war. Fabio Quartararo, momentan in der WM als Zweiter mit 36 Punkten nur vier Punkte hinter Leader Johann Zarco, stellte seinen Teamkollegen Viñales im FP2 klar in den Schatten. Maverick hatte im FP1 dominiert.

Der Franzose hatte letztes Jahr Mühe mit der Strecke an der Algarve, diesmal kommt er wesentlich besser zurecht. «Mein Gefühl mit dem Motorrad war großartig», berichtete Fabio. «Aber die Verhältnisse waren heute in der Früh wirklich schlecht. Dafür hat das Bike im FP2 tadellos funktioniert, obwohl der Grip nicht gut war.»

Was sagt der dreifache MotoGP-Sieger von 2020 und letztjährige WM-Achte zur Performance von Marc Márquez? Quartararo: «Ich habe diese Leistung nicht erwartet. Denn ich wusste nicht, in welcher mentalen Verfassung er ist. Man hatte auch keine Klarheit, wie konkurrenzfähig die Honda wirklich ist. Die Vorstellung von Marc war eindrucksvoll. Er ist von Runde zu Runde schneller geworden. Wir erleben also genau denselben Marc Márquez, den wir aus der Vergangenheit kennen.»

Wie erklärt sich Fabio seine Steigerung in Portugal im Vergleich zu 2020, als er über Platz 14 im Rennen mit 24,3 Sekunden Rückstand nicht hinauskam? «Ich habe eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr gespürt. Und mental fühle ich mich jetzt stärker, weil ich im Werksteam engagiert bin. Das macht einen Unterschied aus. Außerdem war ich hier im November nicht so gut drauf, weil ich vorher in Valencia zweimal gestürzt bin. Jetzt bin ich sehr positiv eingestellt. Nach dem guten Saisonstart in Katar fühle ich mich ausgezeichnet. Ich bin überzeugt, wir können auf dieser Piste ein wirklich starkes Ergebnis herausfahren.»

Obwohl die Yamaha normalerweise bei Low-Grip-Verhältnissen nicht konkurrenzfähig ist, gab «El Diablo» am Freitag eine starke Vorstellung. «Ich bin happy, weil die 2021-Yamaha anscheinend auch bei diesen Bedingungen jetzt gut funktioniert. Das ist wichtig für uns. Denn wir wissen, dass die kraftvollen Ducati-Bikes bei viel Grip ein bisschen schneller sind als wir. Ich vermute, wenn der Grip hier besser wird, wird uns das noch weiter nach vorne bringen. Ich bin neugierig, ob der Grip morgen besser wird. Wir haben jedenfalls jetzt mehr Traktion als im Vorjahr.»

MotoGP, FP2, Portimão, 16. April

1. Bagnaia, Ducati, 1:39,866 min
2. Quartararo, Yamaha, + 0,340 sec
3. Mir, Suzuki, + 0,419
4. Rins, Suzuki, + 0,462
5. Miller, Ducati, + 0,470
6. Marc Márquez, Honda, + 0,473
7. Viñales, Yamaha, + 0,560
8. Zarco, Ducati, + 0,624
9. Oliveira, KTM, + 0,726
10. Nakagami, Honda, + 0,745
11. Alex Márquez, Honda, + 0,866
12. Pol Espargaró, Honda, + 0,877
13. Marini, Ducati, + 0,895
14. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,041
15. Rossi, Yamaha, + 1,259
16. Savadori, Aprilia, + 1,274
17. Binder, KTM, + 1,317
18. Petrucci, KTM, + 1,321
19. Morbidelli, Yamaha, + 1,350
20. Bastianini, Ducati, + 1,970
21. Lecuona, KTM, + 2,595
22. Martin, Ducati, + 3,055

Portimão-Ergebnis FP1 MotoGP, 16. April

1. Viñales, Yamaha, 1:42,127 min
2. Rins, Suzuki, + 0,151 sec
3. Marc Márquez, Honda, + 0,251
4. Pol Espargaró, Honda, + 0,255
5. Zarco, Ducati, + 0,316
6. Bagnaia, Ducati, + 0,337
7. Quartararo, Yamaha, + 0,401
8. Miller, Ducati, + 0,409
9. Alex Márquez, Honda, + 0,654
10. Petrucci, KTM, + 0,830
11. Rossi, Yamaha, + 0,886
12. Nakagami, Honda, + 0,909
13. Mir, Suzuki, + 0,933
14. Morbidelli, Yamaha, + 1,116
15. Savadori, Aprilia, + 1,412
16. Martin, Ducati, + 1,575
17. Oliveira, KTM, + 1,873
18. Marini, Ducati, + 2,475
19. Lecuona, KTM, + 2,840
20. Bastianini, Ducati, + 3,198
21. Aleix Espargaró, Aprilia, + 3,208
22. Binder, KTM, + 5,647


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